„Niemals war mehr Anfang als jetzt“ (Walt Whitman 1819-1892)
Ja, genau jetzt. Ausgerechnet jetzt.
Wenn die Nachrichten mal wieder schwer im Magen liegen, die Welt sich anfühlt wie ein schlechter Fortsetzungsroman ohne erkennbare Handlung – ausgerechnet dann flüstert Walt Whitman uns etwas ins Ohr. Kein frommer Wunsch, keine leere Durchhalteparole. Sondern eine ziemlich freche Behauptung: Jetzt ist Anfang. Mehr als je zuvor.
Und er hat recht.
Der Frühling kümmert sich herzlich wenig um geopolitische Verwerfungen. Die Kirschblüte verhandelt keine Waffenstillstände, die Schwalbe kennt keinen Zollstreit, und der erste warme Abend auf der Terrasse lässt sich durch keinen Leitartikel abschaffen. Die Natur besteht stur auf ihrem Programm – und das ist keine Naivität, das ist Haltung.
Gerade in Zeiten, in denen vieles auseinanderzufallen droht, braucht es Menschen, die neu anfangen. Die ein Unternehmen gründen, obwohl die Zinsen pieken. Die ein Kind bekommen, obwohl die Zukunft ungewiss ist. Die einen Baum pflanzen – in dem Wissen, dass sie vielleicht nicht in seinem Schatten sitzen werden. Anfänge sind keine Aussagen über die Lage der Welt. Sie sind Aussagen über die Haltung derer, die in ihr leben.
Whitman schrieb seine Zeilen nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg – inmitten von Trümmern, Erschöpfung und gesellschaftlichem Riss. Kein Schönwetter-Poet also. Sondern jemand, der wusste: Anfänge entstehen nicht trotz der Dunkelheit, sondern oft genau in ihr.
Der Frühlingsanfang am 20. März ist insofern kein Zufall, sondern ein Versprechen: Die Erde dreht sich weiter, das Licht kehrt zurück, und wer will, kann heute etwas beginnen.
Ein Gespräch. Ein Projekt. Eine Versöhnung. Einen Garten.
Niemals war mehr Anfang als jetzt. Man muss ihn nur wollen. 🌱
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Unser neuer Neujahrsgruß zum Frühlingsanfang 2025
Viele Jahre hatten wir diesen zu Beginn des Kalenderjahres verschickt. Doch mir war es in den vergangenen Jahren einfach zu viel, in der turbulenten Zeit des Jahresendgeschäfts, des Weihnachtstrubels.
Wir starten unser Businessjahr seit 2025 am 1. Februar. Welch eine Entspannung. Und lassen die alte Idee neu aufleben, mit einem persönlichen Gruß zum Frühlingsanfang und zu Norooz, dem persischen Neujahr. Ich weiß aus verlässlicher Quelle, dass nach wie vor 14 Tage lang im Iran und in den persischen Familien weltweit intensiv das neue Jahr begrüßt wird.

Festlich geschmückter Tisch zu Nooruz in der Familie meines Mannes
Ich bin als Prophetin in die Welt geboren worden und diese Überzeugung erfüllt mich mit Demut, Zittern und Beben. Ada Lovelace, London 1815-1852
Den Spruch haben wir 2025 gewählt, weil es so viele kostbare Prophetinnen in dieser Welt gibt, deren Botschaft unter dem Scheffel verkümmert. Stell Deine großartige Idee, die diese Welt zu einem besseren Ort macht, mitten rein, damit Du sie nicht aus den Augen verlierst und auch die anderen sehen können, wofür Du stehst und brennst.
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Übrigens war Ada Lovelace ihrer Zeit um Längen voraus: etwa 100 Jahre vor der Erfindung des ersten Computers schrieb die Mathematikerin bereits das weltweit erste Computerprogramm. In den 1970er Jahren wurde die Programmiersprache ADA nach der Visionärin benannt.

*sagt ein finnisches Sprichwort.






