arrow down icon
Denkfehler 4:
“Ich kann es alleine, ich schaffe das!” oder 120%
Es gibt sehr gefährliche Überzeugungen, die viele selbständige Frauen haben: "Ich verlasse mich nur auf mich" oder “Als Frau muss ich 120% bringen, damit ich anerkannt werde.” Das Gefährliche dran ist, dass Du Dich mit dieser Denkweise völlig verausgabst. Das hat Folgen: körperlich und mental.
Doch warum denken das Frauen?
Für mich liegt es daran, dass:
- Frauen, sich besonders viel zumuten, weil ihnen lange Zeit Vorbilder fehlten.
- Taffe Frauen, beides wollen: Business und Kind: finanzielle Unabhängigkeit und Zeit für Familie.
- Sie wenig Anerkennung und Wertschätzung für ihre Arbeit erhalten und andere ihren Ideen und Kompetenzen nicht vertrauen.
Die Folge ist, dass sie sich zurückziehen und nur auf sich selbst vertrauen. Oder das Hase- und Igel-Spiel spielen, in dem sie noch eine Schippe drauflegen. Das ist erstmal super, sich nicht aufhalten zu lassen und den eigenen Weg, trotz Widerstände, zu gehen.
Und wie immer: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Die Gefahr liegt in der Fehleinschätzung und der Überlastung und -forderung. Die Fehleinschätzung heißt, dass kein Erfolg eine Einzelleistung ist. Jeder Erfolg ist eine Teamleistung und jede Frau hat immer auch Unterstützung. Aber ist die Gefahr groß, diese bei all dem Druck nicht sehen zu können. Und auf Dauer 120% Leistung bringen zu wollen, funktioniert nicht. Es muss also einen anderen Weg geben.
Ich unterscheide in diesem Zusammenhang zwischen den beiden Begriffen:
Überlastung ist für mich, wenn ich zu viele Aufgaben und Termine habe und ich nicht weiß, wo ich anfangen soll.
Überforderung ist für mich, wenn ich mich in ein neues Thema einarbeite, ohne eine Muse zu haben. Und dann noch schnell Ergebnisse liefern und anwenden.
Mir tut es gut zu wissen, dass ich Verbündete habe und weiß, dass ich nicht alles alleine schaffen muss.
Und dann gibt es noch eine Marketing-Botschaft, die gerne genutzt wird: "Wenn ich es geschafft habe, dann schaffst Du das auch"
Ich finde diese Aussage gefährlich, wenn Technikfreaks und Marketingfachfrauen dies erzählen. Ja, wenn Du Informatik studiert hast, dann fällt Dir die Arbeit mit den vielen neuen digitalen Tools leicht. Wenn Du Marketing studiert hast, weißt Du, dass die Kommunikation mit dem Interessenten vor dem Kauf eine andere, als die bei der Arbeit mit dem Kunden ist.
Wenn Du aber eine Expertin für Unternehmensprozesse oder Anwältin bist, dann sind diese Fachgebiete Dir fremd. Als Architektin kennst Du Dich in vielen Techniken aus, jedoch IT-Technik für ein Business ist nicht Dein Fachgebiet. Wenn Du ein Tanzstudio leitest, kennst Du Dich gut mit Körpersprache aus, aber nicht unbedingt mit der Sprache des Marketings. Und es ist einfach nicht wahr, dass Du diese mal eben lernst, sowenig wie jemand Deine Expertise sich "mal eben" aneignet.
Du musst auch nicht alle Tools und die gesamte Technik beherrschen. Die Gute Nachricht, die ich Dir heute, nach vielen Irrwegen sagen kann:
- Für die Technik gibt es unkomplizierte Lösungen für Nichtfachfrauen.
- Was Du für das Marketing wissen und anwenden musst, damit es für Dich funktioniert, genauso.
Mein Learning: