Firmenübernahme – eine Option für Frauen, denn „Nachfolge ist weiblich“

Firmenübernahme – eine Option für Frauen, denn „Nachfolge ist weiblich“

Da wir mit dem Thema Unternehmensnachfolge und Firmenübernahme sehr sichtbar sind, gab es in den letzten Monaten wieder Männer, die sich bei mir mit einer sehr professionellen Präsentation meldeten. Ihr Anliegen war, dass sie gerne eine Firma kaufen würden und ob es bei meiner Arbeit nicht mögliche, verkaufsfähige Unternehmen gäbe. Dass bisher keine Frau dabei war, nahm ich zum Aufhänger für den nationalen Aktionstag „Nachfolge ist weiblich“. Ich ging in den Online-Gesprächen den Facetten dieses Themas im Zusammenhang mit der Unternehmensnachfolge durch Frauen nach.

Zurück zu den Anfragen: Der Firmenkauf und Verkauf ist nicht mein Kerngeschäft und deshalb verweise ich in diesen Fragen an mein großes Netzwerk.

Meine Expertise sind in erster Linie zwei Prozesse:

  • Der Weg zur eigenen Klarheit für eine souveräne Entscheidung als Abgeber*in oder Übernehmer*in,
  • die Ausbildung von Nachfolgerinnen und Nachfolgern zur zukunftsfähigen Unternehmensleitung – und immer häufiger als (Geschwister-, Lebenspartner- oder Kollegen-) Leitungsteam
  • und manchmal auch die Moderation zwischen den beteiligten Parteien (und eventuell der Familie) für eine tragfähige Lösung

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Erfolgreiche Unternehmerinnen – Unternehmensnachfolge durch Frauen

Erfolgreiche Unternehmerinnen – Unternehmensnachfolge durch Frauen

Noch immer sind es weniger Frauen, die in den Familienunternehmen als Nachfolgerin einsteigen. Noch ist es eher ungewöhnlich, Unternehmensnachfolge als berufliche Alternative für Frauen in Erwägung zu ziehen. Dabei bieten sich hier viele interessante, beruflich herausfordernde Perspektiven für Frauen. Wir nehmen den bundesweiten Aktionstag zum Anlass, dieses Thema durch Interviews aus verschiedenen Blickwinkeln anzuschauen. Deutlich wird dabei auch, dass erfolgreiche Unternehmerinnen nicht geboren werden, sondern es immer ein Entwicklungprozess ist. Und dass selbständige Frauen ihren beruflichen Weg in vielfältiger Weise gehen.

Der Aktionstag zur Unternehmensnachfolge organisiert durch Lioba Heinzler, Unternehmermentorin für Nachfolge, Führung und Businessumbau richtet sich an:

  • gut qualifizierte Frauen, um ihnen die Betriebsübernahme als eine interessante Option der selbständigen Erwerbstätigkeit vor Augen zu führen,
  • Übergeberfamilien, um sie für die Potenziale ihrer Töchter im Hinblick auf den unternehmerischen Generationswechsel zu sensibilisieren
  • Expertinnen und Experten, die den Nachfolgeprozess fachkundig begleiten und unterstützen können.

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Persönliche Stärken oder die vier unterschiedlichen Menschentypen

Persönliche Stärken oder die vier unterschiedlichen Menschentypen

Jede Führungskraft kennt die tägliche Herausforderung mit der lebendigen Vielfalt und der bunten Mischung im Team umzugehen. Schließlich hat jeder eine andere Vorliebe – oder gleich mehrere. Was der eine ganz toll findet, nervt die andere. Was vor einen halbem Jahr eine gute Lösung für die meisten war, ist unter veränderten Bedingungen nun ein Ärgernis für viele. Klar ist es nicht möglich, es allen recht zu machen. Aber es ist wichtig für die Teamentwicklung, dass Sie als Führungskraft den Unmut im Blick behalten, wenn die Stimmung nicht kippen soll. Manchmal hilft es in der Reflexion über die Stärken und Schwächen, sich nochmals vor Augen zu führen, dass es neben den individuellen Unterschieden auch Grundängste oder Vorlieben bei bestimmten Typen von Menschen gibt. Und im nächsten Schritt zu überlegen, wie Sie die persönliche Stärken der einzelnen unterstützen können, damit der einzelne sich mit seinem vollen Potenzial einbringen kann.

Persönliche Stärken – Jede Stärke ist eine Schwäche und jede Schwäche eine Stärke

Menschen ticken unterschiedlich. Ich stelle Ihnen EINEN Ansatz von vielen vor, der verdeutlicht, was die Hintergründe für die Unterschiedlichkeit von Menschen ist. Das Modell wurde von Fritz Riemann vor 100 Jahren entwickelt und ist bekannt unter „Grundformen der Angst“. Es diente damals dazu, in den Anfängen der Erforschung von Psyche des Menschen Zusammenhänge zu erklären.

Im Führungsalltag ist es klug, Menschen nach ihren Fähigkeiten, Kompetenzen und Stärken einzusetzen. Das schont bei allen Beteiligten Ressourcen und Nerven. Deshalb geht es mir darum, welche Möglichkeiten Sie als Führungskraft haben, um gerade bei Veränderungsprozessen, Energien bei den Mitarbeitenden freizusetzen und Blockaden zu vermeiden. Also, wie Sie in Ihrem Team den verschiedenen persönlichen Stärken Raum geben, damit Sie leichter Ihre Ziele erreichen.

Stärke Nr. 1 – Menschen, die sich durch Regeln und Struktur sicher fühlen

Ihre liebsten Tätigkeiten sind klar strukturierte Aufgaben und Abläufe. Es gibt ihnen Sicherheit, wenn alles bleibt wie es ist und sie somit wissen, was auch in den nächsten Jahren auf sie zukommt. Schrecken jagt ihnen ein, wenn sich Dinge ändern, wenn zu vieles anders wird. In diesem Fall fragen sie oft nach und wollen verschiedene Möglichkeiten abklären: „Was ist, wenn…? Was machen wir dann…?“

Auch wenn dies für Sie als Führungskraft und die Veränderungsbegeisterten in Ihrem Team anstrengend ist: Diese Menschen sind für Ihre Arbeit ein großer Gewinn, weil sie Sie „zwingen“ vorauszudenken und die Eventualitäten mit zu berücksichtigen. Und sie sind ausdauernd und bringen eine Arbeit zu Ende.

Die tief sitzende Angst dieser Menschen ist, dass sie durch Veränderungen die Kontrolle verlieren. Sie haben dann das Gefühl dem Chaos ausgeliefert zu sein, vielleicht darin unterzugehen. Das heißt für Sie als Führungskraft: Wenn Sie die kostbare Kompetenz dieser Mitarbeitenden nutzen wollen, müssen Sie berücksichtigen, was ihnen Sicherheit gibt. Also sollten diese Menschen in einem (Veränderungs-) Projekt mitarbeiten, helfen ihnen schriftliche, detaillierte Pläne. Auch ist für sie hilfreich, immer wieder in einem Meeting einen Zwischenstopp einzulegen und die Pläne mit der wirklichen Entwicklung abzugleichen und anzupassen.

Stärke Nr. 2 – Menschen, die Veränderung und Abwechslung lieben

Eine Vorliebe dieser Menschen ist es, wenn Ihre Arbeit täglich ein neues Abenteuer ist. Sie

  • lieben Neuanfänge und das Risiko.
  • stellen auch bewährtes infrage und werfen es schnell über den Haufen.
  • leben nach dem Motto: Das Genie beherrscht das Chaos und stellen sich gerne wechselnden Aufgaben und Herausforderungen.
  • sind ideenreich, querdenkend, lebendig und kreativ.

Für diesen Menschentyp sind die heutigen Anforderungen der Arbeitswelt nach permanenter und schneller Veränderung am leichtesten machbar.

Aber wie immer: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Diese Menschen tun sich oft schwer, eine Arbeit abzuschließen, weil Neues attraktiver scheint oder weil die vielen Ideen sich nicht alle einbinden lassen. Die Vorstellung, es bleibt alles wie es ist, ist für sie gruselig. Was sie am meisten fürchten, ist, dass etwas endgültig oder begrenzt ist.

Für Sie als Führungskraft stellt dieser Typ eine besondere Herausforderung dar. Es ist, als hätten Sie einen Sack Flöhe zu hüten oder ein Feuerwerk in Bahnen zu lenken. Diese Mitarbeiter brauchen einen weit abgesteckten Arbeitsrahmen, um ihr Potenzial zu leben und gleichzeitig klare, verbindliche Vereinbarungen, um ihren verlässlichen Beitrag zum Teamergebnis zu leisten.

Stärke Nr. 3 – Menschen, bei denen setzt die Nähe zu anderen Energie frei

Diesen Menschen macht die Vorstellung alleine zu sein, sich mit anderen nicht austauschen zu können, Angst. Sie lieben die Nähe zu anderen, was ihnen gut tut und sie sich sicher fühlen lässt. Wenn Sie ein Thema erarbeiten wollen oder müssen, dann brauchen sie immer wieder auch die Resonanz von anderen. Sie lieben das Brainstorming in der Gruppe und im Kontakt mit anderen kristallisieren sie leichter das Wichtige heraus. Das was für andere nervig, zu viel, zu nah ist, genießen sie an Kontakt und Austausch mit anderen Menschen. Auch können diese Menschen gut körperliche Nähe von anderen ertragen, wie das zum Berufsalltag von Erzieherinnen, Krankengymnasten und Krankenpflegern gehört.

Und wie immer ist jede Stärke eine Schwäche: Manchmal sind sie einfach zu viel für andere da. Sie lassen die eigene Arbeit liegen, wenn sie andere im Team unterstützen können oder gehen über ihre Kräfte, sollte jemand ihre Hilfe brauchen. Hier sind Sie als Führungskraft gefordert, die eine oder andere Grenze zu setzen, wenn dieses Teammitglied es nicht gut für sich selbst kann und die eigene Stärke zum Verhängnis wird.

Stärke Nr. 4 – Menschen, die sich in Themen und Inhalte verlieben

Ja, für sie sind Menschenansammlungen und die damit verbundene Nähe ein Graus. Sie haben was von der Aura eines Wissenschaftlers im Elfenbeinturm. Sie können sich gut und tief in Themen eindenken. Ihre Stärke? Sie lieben Details, und das tagelang – ohne andere Menschen und den Austausch mit ihnen zu vermissen. Sie erarbeiten ein Thema gerne umfassend für sich alleine, wie dies Naturwissenschaftler oder Buchautoren tun. Es wird ihnen dabei auch nicht langweilig mit sich und einem Thema über lange Zeit hinweg. Für viele dieser Menschen wird eine Arbeit auch nie fertig, weil es immer noch einen Aspekt gibt, der nicht genügend erfasst wurde. Zu häufige Teamtreffen mit Kolleginnen und Kollegen stören eher mit ihren anderen Gedankengängen.

Für Sie als Führungskraft besteht die Herausforderung darin, diesen Menschen die Ruhe und den Freiraum für ihre detaillierte Arbeit zu geben, aber auch die Abgabefristen und Ressourcen im Blick zu behalten. Die angemessene Balance zwischen Austausch an den Schnittstellen im Team und der fokussierten Einzelarbeit zu finden, ist nicht einfach.

Persönliche Stärken – Im Alltag dominieren die Mischformen

Wie so oft bei solchen Modellen, zeichnen sie jeweils die Reinform, die im wirklichen Leben selten zu finden sind. Der Königsweg ist, wenn Menschen je nach Situation und Anforderung flexibel reagieren können, also mal strukturiert, mal kreativ, mal die Energie des Teams zu nutzen oder den Flow in den Tiefen der Details. Aber wer kann schon aus seiner Haut? Und gerade wenn’s stressig wird, ziehen wir uns immer wieder gerne auf das Altbekannte, seit Kindertagen vertraute zurück.

Und für Sie als Chef oder Chefin: haben Sie in der Reflexion der Typen schon Ihre eigene Stärke entdeckt? Da uns diese am vertrautesten ist, neigen wir dazu, diesen Typ Mensch besonders gerne in unser Team zu holen. Dabei ist es wichtig, dass alle vier Typen vertreten sind: für eine gute Balance und Dynamik in Ihrem Team und ein erfolgreiches Teamergebnis.

Auch Sie als Führungskraft tun gut daran, um ihre persönliche Stärken zu wissen. Was Ihnen leicht von der Hand geht. In welchem Bereich Sie exzellent sind und in welchem brillant*. UND die andere Seite, also Ihre Schwächen, gut zu kennen.

Diese andere Kompetenzseite ist in Ihrem Team auch entscheidend, für ein nachhaltiges, überzeugendes Ergebnis.

*Das ist Teil eines anderes Modells und unter dem Begriff Zone of Genius bekannt. Es unterscheidet zwischen inkompetent, kompetent, exzellent und brillant. Kompetent bedeutet, dass ich etwas kann. Exzellent heißt, ich kann etwas sehr gut, doch es kostet mich Energie. Brillant unterscheidet sich dadurch, dass ich etwas sehr gut kann und mir Energie gibt.

Erstveröffentlichung am 20. April 2015, Überarbeitung am 12.03.2020

Die Barcamp Methode – Die Teilnehmer sind das Barcamp!

Die Barcamp Methode – Die Teilnehmer sind das Barcamp!

Mittagspause. In die weißen Schüsseln löffeln Andrea, Holger und Co. eine würzige Kartoffelsuppe. Die Tische wurden auf die Schnelle zusammen geschoben. Von echter Pause kann keine Rede sein. Vielmehr wird weiter gesprochen. Berichtet. Zugehört. Das ist kein Plaudern, kein Bla-Bla. Das ist wieder so ein Aha-Moment: Die Kommunikation geht weiter in diesem Workshop – bei aller Leichtigkeit sehr ernsthaft. Es ist ein BarCamp BergischLand (#bcBerg20), das Christoph Ziegler und Lioba Heinzler veranstalten. Die Inhalte geben die Teilnehmer vor. Das ist die Barcamp Methode. Und die Teilnehmenden wollen sich immer weiter austauschen – auch in der Mittagspause am Samstag.

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Unternehmen führen – Wie behalten Sie den Überblick am Strandgetümmel Ihres Business?

Unternehmen führen – Wie behalten Sie den Überblick am Strandgetümmel Ihres Business?

Ich war in Miami Beach und machte dort zum ersten Mal ein paar Tage Urlaub. Und was soll ich sagen: Sonne, Strand, Wärme und Palmen taten mir gut! Doch ich sah noch etwas Anderes, was Sie sicherlich zumindest auf Bildern oder in Filmen auch schon gesehen haben: die Lifeguard Towers, die Stelzenhütten der Rettungsschwimmer, am Strand. Die Hütten sind den Tag über besetzt mit „Bademeister*innen“, die die Badenden in den Fluten und die Kite Surfer in den Wellen im Blick haben, aber auch für die Sonnenanbeter und Strandläufer ansprechbar sind. Und eine solche Hütte brauchen alle Selbständigen und Unternehmer. Ein Unternehmen führen bedeutet, den Überblick zu behalten, um das Unternehmen souverän und erfolgreich zu steuern.

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Konflikte im Team – endlich Schluss mit dem nervigen Stress

Konflikte im Team – endlich Schluss mit dem nervigen Stress

Bei meiner Arbeit begegnen mir unterschiedliche Teams und es gibt ein durchgängiges Phänomen: Die einen arbeiten konstruktiv miteinander. Die Atmosphäre stimmt, der Umgangston ist unterstützend und wertschätzend. Die Herausforderungen des Arbeitsalltags werden individuell oder gemeinsam angegangen und gelöst. Sie reden und diskutieren miteinander und wenn es um Wichtiges geht, auch heftig und intensiv.

Doch es gibt auch die andere Art: ungute Konflikte im Team sind an der Tagesordnung. Der Umgang damit ist je nach Team unterschiedlich. Doch es bleibt anstrengend und unproduktiv, egal ob mit beleidigtem Schweigen oder endlosen Diskussionen reagiert wird.

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