[008] Die eine Ursache der Probleme im Familienbetrieb

[008] Die eine Ursache der Probleme im Familienbetrieb

Gehören Sie zu einer Familie, die einen Betrieb leitet?

Dann kennen Sie das Gefühl, dass Sie manchmal ratlos und verzweifelt sind, weil es Ihnen einfach zu verrückt, anstrengend und kompliziert ist. Sie schwanken zwischen einfach davon laufen oder kräftig auf den Tisch hauen. Und vielleicht ziehen Sie den Schluss, dass es an Ihrer bekloppten Familie liegt oder etwas mit Ihnen nicht stimmt.

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[003] Generationswechsel im Familienunternehmen

[003] Generationswechsel im Familienunternehmen

Generationswechsel im Familienunternehmen

Ein Wechselspiel zwischen Erwartung und Befürchtung inmitten der lebendigen Dynamik einer Familie

Die Nachfolge in Familienunternehmen geht nicht mehr so einfach und selbstverständlich, wie noch vor 20 oder 30 Jahren, als der momentane Chef*in selbst in der Rolle des Nachfolgers war. Heute decken sich die individuellen Vorstellungen der Einzelnen, der gemeinschaftliche Konsens der Familie und die Notwendigkeiten einer Firma selten konfliktfrei. Die unterschiedlichen Vorstellungen beim Generationswechsel im Familienunternehmen führen oft zu Verstimmungen oder gar Streit. 

Am Ende einer Unternehmerkarriere steht die Zukunft der Firma in den Sternen, weil es an Nachfolgern fehlt. Die Unternehmensnachfolge ist anspruchsvoller und komplexer geworden, vor allem in Unternehmerfamilien. Ein Familienunternehmen zu übernehmen ist eine Gleichung mit mehreren Unbekannten.

Es gibt verschiedene „Fallen, die auftreten können – insbesondere, wenn die Nachfolgefrage zu spät gestellt wird.

Einige Facetten dieses vielfältigen Themas sind:

• Generationskonflikte in VUKA-Zeiten
• Generation Y und die Nachfolge
• Fachkräftemangel heißt auch Nachfolgermangel
• Die Mythen von Gerechtigkeit und Gleichheit
• Primogenitur – Tradition begrenzt die Möglichkeiten
• Einheiraten heißt, die ältere Verpflichtung akzeptieren
• Das unlustige Nachfolge-Spiel
• Endlich Unternehmenslenker! Oder Aufbruch in neue-alte Welten
• Unternehmensnachfolger*in: von der Kunst eigene Maßstäbe zusetzen

Bedenke: es gibt einen Nachfolgermangel

Nachfolge geht nicht mehr so einfach und selbstverständlich wie vor zwei oder drei Jahrzehnten noch. Ein Grund dafür: Fachkräftemangel heißt auch Nachfolgermangel. Eine Folge des demographischen Wandels kann eben auch daran festgemacht werden, dass in den Unternehmerfamilien die kinderreichen Familien weniger geworden sind. Die „natürliche Nachfolge“ innerhalb der Familie ist keine Selbstverständlichkeit mehr.

Die Unternehmensnachfolge in einem Familienunternehmen erfordert eine besondere Herangehensweise. So ist die Zeit der klassischen Patriarchen vorbei. Einer entscheidet, was dann unwidersprochen umzusetzen ist – das war gestern. Dadurch, dass der Umgang in den letzten 50 Jahren in den Familien partnerschaftlicher geworden ist, haben individuelle Vorstellungen mehr Gewicht.

Achtung: Familiengefüge kontra Unternehmensdenken

Individuelle Vorstellungen der Einzelnen sind selten konfliktfrei und deckungsgleich mit den Notwendigkeiten einer Firma. Generell bergen Generationsunterschiede Konfliktpotenzial. Internationalisierung, Globalisierung, Digitalisierung: Da sprechen zwei Generationen womöglich zwei Sprachen. Für die eine ist die Arbeitswelt verrückt geworden, die andere kennt sie nicht anders.

Das Vor-Denken ist elementar:
• Welche Trends sind für unser Geschäft relevant?
• Wie können wir die Kernkompetenz in die nächste Generation tragen?

Generationswechsel im Familienunternehmen und Generation Y

Lenken wir unseren Blick besonders auf die sogenannte „Generation Y“, die „Milleniums“ (die Jahrgänge 1980 bis 1995). Diese hat eine andere Grundhaltung im Leben. Für die Milleniums gehört die Verbindung von Beruf und Familie selbstverständlich zusammen. Die individuellen Entwicklungschancen auf dem „Markt der Möglichkeiten“ haben einen höheren Wert als in der Generation davor. Dabei ist eine Unternehmensnachfolge in einem Familienunternehmen aber kein Job für ein paar Jahre, sondern ein Lebensmodell.

Eine besondere Herausforderung bei der Nachfolge in Familienunternehmen ist oft das Zusammenspiel zwischen Junior und Senior: „Du lässt nicht los!“ – „Du bist nicht kompetent“. Eingefahrene Verhaltensmuster in Dauerschleife sind wenig konstruktiv und zerstören ein harmonisches Miteinander. Um diese Verhaltensmuster zu durchbrechen ist es ratsam einen Experten mit Kommunikationsexpertise hinzu zu ziehen.

Mein Resümee zum Generationswechsel im Familienunternehmen

Für mich als Beraterin ist es grundlegend, dass ich die finanziellen und vertraglichen Rahmenbedingungen kenne. Und dass ich die unterschiedlichen Blickwinkel gut zu verstehe. Doch das allein hilft nicht weiter. Das oberste Ziel meiner Arbeit ist es, dass beiden bzw. alle Seiten miteinander eine Lösung entwickeln, die tragfähig, belastbar und nachhaltig ist.

Die unterschiedlichen Themen sind erst verhandelbar, wenn sie benannt sind. Auch, wenn es um unangenehme Themen geht. Nur, was auf dem Tisch liegt, lässt sich betrachten. Es geht dabei nicht „um die verschüttete Milch“, nicht um eine Bewertung der Vergangenheit.

Es geht darum, mit den Ecksteinen und Stolpersteinen eine konstruktive Lösung für die Zukunft zu bauen. Das ist übrigens immer möglich, auch wenn das Neue ganz anders aussieht, als bisher gedacht.

Entscheidend dafür ist, dass Sie verstehen, dass

  • die Schwierigkeiten nicht an Ihnen liegen, sondern an der komplexen Situation
  • Sie sich und die Beteiligten dem Dilemma stellen, um das Paradox händeln zu können
  • Sie akzeptieren, dass es keine einfachen leichten Lösungen über Nacht gibt.

Lesen Sie den gesamten, umfangreichen Blogartikel unter: https://liobaheinzler.de/unternehmensnachfolge/familienunternehmen-uebernehmen/

In meinem Blogartikel „Familienunternehmen – Vorteile und Nachteile einer Lebensform“ geht es um die Besonderheiten, um Licht und Schatten, um die Vorteile und Nachteile im Lebensgefüge von Menschen in Unternehmerfamilien und Familienunternehmen. Immerhin werden 91% der in Deutschland geführten Betriebe und Unternehmen als Familienunternehmen geführt. 
https://liobaheinzler.de/unternehmensnachfolge/familienunternehmen-vorteile/

Der Generationswechsel im Familienunternehmen hat besondere Tücken

Der Generationswechsel im Familienunternehmen hat besondere Tücken

Ich erlebe es immer wieder: gestandene, entscheidungsfreudige, umsetzungsstarke Unternehmer, die engagiert und souverän über viele Jahre ein erfolgreiches Unternehmen leiteten, sind handlungsunfähig. Was ist passiert? Nein, sie sind nicht krank. Sie stehen vor der Herausforderung, die Unternehmensnachfolge, den Generationswechsel in der Unternehmerfamilie einzuleiten. Anzufangen, das komplexe Thema zu sortieren und erste Schritte einzuleiten. Und genau da bleiben sie stecken. Woran liegt das?

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Familienunternehmen – Vorteile und Nachteile einer Lebensform

Familienunternehmen – Vorteile und Nachteile einer Lebensform

In meinem Blogartikel und Podcastfolge geht es um die Besonderheiten, um Licht und Schatten, um die Vorteile und Nachteile im Lebensgefüge von Menschen in Unternehmerfamilien und Familienunternehmen.

Gehören Sie zu einer Familie, die einen Betrieb leitet?

Dann kennen Sie das Gefühl, dass Sie manchmal ratlos und verzweifelt sind, weil es Ihnen einfach zu verrückt, anstrengend und kompliziert ist. Sie schwanken zwischen einfach davon laufen oder kräftig auf den Tisch hauen. Und vielleicht ziehen Sie den Schluss, dass es an Ihrer bekloppten Familie liegt oder etwas mit Ihnen nicht stimmt. Dann kann ich Sie beruhigen: Nein, es liegt weder an Ihnen noch an Ihrer Familie. Der Grund ist, dass Familie und Firma einfach nicht zusammenpassen. Es sind zwei unterschiedliche Systeme, mit je unterschiedlicher Zielsetzung und Auftrag und somit eine grundlegend andere Logik haben.

Ich weiß, dass Sie Meister darin sind, im Alltag mit paradoxen Situationen umzugehen. Und Wege aus dem Dilemma zu finden. In meiner heutigen Podcast-Episode erzähle ich Ihnen, warum das so ist.

Es geht dabei um die Besonderheiten, um Licht und Schatten, um die Probleme und Herausforderungen im Lebensgefüge von Menschen in Unternehmerfamilien und Familienbetrieben. Familienunternehmen und ihre Vorteile heißt wie so oft, dass jede Stärke eine Schwäche ist und jede Schwäche auch eine Stärke. Ich spreche hier von den kleinen und mittleren Unternehmen bis 500 Mitarbeitern, in denen es noch eine große Nähe zwischen Alltag in der Familie und im Betrieb gibt.

Familienunternehmen und Unternehmensnachfolge

Da eine Familie nach einer anderen Logik funktioniert als ein Unternehmen, ist deren enge Verbindung nicht ohne Stolpersteine. Was in dem einen System richtig und sinnvoll ist, passt im anderen weniger gut. So ergibt sich manche paradoxe Situation, die trotzdem eine Lösung braucht.

Die Beteiligten müssen sich immer wieder klar darüber werden, mit welcher Rolle sie bei den verschiedenen Fragestellungen involviert sind. Das heißt auch, dass sie flexibel zwischen den Anforderungen der unterschiedlichen Rollen agieren. Das erfordert eine Menge Bereitschaft, sich immer wieder zusammenzusetzen und über die Themen auseinanderzusetzen. Die Lösungen von gestern sind nicht selten die Probleme von heute.

In einem eigentümergeführten Unternehmen müssen alle Beteiligten im Alltag immer wieder eine Trennlinie zwischen Firma und Familie ziehen. Neben den normalen Anforderungen heutiger Familien kommt hier die ungeregelte Arbeitszeit der Selbständigkeit hinzu. Da diese in der Regel die wirtschaftliche Grundlage der Familie bildet, wird sie häufig priorisiert.

Bei dieser alltäglichen Vielzahl an Aufgaben, Rollen, Anforderungen und Erwartungen den Überblick zu behalten, um zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln, ist immer wieder eine Herausforderung.

Bei solch anspruchsvollen Entscheidungen und anstrengender Kommunikation hilft Ihnen eine externe Moderation. Ich unterstütze Sie so, dass die Entscheidungsprozesse von allen Beteiligten mitgestaltet und mitgetragen werden können.

Familienunternehmen – Wo Licht ist, findet sich auch Schatten

Ein kurzes Resümee der Vorteile von Familienunternehmen und Unternehmerfamilien:

  • Langfristige Perspektive „Es wird in Generationen, nicht in Quartalen gedacht“
  • Starke Unternehmenskultur und Mitarbeiterbindung
  • Hohe Produktqualität, gute Marktkenntnisse, Innovation
  • Flexibilität und Schnelligkeit von Entscheidungen
  • Vertrauen als größtes Kapital

und Nachteile von Familienunternehmen und Unternehmerfamilien:

  • Familienkonflikte schlagen evtl. ungefiltert aufs Unternehmen durch
  • Strategische Starre
  • Vetternwirtschaft und unzureichende Personalentwicklung
  • Intransparenz und fehlendes Controlling
  • Misstrauen und Kränkung als größte Belastung und Gefahr

Bei meinem nächsten Blogartikel, gehe ich der Frage zu den Besonderheiten der Unternehmensnachfolge bei Familienunternehmen nach.

Sicherlich unterscheiden sich Unternehmerfamilien von anderen. Und dennoch ist jede auch anders. Wie sind Ihre Erfahrungen? Ich bin gespannt auf Ihren Kommentar.