Nachfolge ist weiblich – Online Aktionstag Unternehmensnachfolge durch Frauen 2021

Nachfolge ist weiblich – Online Aktionstag Unternehmensnachfolge durch Frauen 2021

Nachfolge ist weiblich oder Unternehmensnachfolge durch Frauen

Ziel des Nationalen Aktionstages unter dem Motto „Nachfolge ist weiblich!“ ist es, für die Unternehmensnachfolge durch Frauen deutschlandweit zu sensibilisieren, denn noch immer sind Frauen – trotz steigenden Interesses in den Nachfolgeberatungen – bei dieser Form der selbständigen Erwerbstätigkeit unterrepräsentiert. Der Nationalen Aktionstag zur Unternehmensnachfolge durch Frauen richtet sich an

  • gut qualifizierte Frauen, um ihnen die Betriebsübernahme als eine interessante Option der selbständigen Erwerbstätigkeit vor Augen zu führen,
  • Übergeberfamilien, um sie für die Potenziale ihrer Töchter und Mitarbeiterinnen im Hinblick auf den unternehmerischen Generationswechsel zu sensibilisieren sowie
  • Expertinnen und Experten, die den Nachfolgeprozess fachkundig begleiten und unterstützen können.

Der Aktionstag zur Unternehmensnachfolge durch Frauen wird von den Akteurinnen und Akteuren in- und außerhalb des Nachfolgegeschehens in den 16 Bundesländern ausgestaltet, die mit vielen kreativen Aktivitäten wie z.B. Pressegesprächen, Meet-ups, Porträts von Nachfolgerinnen, Podiumsdiskussionen, Storytelling, Beratungsgesprächen oder einem Nachfolge-Frühstück, das Thema allen Interessierten vor Ort nahe bringen.

Zeitgleich findet auch wieder der DIHK-Nachfolgetag statt, um lokale Synergien dort zu ermöglichen, wo diese gewünscht sind und sich realisieren lassen.

Die bundesweite gründerinnenagentur (bga) wird den Nationalen Aktionstag „Nachfolge ist weiblich!“ koordinieren und die regionalen Akteurinnen und Akteure mit Maßnahmen wie die Bereitstellung von Materialien, Beratung zu möglichen Aktivitäten, bei der Pressearbeit, etc. unterstützen.

Informationen zur Unternehmensnachfolge durch Frauen finden Sie unter www.existenzgruenderinnen.de > Unternehmensnachfolge bzw. zu den zurückliegenden Nationalen Aktionstagen unter
www.existenzgruenderinnen.de > Unternehmensnachfolge > Nationaler Aktionstag.

Nachfolge ist weiblich – meine Interview-Partnerinnen beim Aktionstag 2021:

 

Manuela Ederer – Von der Nachfolgerin zur selbstbewussten Unternehmerin der Zukunft.

Manuela Ederer ist selbst ehemalige Nachfolgerin im Familienunternehmen ihres Vaters.Nach dem nicht stattgefundenen Generationswechsel hat Sie sich auf den Weg gemacht herauszufinden, warum dies so gekommen ist. Heute gibt sie zusammen mit den Erfahrungen der Begleitung von dutzenden Nachfolgern, anderen Nachfolger und Nachfolgerinnen dieses Wissen weiter. Dadurch können sie kraftvoll und selbstbewusst, mit ihrem eigenen starken inneren Antrieb, ihr Unternehmen nach ihren Vorstellungen und Werten erfolgreich und glücklich leben. Und somit die Welt zu einem schöneren Ort machen.

Privat lebt Sie in Vorarlberg / Österreich, ist verheiratet und Mama von drei Jungs.

Manuela ist Expertin für Nachfolger:Innen von Familienunternehmen. Ganz nach dem Motto „Raus aus der „Nachfolgerin – Rein in die erfolgreiche Unternehmerin der Zukunft“ begleitet Sie die NachfolgerInnen. Wir sprechen darüber, warum es so wichtig ist, raus aus der Nachfolge „ROLLE“ zu gehen und rein in die Unternehmerin und über Ihre eigenen Erfahrungen und Tipps für die Nachfolge.

Du brauchst selbst Klarheit für deinen nächsten wichtigen Schritt in deinem Leben und Business als NachfolgerIn und wünschst Dir einen ersten Impuls/Tipp? Hier kannst Du dir einen Termin buchen und ganz unverbindlich und frei mit Manuela reden: www.mindprocess.at Das Gespräch fand statt im Rahmen des von Lioba Heinzler durchgeführten Online-Aktionstages „Unternehmensnachfolge durch Frauen“ am 21. Juni 2021.

Adressen im Netz und auf Social Media:

 


Nachfolge ist weiblich: Mylène Thiébaud, Nachfolge-Coach aus der Schweiz

Unternehmensnachfolge mit Frauen im Fokus: Mylène Thiébaud ist Zukunftscoach, CEO und Mitinhaberin der TRANSFORMy GmbH. Sie berät Unternehmer*innen in der Planung und Umsetzung Ihre Nachfolgeregelung. Sie sorgt für Mediation zwischen den Generationen und begleitet die Firmaübergabe/-übernahme ganzheitlich. Sie hilft Unternehmern und deren Teams, Ihre Gesundheitskompetenzen weiterzuentwickeln. Ein Ausfall des Chefs aus gesundheitlichen Gründen ist oft die größte Gefahr für ein Unternehmen. Mylène Thiébaud unterstützt die Geschäftsleitung oder den Geschäftsführer beim Aufbau von Notfallplänen. Sie wird als Coach und Sparringspartnerin von Top Führungskräften für wichtige Entscheidungen oder wenn der Chef krank wird, beigezogen.

Die 43-jährige Unternehmerin studierte Lebensmittelwissenschaften an der ETH Zürich und bildete sich als Eidg. Marketingleiterin und Coach für strategische Interventionen weiter. Sie ist Mutter von 2 Kinder. Ihre ersten beruflichen Sporen verdiente sie im Innovationsbereich als Ingenieurin von Prozesslösungen in der Lebensmittelindustrie. In der strategischen Unternehmensentwicklung von Migros Aare leistete sie mit dem Projekt «Migros Daily» Pionierarbeit. Dass nicht nur die passende Strategie zum Erfolg eines Unternehmens beiträgt, lernte sie spätestens als Beraterin des CEO im Bereich Zukunftsfähigkeit. Die Implikation der Mitarbeitenden sowie die Leadership-Kompetenzen sind entscheidend, wenn es darum geht, Veränderungen zu initialisieren.

Mylène Thiébaud engagiert sich in der Öffentlichkeit, um Frauen in der Nachfolge zu stärken, und ist als Zukunftscoach eine gefragte Keynote-Speakerin. In ihrem neuen Ratgeber «Ernährung für Unternehmer*innen ab 55» und «Firmenübergabe als Angehörige souverän mitgestalten» fasst sie praktische Tipps zusammen, um die Unternehmer*innen in ihrer Zukunftsfähigkeit zu stärken. Das Gespräch fand statt im Rahmen des von Lioba Heinzler durchgeführten Online-Aktionstages „Unternehmensnachfolge durch Frauen“ am 21. Juni 2021.

Adressen im Netz und auf Social Media:

Die 6 wichtigsten Fragen, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie mit einer Unternehmensübernahme beginnen: https://transformy.ch/lp/nachfolge-selbstcheck-fuer-frauen/

Die 5 wichtigsten Fragen, die Sie sich als „Tochter vom Alten“ stellen sollten, bevor Sie das Familienunternehmen übernehmen: https://transformy.ch/lp/nachfolge-selbstcheck-toechter/

Mylènes 8 Geheimtipps, um Ihren Ehemann bei der Unternehmensnachfolge zu unterstützen: https://transformy.ch/lp/nachfolge-ratgeber-ehefrau/

Iss Dich fit für Deine Zukunft: https://transformy.ch/lp/ratgeber-ernaehrung/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/mylenethiebaud/

Website: www.transformy.ch

 


 


Sabine Walters, Firma verkauft und nochmal anders durchgestartet mit der Walters-Akademie

Sabine Walters ist seit 36 Jahren selbstständige Unternehmerin. Sie ist zertifizierte Datenschutzbeauftragte, Mediendesignerin, E-Learning-Trainerin und Autorin. Außerdem ist Sabine Mentorin für Info- und Online-Business Produkte und unterstützt bei der Generierung von passivem Einkommen. Im Interview erzählt Sabine von Ihrem Entschluss, Ihr Business zu verkaufen.

Wie es zu diesem Schritt kam und was sich aus Ihrem Neustart bis jetzt entwickelt hat. Einfach in den Newsletter eintragen. Dann gibt es einen kleinen Online-Selbstlernkurs als Dankeschön und mit jedem Newsletter ein kleines Geschenk von Sabine (z.B. Bonus / Gutschein / Gratis-Workshop / Selbstlernkurs). https://sabine-walters.com

Adressen im Netz und auf Social Media:

https://www.facebook.com/sabinewalters.onlineprodukte
https://www.instagram.com/sabine.walters.onlineprodukte/
https://www.linkedin.com/in/sabine-walters/
https://www.xing.com/profile/Sabine_Walters

 

 


Nachfolge ist weiblich – Dagmar Schulz, Existenzgründung und Startup-Beratung

Dagmar Schulz ist Inhaberin der 1a-STARTUP Unternehmensberatung für Existenzgründung, Marketing und Fördermittel und seit 2009 selbstständig. Sie ist ausgebildete Bankkauffrau, Betriebswirtin, Social Media Managerin, und Psychologischer Coach. Außerdem ist sie Autorin und veröffentlichte ein Fachbuch zur Gründung. Weil der Wunsch, sich nicht mehr für andere zu verbiegen, so groß war, kündigte Dagmar 2008 Ihren Job, ohne zu wissen, was kommt.

Sie ist Expertin für Gründungsberatung mit dem Schwerpunkt Frauen und erklärt im Gespräch, wieso gerade jetzt der richitge Zeitpunkt zum Gründen ist. 

Adressen im Netz und auf Social Media:

Checkliste und Tipps zum Gründen in Zeiten von Corona: https://www.1a-startup.de/newsletter

Website: www.1a-startup.de


 

 


Nachfolge ist weiblich – Sabine Horner, 3 Schwestern in der Nachfolge der Firma Cosline

Sabine Horner führt zusammen mit ihren beiden Schwestern den Kosmetik-Online-Shop COSLINE Cosmetics https://www.cosline.de/. Sie hat sich mit 24 Jahren selbständig gemacht und das kleine Unternehmen ihrer Mutter ausgebaut, vergrößert und von der Offline- in die Online-Welt gebracht. Jetzt 17 Jahre später ist sie hauptsächlich für das Online-Marketing zuständig. Sabine ist Expertin für einfaches & effektives Schminken. Sie war viele Jahre lang auf Messen als Make-Up-Artistin unterwegs. Außerdem zeigt Sie in zahlreichen Schminkworkshops ganz normalen Frauen, wie sie sich morgens schnell und einfach schminken können. Hier bekommt ihr kostenfrei einen wunderschönen hellbraunen Lippenstift für den Alltag (Bestseller-Farbe: Toffee) und eine Make-Up Probe zugeschickt. (Kein Scherz!). Du musst nur das Porto von 2,90 selbst bezahlen: https://bit.ly/3ctmC8d

Wir sprechen unter anderem über die Übernahme des Unternehmens, das Unternehmen an sich und wie sich Familie und Unternehmen trennen lassen. 
Adressen im Netz und auf Social Media:

 


 


Nachfolge ist weiblich – Antje Hüfner, soeben gekauft: Baltic Training Center GmbH

Antje vermittelt in erster Linie Führungs- und Teamwork-Konzepte nach skandinavischem Vorbild. Im Mai 2021 hat Sie das Baltic Training Center in Rostock übernommen, wo skandinavische Sprachen gelehrt und Auswanderwilligen bei ihrem Weg in den Norden geholfen wird. Außerdem erhalten Unternehmen die Chance sich mit skandinavischen Partnern zu connecten. Antje ist Expertin für hyggeliges Business. Anders gesagt: entspannt erfolgreich nach skandinavischem Vorbild.

Sie sorgt für Balance von Business, Beziehungen und Gesundheit als Unternehmer:in und damit auch für das Team.
Wir sprechen unter anderem über folgende Fragestellungen: Warum die Übernahme? Wie lief die Übernahme ab? Welche Hindernisse gab es? Was bringt uns skandinavische Unternehmenskultur? Wie setzen wir nun die eigenen Prinzipien in die Praxis um? Schwächen wir nicht die deutsche Wirtschaft, wenn wir Auswanderung unterstützen?
Adressen im Netz und auf Social Media:

 



 

Unternehmerin – mach, was Du willst! 8 Tipps für Deinen Erfolg

Unternehmerin – mach, was Du willst! 8 Tipps für Deinen Erfolg

“Irgendwie ist schon alles zum Thema Frauen, Männer, Kompetenz und den damit verbundenen Reaktionen gesagt!” Dennoch bleibt: Es ist auf jeden Fall immer noch weniger selbstverständlich, dass Frauen sich öffentlich zu Wort melden. Auch weil in der Gruppe der Selbständigen und Unternehmer:innen es nur ein Drittel ist, die als Unternehmerin ihr Geld verdienen. Und sicherlich gilt für diesen Bereich, wie für viele andere Bereiche in der Berufswelt auch: “Solange das Männliche die Norm ist, ist das Weibliche anormal.”

Der Schritt in die Öffentlichkeit ist für Frauen anders schwierig als für Männer – ob als Unternehmerin oder in anderer verantwortlicher Funktion, die Sichtbarkeit erfordert. Wer sich zeigt, wird gesehen. Wer heraustritt aus der Masse und erfolgreich ist, macht sich angreifbar. Es braucht eine bewusste Entscheidung und eine professionelle Strategie dafür. Einige Anregungen und Tipps dafür.

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Deine Jahresplanung für kraftvolle Ziele

Deine Jahresplanung für kraftvolle Ziele

Jahresplanung muss sein! Nur wann ist der beste Zeitpunkt?

Es ist ein paar Jahren her, dass ich im September bei einer Kollegin las, dass sie Jahresplanung für das kommende Jahr schon in Angriff genommen hätte. Ich weiß noch genau, dass mich dieser Gedanke beeindruckte, sich so früh auf das neue Jahr auszurichten. Deshalb erschien damals auf meiner to-do-Liste den Herbst hindurch immer wieder das Stichwort „Jahresplanung machen“. Doch die in meinem Business arbeitsintensiven Wochen zwischen Herbstferien und Mitte Dezember haben dafür keinen Raum gelassen. Und so beschloss ich Mitte Dezember, dass ich es wie in den vergangenen Jahren mache.

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Firmenübernahme – eine Option für Frauen, denn „Nachfolge ist weiblich“

Firmenübernahme – eine Option für Frauen, denn „Nachfolge ist weiblich“



Da wir mit dem Thema Unternehmensnachfolge und Firmenübernahme sehr sichtbar sind, gab es in den letzten Monaten wieder Männer, die sich bei mir mit einer sehr professionellen Präsentation meldeten. Ihr Anliegen war, dass sie gerne eine Firma kaufen würden und ob es bei meiner Arbeit nicht mögliche, verkaufsfähige Unternehmen gäbe. Dass bisher keine Frau dabei war, nahm ich zum Aufhänger für den nationalen Aktionstag „Nachfolge ist weiblich“. Ich ging in den Online-Gesprächen den Facetten dieses Themas im Zusammenhang mit der Unternehmensnachfolge durch Frauen nach.

Zurück zu den Anfragen: Der Firmenkauf und Verkauf ist nicht mein Kerngeschäft und deshalb verweise ich in diesen Fragen an mein großes Netzwerk.

Meine Expertise sind in erster Linie zwei Prozesse:

  • Der Weg zur eigenen Klarheit für eine souveräne Entscheidung als Abgeber*in oder Übernehmer*in,
  • die Ausbildung von Nachfolgerinnen und Nachfolgern zur zukunftsfähigen Unternehmensleitung – und immer häufiger als (Geschwister-, Lebenspartner- oder Kollegen-) Leitungsteam
  • und manchmal auch die Moderation zwischen den beteiligten Parteien (und eventuell der Familie) für eine tragfähige Lösung

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Persönliche Stärken oder die vier unterschiedlichen Menschentypen

Persönliche Stärken oder die vier unterschiedlichen Menschentypen

Jede Führungskraft kennt die tägliche Herausforderung mit der lebendigen Vielfalt und der bunten Mischung im Team umzugehen. Schließlich hat jeder eine andere Vorliebe – oder gleich mehrere. Was der eine ganz toll findet, nervt die andere. Was vor einen halbem Jahr eine gute Lösung für die meisten war, ist unter veränderten Bedingungen nun ein Ärgernis für viele. Klar ist es nicht möglich, es allen recht zu machen. Aber es ist wichtig für die Teamentwicklung, dass Sie als Führungskraft den Unmut im Blick behalten, wenn die Stimmung nicht kippen soll. Manchmal hilft es in der Reflexion über die Stärken und Schwächen, sich nochmals vor Augen zu führen, dass es neben den individuellen Unterschieden auch Grundängste oder Vorlieben bei bestimmten Typen von Menschen gibt. Und im nächsten Schritt zu überlegen, wie Sie die persönliche Stärken der einzelnen unterstützen können, damit der einzelne sich mit seinem vollen Potenzial einbringen kann.

Persönliche Stärken – Jede Stärke ist eine Schwäche und jede Schwäche eine Stärke

Menschen ticken unterschiedlich. Ich stelle Ihnen EINEN Ansatz von vielen vor, der verdeutlicht, was die Hintergründe für die Unterschiedlichkeit von Menschen ist. Das Modell wurde von Fritz Riemann vor 100 Jahren entwickelt und ist bekannt unter „Grundformen der Angst“. Es diente damals dazu, in den Anfängen der Erforschung von Psyche des Menschen Zusammenhänge zu erklären.

Im Führungsalltag ist es klug, Menschen nach ihren Fähigkeiten, Kompetenzen und Stärken einzusetzen. Das schont bei allen Beteiligten Ressourcen und Nerven. Deshalb geht es mir darum, welche Möglichkeiten Sie als Führungskraft haben, um gerade bei Veränderungsprozessen, Energien bei den Mitarbeitenden freizusetzen und Blockaden zu vermeiden. Also, wie Sie in Ihrem Team den verschiedenen persönlichen Stärken Raum geben, damit Sie leichter Ihre Ziele erreichen.

Stärke Nr. 1 – Menschen, die sich durch Regeln und Struktur sicher fühlen

Ihre liebsten Tätigkeiten sind klar strukturierte Aufgaben und Abläufe. Es gibt ihnen Sicherheit, wenn alles bleibt wie es ist und sie somit wissen, was auch in den nächsten Jahren auf sie zukommt. Schrecken jagt ihnen ein, wenn sich Dinge ändern, wenn zu vieles anders wird. In diesem Fall fragen sie oft nach und wollen verschiedene Möglichkeiten abklären: „Was ist, wenn…? Was machen wir dann…?“

Auch wenn dies für Sie als Führungskraft und die Veränderungsbegeisterten in Ihrem Team anstrengend ist: Diese Menschen sind für Ihre Arbeit ein großer Gewinn, weil sie Sie „zwingen“ vorauszudenken und die Eventualitäten mit zu berücksichtigen. Und sie sind ausdauernd und bringen eine Arbeit zu Ende.

Die tief sitzende Angst dieser Menschen ist, dass sie durch Veränderungen die Kontrolle verlieren. Sie haben dann das Gefühl dem Chaos ausgeliefert zu sein, vielleicht darin unterzugehen. Das heißt für Sie als Führungskraft: Wenn Sie die kostbare Kompetenz dieser Mitarbeitenden nutzen wollen, müssen Sie berücksichtigen, was ihnen Sicherheit gibt. Also sollten diese Menschen in einem (Veränderungs-) Projekt mitarbeiten, helfen ihnen schriftliche, detaillierte Pläne. Auch ist für sie hilfreich, immer wieder in einem Meeting einen Zwischenstopp einzulegen und die Pläne mit der wirklichen Entwicklung abzugleichen und anzupassen.

Stärke Nr. 2 – Menschen, die Veränderung und Abwechslung lieben

Eine Vorliebe dieser Menschen ist es, wenn Ihre Arbeit täglich ein neues Abenteuer ist. Sie

  • lieben Neuanfänge und das Risiko.
  • stellen auch bewährtes infrage und werfen es schnell über den Haufen.
  • leben nach dem Motto: Das Genie beherrscht das Chaos und stellen sich gerne wechselnden Aufgaben und Herausforderungen.
  • sind ideenreich, querdenkend, lebendig und kreativ.

Für diesen Menschentyp sind die heutigen Anforderungen der Arbeitswelt nach permanenter und schneller Veränderung am leichtesten machbar.

Aber wie immer: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Diese Menschen tun sich oft schwer, eine Arbeit abzuschließen, weil Neues attraktiver scheint oder weil die vielen Ideen sich nicht alle einbinden lassen. Die Vorstellung, es bleibt alles wie es ist, ist für sie gruselig. Was sie am meisten fürchten, ist, dass etwas endgültig oder begrenzt ist.

Für Sie als Führungskraft stellt dieser Typ eine besondere Herausforderung dar. Es ist, als hätten Sie einen Sack Flöhe zu hüten oder ein Feuerwerk in Bahnen zu lenken. Diese Mitarbeiter brauchen einen weit abgesteckten Arbeitsrahmen, um ihr Potenzial zu leben und gleichzeitig klare, verbindliche Vereinbarungen, um ihren verlässlichen Beitrag zum Teamergebnis zu leisten.

Stärke Nr. 3 – Menschen, bei denen setzt die Nähe zu anderen Energie frei

Diesen Menschen macht die Vorstellung alleine zu sein, sich mit anderen nicht austauschen zu können, Angst. Sie lieben die Nähe zu anderen, was ihnen gut tut und sie sich sicher fühlen lässt. Wenn Sie ein Thema erarbeiten wollen oder müssen, dann brauchen sie immer wieder auch die Resonanz von anderen. Sie lieben das Brainstorming in der Gruppe und im Kontakt mit anderen kristallisieren sie leichter das Wichtige heraus. Das was für andere nervig, zu viel, zu nah ist, genießen sie an Kontakt und Austausch mit anderen Menschen. Auch können diese Menschen gut körperliche Nähe von anderen ertragen, wie das zum Berufsalltag von Erzieherinnen, Krankengymnasten und Krankenpflegern gehört.

Und wie immer ist jede Stärke eine Schwäche: Manchmal sind sie einfach zu viel für andere da. Sie lassen die eigene Arbeit liegen, wenn sie andere im Team unterstützen können oder gehen über ihre Kräfte, sollte jemand ihre Hilfe brauchen. Hier sind Sie als Führungskraft gefordert, die eine oder andere Grenze zu setzen, wenn dieses Teammitglied es nicht gut für sich selbst kann und die eigene Stärke zum Verhängnis wird.

Stärke Nr. 4 – Menschen, die sich in Themen und Inhalte verlieben

Ja, für sie sind Menschenansammlungen und die damit verbundene Nähe ein Graus. Sie haben was von der Aura eines Wissenschaftlers im Elfenbeinturm. Sie können sich gut und tief in Themen eindenken. Ihre Stärke? Sie lieben Details, und das tagelang – ohne andere Menschen und den Austausch mit ihnen zu vermissen. Sie erarbeiten ein Thema gerne umfassend für sich alleine, wie dies Naturwissenschaftler oder Buchautoren tun. Es wird ihnen dabei auch nicht langweilig mit sich und einem Thema über lange Zeit hinweg. Für viele dieser Menschen wird eine Arbeit auch nie fertig, weil es immer noch einen Aspekt gibt, der nicht genügend erfasst wurde. Zu häufige Teamtreffen mit Kolleginnen und Kollegen stören eher mit ihren anderen Gedankengängen.

Für Sie als Führungskraft besteht die Herausforderung darin, diesen Menschen die Ruhe und den Freiraum für ihre detaillierte Arbeit zu geben, aber auch die Abgabefristen und Ressourcen im Blick zu behalten. Die angemessene Balance zwischen Austausch an den Schnittstellen im Team und der fokussierten Einzelarbeit zu finden, ist nicht einfach.

Persönliche Stärken – Im Alltag dominieren die Mischformen

Wie so oft bei solchen Modellen, zeichnen sie jeweils die Reinform, die im wirklichen Leben selten zu finden sind. Der Königsweg ist, wenn Menschen je nach Situation und Anforderung flexibel reagieren können, also mal strukturiert, mal kreativ, mal die Energie des Teams zu nutzen oder den Flow in den Tiefen der Details. Aber wer kann schon aus seiner Haut? Und gerade wenn’s stressig wird, ziehen wir uns immer wieder gerne auf das Altbekannte, seit Kindertagen vertraute zurück.

Und für Sie als Chef oder Chefin: haben Sie in der Reflexion der Typen schon Ihre eigene Stärke entdeckt? Da uns diese am vertrautesten ist, neigen wir dazu, diesen Typ Mensch besonders gerne in unser Team zu holen. Dabei ist es wichtig, dass alle vier Typen vertreten sind: für eine gute Balance und Dynamik in Ihrem Team und ein erfolgreiches Teamergebnis.

Auch Sie als Führungskraft tun gut daran, um ihre persönliche Stärken zu wissen. Was Ihnen leicht von der Hand geht. In welchem Bereich Sie exzellent sind und in welchem brillant*. UND die andere Seite, also Ihre Schwächen, gut zu kennen.

Diese andere Kompetenzseite ist in Ihrem Team auch entscheidend, für ein nachhaltiges, überzeugendes Ergebnis.

*Das ist Teil eines anderes Modells und unter dem Begriff Zone of Genius bekannt. Es unterscheidet zwischen inkompetent, kompetent, exzellent und brillant. Kompetent bedeutet, dass ich etwas kann. Exzellent heißt, ich kann etwas sehr gut, doch es kostet mich Energie. Brillant unterscheidet sich dadurch, dass ich etwas sehr gut kann und mir Energie gibt.

Erstveröffentlichung am 20. April 2015, Überarbeitung am 12.03.2020

Die Barcamp Methode – Die Teilnehmer sind das Barcamp!

Die Barcamp Methode – Die Teilnehmer sind das Barcamp!

Mittagspause. In die weißen Schüsseln löffeln Andrea, Holger und Co. eine würzige Kartoffelsuppe. Die Tische wurden auf die Schnelle zusammen geschoben. Von echter Pause kann keine Rede sein. Vielmehr wird weiter gesprochen. Berichtet. Zugehört. Das ist kein Plaudern, kein Bla-Bla. Das ist wieder so ein Aha-Moment: Die Kommunikation geht weiter in diesem Workshop – bei aller Leichtigkeit sehr ernsthaft. Es ist ein BarCamp BergischLand (#bcBerg20), das Christoph Ziegler und Lioba Heinzler veranstalten. Die Inhalte geben die Teilnehmer vor. Das ist die Barcamp Methode. Und die Teilnehmenden wollen sich immer weiter austauschen – auch in der Mittagspause am Samstag.

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