Was mir in meiner Beratungsarbeit immer wieder begegnet ist, dass mir die meisten Menschen sehr schnell sagen können, was sie nicht (mehr) wollen. Es ist ihnen sehr bewusst, was sie nervt. Unzufriedenheit ist sicherlich ein erster Schritt, der Veränderung anregt. Doch es fällt mir auch auf, wie schwer sich die meisten Menschen damit tun, differenziert zu beschreiben, was sie wollen. Wie es denn für sie optimal wäre. Dieses Phänomen erlebe ich unabhängig vom Thema: egal, ob es das eigene Arbeitsfeld oder die Zusammenarbeit mit den Kollegen oder die Gestaltung der Freizeit ist.

Dabei gilt der Grundsatz: Je klarer ich habe, was ich will, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es real wird.

Glaube nicht alles, was Du denkst.

In meinem letzten Blogbeitrag beschäftigte ich mich der Reflexion, dem Bilanz ziehen. Dieser Schritt ist immer wieder Grundlage für weitere Ausrichtung und Planung. Denn wir sind gefangen in unserem eigenen Denken. Kläre Dein Warum: Was ist die Motivation, die mich antreibt? Diese Klarheit ist eine Grundlage, auf der ich weitergehen und mich ausrichten kann.

Vision, Strategie und Ziele sind ein Dreiklang

Um die drei Begriffe in ihrer Bedeutung voneinander abzutrennen: Eine Vision ist nach dem „Lehrbuch“ auf zirka 5 Jahre angelegt. Die Strategie ist der Weg, den Sie wählen, um Ihre Vision bestmöglich zu erreichen. Ein Ziel ist in der Regel auf ein Jahr formuliert und enthält überprüfbare Daten.

Auf jeden Fall klingen sie nur zusammen harmonisch für Ihr Business und Ihr Leben. Ohne diese Ausrichtung kann ich mich zwar den ganzen Tag beschäftigen, doch es bleibt ein Bruch in meinem Leben, weil meine Einstellung und Vorstellung nicht stimmig sind mit meinem Handeln.

Das heißt, dass ich für mich immer wieder für Klarheit sorge, was ich wirklich will. Und innerlich Entscheidungen treffe über sich widersprechende Vorstellungen. Denn: Was ich mir nicht vorstellen kann, kann ich auch nicht erreichen.

Das „Big Picture“ des Lebens

Werden Sie sich klar über das „Big Picture“ Ihres Lebens und Ihres Business, entwickeln Sie Ihre Vision. Diese ist meist größer, als das, was Sie erreichen können. Doch trauen Sie sich: Wer zum Mond zielt und diesen verfehlt, landet immer noch unter den Sternen.
Bei den ersten Überlegungen können Sie gerne auch notieren, was sie nicht wollen. Doch kräftiger wird Ihre Vision und Ihr Ziel, wenn Sie es positiv formulieren. Diese Bild und dieses Ziel haben mehr Motivation und geben Ihnen im Alltag mehr Kraft, sich dafür einzusetzen.

Vorstellung, Einstellung, Mindset

Um mir diese meine Vorstellungen und Einstellungen, oder andere nennen es Mindset, bewusst zu machen, brauche ich Zeit und Energie, um mich damit zu beschäftigen. Dies ist die Planungsarbeit vor dem großen Projekt. Ohne diese kann ich keine Brücke bauen oder Vier-Gänge-Menü kochen. Bei einer solchen Planung nehmen Sie auch Papier und Stift und notieren sich die wichtigen und unwichtigen Dinge, damit Sie sie im Trubel des Alltags nicht aus den Augen verlieren. Machen Sie es mit Ihren genauso: aufschreiben und notieren, dann verlieren Sie das Wichtige und Wesentliche in der Hektik des Alltags nicht aus dem Blick.

Nehmen Sie sich Zeit, vielleicht am besten jetzt oder reservieren Sie sich einen Termin für Sie selbst in Ihrem Kalender. Sorgen Sie dafür, dass Sie ungestört sind. Gut sind 30 Minuten, besser sind 2 Stunden und denken und fühlen Sie. So dass Sie ein bisschen mehr Klarheit finden auf die Frage: Was will ich?

Weitere Anregungen finden Sie in meinem Arbeitsheft zum Fokusprogramm.

Beste Grüße aus dem Technologiezentrum W-tec in Wuppertal
Ihre Lioba Heinzler
•    Supervisorin DGSv
•    Coach für Veränderungsprozesse

(Bildquelle: eigenes Material)