Nein, ich meine mit “Mode” nicht die angesagte Rocklänge oder die Farbe der Hemden Ihrer Mitarbeiter. Sondern: Welche selbstverständlichen Gewohnheiten prägen den Arbeitsalltag in Ihrer Firma? Gewohnheiten sind nicht nur in unserem ‹normalen› Leben hilfreiche Verbündete oder eben die unsichtbaren Saboteure, die unseren vernünftigen Überlegungen und Entscheidungen lahm legen. Was für das persönliche Leben gilt, ist auch entscheidend in Ihrer Firma.

Gewohnheiten sind mächtig und wirkungsvoll.

Wie ist denn das mit der Mode bei Ihnen?

  • Wann ist eine Arbeit bei Ihnen beendet? Gehört das Wegräumen des benützten Materials dazu oder bleibt es liegen? Oder ist das eine Frage des Typs?
  • Werden in Besprechungen und Meetings klare Vereinbarungen mit allen Verantwortlichen getroffen und konkrete Termin vereinbart? Oder gibt es eher allgemeine Appelle nach dem Motto „Das sollte man mal machen!“. Oder ist die Vereinbarung am Ende der Besprechung abhängig von der zuständigen Person?
  • Ist es bei Ihnen schick, viele Überstunden zu kloppen, lange anwesend zu sein, um den Arbeitseifer zu verdeutlichen? Oder gilt Ihre Anerkennung dem guten Ergebnis in angemessener Zeit?

flickr_erich-ferdinand_change-zukunftEs ließen sich noch viele Beispiele finden. Die entscheidenden Fragen für Sie sind:

  • Welche Moden haben sich in Ihrer Firma breit gemacht?
  • Gefallen Ihnen diese? Dienen Sie dem Prozess oder Ergebnis, die Sie gern hätten?
  • Wenn nicht, sollten Sie etwas tun.

Wie verändere ich das, was sich so selbstverständlich breit gemacht hat?

Hier beginnt nun ein Veränderungsprozess. Dieser muss nicht immer die ganz großen Themen angehen. Der erste Schritt ist, dass Sie sich über die Kriterien guter Arbeit klar werden und diese mit den zentralen Personen in Ihrem Unternehmen für alle verdeutlichen.

Die nächsten Schritte des Planens, Ausprobierens und der gemeinsamen Entwicklung eines tragfähigen Konzeptes, sind vom gewünschten Ergebnis abhängig. Und dann gilt auch in diesem Falle: Es reicht nicht, ein neues Vorgehen allen zu erklären und zu implementieren. Denn damit ist es noch keine selbstverständliche Gewohnheit.

Nach der Implementierung beginnt die Phase der Integration in den Arbeitsalltag. Dieses geht nicht von heute auf morgen und es gibt bei Menschen auch nicht einen Hebel, der einfach umgelegt werden kann. Dieses Integrieren muss täglich geübt werden, bis es so selbstverständlich im Alltag ist wie Autofahren und Zähneputzen.

Neue Mode Step by Step etablieren

Mein Rat an dieser Stelle: Gehen Sie nicht zu viele Themen an, die Sie verändern wollen. Entwickeln Sie ein Thema nach dem anderen zu einem neuen Standard – einer neuen Mode – für alle in Ihrer Firma, so dass hilfreiche Gewohnheiten Ihren Mitarbeitenden und Ihnen den Arbeitsalltag leichter machen.

Herzliche Grüße,
Ihre Lioba Heinzler

(Bildquelle: «change zukunft» by Erich Ferdinand (CC BY 2.0) – keine Bildbearbeitung | no changes made.)

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