Businessumbau: Wie Du Dein Dienstleistungsunternehmen nachfolgefähig machst

Businessumbau: Wie Du Dein Dienstleistungsunternehmen nachfolgefähig machst

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als mir die Frage zum ersten Mal wirklich ernst wurde. Nicht als Theorie. Nicht als Seminarinhalt. Sondern als echte, persönliche Frage, die mich nicht mehr losließ:

Was muss ich tun, damit mein Unternehmen in ein paar Jahren verkaufsfähig – ist?

Ich bin seit vielen Jahren in der Begleitung von Unternehmerfamilien und Nachfolgeprozessen unterwegs. Ich kenne die Theorie. Ich kenne die Stolpersteine. Ich kenne die emotionalen Dramen, die hinter geschlossenen Türen stattfinden, wenn Familie und Firma aufeinandertreffen.

Und dann sitze ich da. Mit meinem eigenen Business. Firmenname: Lioba Heinzler.

Und merklich amüsiert und gleichzeitig leicht erschrocken stelle ich fest: Mein Business kann niemand übernehmen.

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Workation an der Algarve und in meinem Elternhaus – spannende Erfahrungen in Zeiten von New Work

Workation an der Algarve und in meinem Elternhaus – spannende Erfahrungen in Zeiten von New Work

Vor 5 Jahren hatten wir die Idee, dass ortsunabhängiges Arbeiten toll für uns wäre. Im Dezember 2022 haben wir es für 14 Tage an der Algarve ausprobiert und es gefiel uns.

Von langer Hand planten wir dann im vergangenen Jahr 6 Wochen am Stück. Ich habe frühzeitig allen Kunden Bescheid gegeben, dass ich Termine vor Ort nur bis Anfang November annehmen werde. Wir waren begeistert.
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Arbeitsqualität – in 3 einfachen Steps Deine Firma weiterentwickeln

Arbeitsqualität – in 3 einfachen Steps Deine Firma weiterentwickeln

Manche Chefs und Chefinnen denken, dass es doch klar sei, was die Arbeitsqualität ausmacht: nämlich genau so, wie sie es sich vorstellen. Allerdings sprechen sie oft zu wenig darüber, weil sie davon ausgehen, dass die Mitarbeitenden genau dieselbe Vorstellung haben. Und manche Chefs denken, dass Arbeitsqualität einzig und allein bedeutet, Dinge schnell und routiniert abzuarbeiten.

 

Achtung – hier droht auf Dauer Gefahr: Wenn die Arbeit so eng getaktet ist, dass keine Zeit bleibt zum Vordenken, Planen und Nachdenken, dann gibt es keine Weiterentwicklung der möglichen Lösungen und Arbeitsweisen. Vielleicht hätte es noch eine andere, bessere Möglichkeit für eine höhere Qualität der Arbeit gegeben?

Lieber Chef, liebe Chefin bedenke: Vor- und Nachdenken hilft!

… und zwar vor dem Beginn einer Arbeit, nach Beendigung, manchmal allein und auch miteinander. Also, wenn Du möchtest, dass Du weiterhin zu den Besten Deines Fachs gehörst, dann bedenke, dass zu jeder zu erledigenden Aufgabe drei altbekannte Schritte gehören:

  1. Vorbereiten
  2. Ausführen
  3. Nachdenken oder Manöverkritik

Im Arbeitsalltag wird leider meistens nur die Ausführungsphase beachtet, denn diese gilt als “produktiv”. Doch kluge Führungskräfte wissen: Die vermeintlich unproduktiven Zeiten der Vor- und Nachbereitung machen Produktivität und die Arbeitsqualität erst möglich, aber nur, wenn man alle drei Phasen gezielt einsetzt. Darum empfehle ich:

3 routinierte Steps für die systematische Entwicklung der Arbeitsqualität

Step 1: Die Schnell-Analyse

Wie sieht die Verteilung bei Dir aus? Gewichte prozentual, wie viel Aufmerksamkeit und Zeit Du für Vorbereitung – Ausführung – Manöverkritik bisher Deinen Mitarbeitenden einräumst:

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Meiner Erfahrung nach gibt es eine kleine Prozentzahl bei der Vorbereitung und eine noch kleinere beim Stichwort Auswertung und Manöverkritik. Wenn Du unkompliziert in diesem Bereich etwas ändern willst, dann ist mein Tipp:

Stepp 2: Das Auffälligkeiten-Heft

Am aussagekräftigsten ist die Manöverkritik, die automatisch die Vorbereitung und Ausführung beeinflusst. Darum ist eine gute Sofort-Maßnahme das Auffälligkeiten-Heft:

  • Verteilen Sie ein kleines Heft in einheitlicher, auffälliger Farbe an jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter.
  • Sie laden Ihre Mitarbeitenden ein, alles zu notieren, was ihnen auffällt in Planung und Durchführung, am besten mit Datum oder Kundennamen. Eine Anmerkung am Rande: Jeder wird gerne nach seiner Einschätzung und seinen Ideen gefragt. Und die Leute „an der Front“ wissen am besten Bescheid, was wichtig ist, sich störend auswirkt und meist wie es besser gehen könnte. Außerdem sollen Deine Mitarbeitenden Verbesserungsideen notieren, wenn diese ihnen einfallen. – Das muss aber nicht sein. Auf jeden Fall muss den Mitarbeitenden klar werden, dass sie alle Auffälligkeiten zur Sprache bringen sollen, auch wenn sie keine Lösung parat haben. So bindest Du nah am jeweiligen Arbeitsplatz die Mitarbeitenden als Expert*innen mit ein, die Arbeitsqualität Schritt für Schritt zu verbessern.
  • Wichtig ist bei den Notizen: Bitte keine Stichworte, denn nach 14 Tagen wissen die wenigsten, was sich hinter diesem Wort verbirgt, aber aussagekräftige Halbsätze reichen!

 Step 3: Die Auswertung

  • Einer aus dem Team sammelt die Ergebnisse und das musst nicht Du als Führungskraft sein. Ihr überlegt (gemeinsam), in welchem Intervall eine Auswertung sinnvoll ist.
  • Du wählst aus, was im Team und was im Vier-Augen-Gespräch ausgewertet wird. Ein wichtiger Hinweis: Wenn Du oder die anderen Teammitglieder Ideen und Notizen abwerten, wird keiner mehr etwas Wesentliches notieren. Also erstmal sammeln und dann nach Priorität bearbeiten.
  • Beraume regelmäßige Besprechungen an, bei denen es um die Verbesserung der zentralen Themen geht: Was? Wer? Bis wann? – oder offene Ideenbrainstormings. Die Ergebnisse kurz und knackig, auch gerne in Tabellenformat und unkompliziert, gerne auch handschriftlich festhalten.

Wenn Du mit Deinem Team in diese Schritte Zeit investierst und ihr konstruktiv miteinander arbeitet, ist dies wertvolle Zeit, die Eure Arbeitsqualität verbessert und für die Weiterentwicklung Deiner Firma sorgt. Auf diese Art läuft der kontinuierliche Verbesserungsprozess in Deinem Team buchstäblich wie nebenbei. Und Du hast Deine Leute mit im Boot, wenn es um die Weiterentwicklung ihrer Arbeit geht.

Die kontinuierliche Entwicklung der Arbeitsqualität schenkt neue Freiheiten

Wenn Du weitere Möglichkeiten suchst, wie Du Deine Firma weiterentwickeln und die Qualität der Arbeit steigern kannst, dann lege ich Dir meinen umfangreichen  Blogartikel zur Selbstführung in 3 Schritten ans Herz.

Mit der systematischen Verbesserung in Euren Abläufen und Prozessen kommst Du mit Deinem Team dem produktiven 5 Stunden Business-Tag näher. Wenn dieser Dich interessiert, dann höre rein in die Podcastfolge oder schau Dir meinen kostenfreien Online-Workshop mit Umsetzungs-Handout an.

Überarbeitung des Artikels am 18. April 2022, Originalartikel vom 13. Oktober 2015

Dein Fünf Stunden Business-Tag

Dein Fünf Stunden Business-Tag

Wie baue ich meinen Arbeitstag auf, dass ich in fünf Stunden das Wichtigste erledigt ist und ich mich um andere Dinge kümmern kann?

Dieses Thema taucht immer häufiger in meinen Beratungen auf und lange war es ein typisches Frauenthema, dass eben Nachfolgerinnen sagten: 

Ich habe Interesse an Mamas und Papas Firma, aber so wie diese eben 60, 70 Stunden arbeiten möchte ich das nicht. Ist jetzt auch nicht so, dass mein Partner sagt, er übernimmt den Teil mit den Kindern und dem Haushalt. Irgendwie muss eine andere Lösung her.

Schon seit Jahren überlege ich mit diesen jungen Frauen, wie es in ihrem Fall gehen kann. Und inzwischen gibt es junge Männer, die sagen:

Nö. Ich habe auch noch andere Ideen. Ja, für die Kinder will ich mehr Zeit haben als mein Vater.

Und ich habe im Moment einen Nachfolger in meiner Begleitung, der einfach gerne wieder viel Musik machen möchte, neben der Familie mit den drei kleinen Kindern. Ja, und das geht. Da sind wir auf einem ganz guten Weg.

Zum einen gibt es die jungen Eltern, die den Anforderungen mit Kindern, vielleicht im Moment sogar mit Homeschooling und Traum, Kindergarten, Gefühl und den Anforderungen im Betrieb gerecht werden müssen. Und gehörst Du zu dieser Gruppe der Nachfolger, als Nachfolgerin, dann hast Du einfach Spaß an Deiner Arbeit und willst die Welt aus den Angeln heben. 

Und dann ist mir noch etwas anderes aufgefallen. 

Auch für die Selbständigen, Unternehmer und Unternehmerinnen, die weder als Abgeber noch als Übernehmende im Moment an Nachfolge denken, ist es klug ihr Business auf einen 5 Stunden Business-Tag auszurichten. Weil das, was Dir heute mehr Freiheit gibt, macht Dein Unternehmen attraktiv für den Verkauf. Das ist seit einiger Zeit auch meine Motivation und ich bin schon ganz gut auf dem Weg zu meinem 5 Stunden Business-Tag. 

Dein fünf Stunden Business-Tag ist ein individueller Prozess nach einem System

Und es ist ein Prozess im Außen, die Aufgaben zu regeln und Termine zu vereinbaren oder eben auch nicht. Und es ist ein Prozess innen, zwischen den Ohren, die Dinge mit sich selber zu regeln. Es gibt bei jedem eine Menge, wo man denkt: Das kann ich doch nicht machen. So kann man nicht erfolgreich sein. Was denken die anderen darüber? Und wenn Du gerade diese Stimmen nicht kennst, vermute ich, dass Du andere hast. 

Wenn Du das Gefühl hast, ich bin verwickelt, ich komm da nicht raus und habe auch keine Ahnung, wie es gehen soll. Oder Du das Gefühl von Druck, das ist mir alles zu eng. Das passt für mich nicht. Dann bist Du hier richtig. Und dann lass uns mal genauer gucken, was das ist. So ist deine Situation und dabei hättest Du das eigentlich ganz gerne anders.

Du würdest gern in Ruhe deine Arbeit machen und hättest auch gerne entspannten Freiraum, um neue Ideen zu entwickeln. 

Nicht nur stumpfes Abarbeiten, stressig hin und her "titschen", sondern in Ruhe arbeiten und gelassen neue Ideen entwickeln. Dir ist wichtig, mit Deinen Leuten gut zusammenzuarbeiten, Spaß zu haben. Und das ist manchmal nicht so ganz einfach, vor allem, wenn man ein Team übernimmt. Das ist eine große Herausforderung bei den Nachfolgern und Nachfolgerinnen.  

Da stellt sich die Frage, wie unkomplizierte Zusammenarbeit funktioniert? Wie geht das, dass deine Leute mit Dir an einem Strang ziehen? Wie geht das, dass ihr Spaß habt und produktiv Arbeitsergebnisse hinkriegt? 

Und Du wünschst Dir, dass die Work- Life Balance wie es manchmal heißt, dass Privates und Berufliches immer in einer guten Symbiose stehen. Eigentlich kann es ja ganz einfach sein, weil ...

Dein fünf Stunden Business-Tag - alles, was Du brauchst, ist vorhanden: es ist in Dir!

Allerdings passen die Puzzleteile noch nicht ganz zusammen und es braucht ein paar Anregungen von außen, damit Du das innen noch mal neu sortierst. Also Du lernst hier bei mir ein paar Dinge kennen, aber das Entscheidende bist Du und das ist schon da. 

Was Du lernen wirst, ist die Welt noch mal anders zu sehen. Also ein Perspektivwechsel, auf das, was schon da ist.. Das wirkt jedoch oft ganz einfach, ist aber ein bisschen tricky, weil wir unsere prinzipiellen Gewohnheiten verändern, auf Dinge zu schauen und sie anders zu bewerten als bisher.

Die Frage ist ja immer, wo fange ich an, mich zu sortieren bei einem solchen Projekt?

Als erstes steht die Entscheidung: Ich will! mit fünf Stunden Arbeitszeit am Tag klarkommen, erfolgreich sein und nicht weniger verdienen. 

Danach geht es darum, dass Du Deine Premium Arbeitszeit findest und dass Du diese nutzt. Was heißt nun Premium Arbeitszeit? Also die Frage ist:

  • Wann bist Du am produktivsten?
  • Wann steht Dir alles Potenzial in Deinem Kopf zur Verfügung?
  • Wann hast Du die meiste Energie, Neues zu denken, auf den Punkt zu bringen und auch Entscheidungen zu fällen?

Bei mir ist meine Premium Arbeitszeit morgens direkt als erstes und die hüte ich sehr.  Also, ich hab mir meine Arbeitszeit so gestrickt, wie sie mir entgegenkommt und entspricht. Wenn ich intensiv gearbeitet und viele Entscheidungen gefällt habe, dann wird mein "Entscheidungsmuskel" auch müde. Das heißt, wenn ich am Nachmittag um 17:00 irgendwas entscheiden soll, dann merke ich, dass es viel zäher und anstrengender ist als um acht Uhr morgens. 

Die Frage ist also, wann bist Du am produktivsten? Und das hat zum einen mit Deinem Biorhythmus zu tun. Also bist Du eine Lerche, die morgens leicht aus dem Bett springt oder bist Du eine Eule? Und eigentlich läufst du erst ab 16:00 oder 18:00 zur Höchstform auf ...

Wenn jetzt bei Dir sofort kommt: Ja, eigentlich bin ich eine Eule, aber da habe ich die Kinder ...

Dann muss man überlegen, wie das geht. Ich habe Frauen mit Kindern begleitet, die überlegt haben: zwei Tage in der Woche will ich von 16:00 bis 20:00 Uhr intensiv arbeiten. Das ist nun Papazeit für die Kinder. 

Und ich habe auch Kunden, die sagen: Meine beste und produktivste Zeit ist von 20:00 bis 22:00 Uhr. Warum nicht? Das ist eine der Freiheiten der Selbständigen. 

In 80 % meiner Tage beginne ich mit meiner Premium-Arbeitszeit. Das heißt, ich habe morgens keine Termine mit anderen, sondern ich arbeite an meinen Themen, an Konzepten, an dem, was mein Business weiterbringt. Das war nicht immer so. Es ist ein Prozess der letzten Jahre, mir diese Freiheit rauszunehmen. Ich habe den Vorteil, dass ich eine Lerche bin und den üblichen gesellschaftlichen Vorstellungen über Arbeit entspreche. Es ist für die Eulen natürlich anspruchsvoller, sich morgens Zeit fürs Fitnessstudio oder zum Spazieren gehen zu nehmen. Da macht sich schon mal schnell breit:

Dein fünf Stunden Business-Tag: Was denken die anderen? 

Und diese gesellschaftlichen Vorstellungen kristallisieren sich noch mal besonders raus, wenn Du zu einer Unternehmerfamilie gehörst. Wenn Mama und Papa es immer anders gemacht haben, brauchst Du eine gutes Standing und ein Vertrauen in Dich, wie es für Dich am besten ist und wie Du dann Deinen Arbeitstag gestaltest. Also schau, wann bist Du am produktivsten? Deine Premium Arbeitszeit verteidigst Du mit Zähnen und Klauen. Und das heißt, alles was Dich in der Zeit unterbricht oder stört muss weg. 

Bei mir gibt es kein PopUp, Icon oder Benachrichtigungston am Rechner, was mir sagt, dass eine neue E-Mail eingegangen ist. Diese Dinge sind alle bei mir ausgeschaltet. Ebenso steht mein Telefon auf lautlos. 

Wenn du jetzt denkst: "Oh Gott, die hat gut reden. Von meiner Arbeit, hat sie keine Ahnung!" - dann stimmt das. 

Und meine Frage ist, ob Du als Notarzt oder bei der Feuerwehr arbeitest. Dann hast Du Rufbereitschaft und musst jederzeit rausfahren.

Anders ist es, wenn Du einen Schreibtischjob hast, bei dem es darum geht, Dich auf Themen zu konzentrieren und mit- oder durchzudenken. Vielleicht als Ingenieurin oder als Meister ein umfangreiches Angebot zu entwickeln, oder als Personalerin die eingegangenen Bewerbungen zu sichten, dann kannst Du nicht ständig switchen, wenn Du schnelle gute Ergebnisse haben willst. Wer zwischen: "ich bin jederzeit erreichbar für jeden und ich muss hochkonzentrierte Arbeit machen" hin und her springt, zahlt einen hohen Preis.

Das heißt, wenn Du beides bedienen musst: erreichbar sein für Kunden und konzeptionell tief einsteigen, - dann ist es für Deine Arbeitszufriedenheit und Dein Stresslevel wichtig, dass Du es zeitlich trennst.

Deine Arbeitszeit ist Lebenszeit und ist somit das Kostbarste, was Du hast. 

Es ist kostbarer als Geld. Wenn Du selbstständig bist, weißt Du, wie man Umsatz, also Geld macht. Das Wichtigste, was Du hast, ist Deine Lebenszeit. Und da geht es darum, dass Du die so leben kannst, wie Du willst. 

Ich erlebe immer wieder, dass Selbständige und Unternehmerinnen, um an ihrer Strategie und am Inhalt ihres Unternehmens zu arbeiten, sich die Zeit nehmen, die übrig ist.

Entweder abends, - eigentlich schon fix und fertig. Da kann ich einfach nicht mehr nachdenken. Oder am Sonntag Nachmittag oder im Urlaub einen halben Tag. 

Oder sie denken Tag und Nacht, ständig über ihre Firma nach, egal ob sie die Kinder ins Bett bringen oder auf dem Tennisplatz stehen.

Das ist keine Lösung. Dies ist nicht angemessen für ein Unternehmen, das von der Energie und Kompetenz der Unternehmerin lebt. Hilfreich ist, wenn Du Dir klare Zeiten für die unterschiedlichen Tätigkeiten reservierst. Vielen hilft auch die Unterscheidung zwischen den Arbeitsstunden als Fachkraft, Managerin und Unternehmerin: 

Die Fachkraftstunden lassen sich am leichtesten ersetzen. Die Dinge zu organisieren, zu managen ist eine eigene, spezielle Fähigkeit. Die musst Du vielleicht gar nicht unbedingt selbst tun. 

Das Allerwichtigste sind Unternehmerstunden und da geht es darum, vorauszudenken: Wohin entwickelt sich der Markt? Was sagt der Kunde, was bei ihm brennt? Kann ich dafür eine Lösung bieten? Das ist das Thema, bei dem Du in erster Linie gefragt bist. Das ist nicht einfach und selten auf den ersten Blick klar. Du muss darüber nachdenken, mit anderen sprechen, Dir Informationen einholen, Gedanken hin und her wälzen, um die für Dich und Euch besten Ideen zu entwickeln. 

Wenn Du nun hier tiefer einsteigen willst, dann lege ich Dir mein ausführlichen Online-Workshop mit Arbeits-Handout zum Download ans Herz.

Goethe wird ja zugeschrieben: Erfolg hat drei Buchstaben - Tun. Das mag zur Zeit von Goethe gestimmt haben und hat auch heute noch zu einem Drittel seine Berechtigung. Aber nur zu einem Drittel. Zweimal denken, einmal tun. 

Einmal vordenken und - das vergessen die allermeisten - das Nachdenken. Review sagen inzwischen die agilen Arbeitsmethoden oder ganz klassisch Reflexion oder Bilanz ziehen. Was ist gelungen, was ist nicht gelungen? Das geht in die nächste Vorausplanung wieder rein. Und das heißt, die Weiterentwicklung Deines Business geschieht zirkulär. Dabei träumen wir davon, dass es progressiv geht.

Geht aber nicht. Warum? Weil wir nur Schritt für Schritt unsere Sicht auf die Dinge, unseren Denkrahmen oder Mindset verändern können. Und erst, wenn Deine Erkenntnisse selbstverständliche, tägliche Gewohnheiten sind, geht es leichter.

Dein fünf Stunden Business-Tag ist nur mit einer guten Unternehmensstrategie möglich

Neben deiner Premium Arbeitszeit und der Entwicklung Deines Denkrahmens ist es entscheidend, eine sinnvolle Unternehmensstrategie zu haben oder zu entwickeln.

Diese Strategie hat auch etwas mit Deinem Denkrahmen zu tun. Wie das?

Du kannst nur erreichen, was Du Dir vorstellen kannst oder umgekehrt: was Du Dir nicht vorstellen kannst, kannst Du auch nicht erreichen. Es geht darum, Ideen zu entwickeln. Wie könntest Du Deine ganz individuelle Business Maschine entwickeln? Denke voraus und handle strategisch. 

Es gibt drei Hauptprozesse in einem Unternehmen:  

  1. Wie liefere ich mein Produkt, meine Dienstleistung aus? Also, wenn jemand gekauft hat, wie kriegt er das, was er will?  
  2. Wie gewinne ich jemand, der sich für mein Produkt interessiert, als Kunden?
  3. Wie komme ich an Interessenten, die dann eventuell kaufen und denen ich dann etwas liefern kann?

Damit diese drei wichtigsten Prozesse mit wenig Reibung funktionieren, ist entscheidend, wie Du mit Deinen Kunden und Mitarbeitern kommunizierst. Und bei diesem Thema hat sich Wesentliches verändert in den letzten Jahren.

Kundenkommunikation - also Marketing - ist spezifischer geworden. Kunden sind durch das Internet besser informiert als noch vor 20 Jahren. Das heißt, auch Du musstest einiges anpassen. Und auch die Kommunikation mit Mitarbeitern hat sich wesentlich verändert. Ja, New Work und Vertrauensarbeitszeit sind Stichworte dazu. Die Orts- und Zeitgrenzen sind flexibler geworden. Die nachwachsende Generationen hat andere Vorstellungen von Arbeit und der Fachkräftemangel macht es nicht einfacher.

Und bei all diesen Anforderungen ist es wichtig, dass Du Dein "Warum" klar hast: Deine Botschaft, Deine Message, Dein Herzblut-Statement nenne ich das. Denn du als Unternehmerin wirst als Person immer wichtiger. Das hängt einfach auch mit der Vielfalt dieser Welt zusammen. Und das heißt - Profil zu zeigen - Dich als Person und Deine Art der Kommunikation, denn Produkte sind austauschbar. 

Ich habe dazu das Bild des Hauses aufgegriffen und differenziert dargestellt, was den Keller ausmacht und das unsichtbare Fundament bedeutet. Am besten schaust Du den Online-Workshop in Ruhe an, dann sind die Zusammenhänge leichter zu verstehen und Du kannst mit dem Handout direkt für Dein Business arbeiten.

Jedes erfolgreiche Unternehmen ist eine individuelle Maßanfertigung, eine Unikat Business Maschine. Und da geht es drum, dass die Zahnräder gut ineinandergreifen. Das macht sie attraktiv für Dich und für andere und damit auch irgendwann verkaufsfähig. 

Natürlich ist der Bauplan für die eigene Business Maschine sehr individuell. Er hängt von der Branche, vom Geschäftsmodell, von den Ressourcen, von der Vision der Unternehmerin, von der Mission, also dem Herzblut, dem Warum ab. 

Und Deine Business-Maschine braucht zum einen Deine individuelle Sicht auf die Dinge, Deine Sicherheit und Vertrauen, Dein Selbst-Bild. Und sie braucht für ihre Entwicklung und Transformation immer wieder von außen Feedback und Rückmeldung: Bin ich noch in der Spur? Woran hakt es und wo mache ich mir das Leben schwer?

Es geht zum einen darum, eine Business Maschine zu entwickeln. Das sind die Gründung und die ersten Jahre des Aufbaus. Und weiter geht es dann natürlich, diese Business Maschine zu pflegen. Da gehört dann auch ein Führungskreis und Mitarbeiterteam dazu. Hier ist nun die Herausforderung gemeinsam zu schauen, wo müssen wir nachjustieren, damit es rund läuft?

Was mein Ratschlag an dem Punkt immer ist:

Dein fünf Stunden Business-Tag braucht Klausurtage

Du hast die Premium-Arbeitszeit im normalen Alltag, um zum einen intensiv Deine Arbeit IM Unternehmen zu erledigen und um in regelmäßigen Abständen AM Unternehmen zu arbeiten. Und dann nimmst Du Dir Zeit einmal im Halbjahr, wo Du einfach mal einen ganzen Tag aus der Firma rausgehst. Du sitzt nicht wie üblichen im Büro, sondern um mit Abstand, quasi einem Adlerblick über das Ganze zu fliegen und schaust, wie es läuft.

Wie ist es denn, wenn wir im Alltag in dem klein-klein sind, dann übersehen wir oft, wie das große Ganze zusammengehört. Im Alltag geht uns oft der Überblick über die gesamte Business-Maschine verloren.

Deshalb rate ich Dir als Unternehmerin zum einen, Dich immer wieder rauszuziehen aus dem Alltagstrubel. Und dies auch mit Deinem Team, Deinem Führungskreis ein oder zweimal im Jahr für ein oder zwei Tage. Natürlich kann es auch quartalsmäßig richtig sein. Alle, die agil arbeiten, machen dies in kürzeren Abständen: noch mal schauen, was läuft, was läuft nicht und was müssen wir anpacken und anpassen? 

Oft sagen mir Verantwortliche, dass sie keine Zeit dafür haben. - Das glaube ich nicht. 

Wenn Du Dir die Zeit nicht für eine sinnvolle Weiterentwicklung und Planung nimmst, dann verplemperst viel mehr Zeit im Alltag. Und je klarer Du Deine Strategie und den Überblick hast und Dich auf das wichtigste konzentrierst, umso mehr Zeit sparst Du ja in der Ausführung. Und manchmal ist es hilfreich, Dir einen professionellen Sparringspartner oder externe Moderation zu gönnen, damit Deine und Eure Klausurtage durchschlagenden Erfolg haben.

Mein Rat: Egal wo Du mit Deinem Business stehst: nimm Dir für Deinen Erfolg regelmäßig Zeit für Klausurtage.

Nach der Strategie für Deine Business-Maschine gibt es einen weiteren wesentlichen Baustein, damit das mit den fünf Stunden Business-Tag klappt:

Dein fünf Stunden Business-Tag braucht eine Community, die das Unternehmertum sehen wie Du

Noch ist das Übliche: wer viel arbeitet, hat Erfolg. Wer bis zum Umfallen arbeitet, arbeitet am besten.

Immer noch ist das Mindset oder die Vorstellung, dass harte Arbeit Erfolg bringt. Das ist das Konzept des letzten Jahrhunderts. Denn Du kannst Dich heute mit harter Arbeit tot arbeiten.

Du brauchst also für Deinen Weg zu Deinem 5 Stunden Business-Tag andere, die so ähnlich denken wie Du. 

Und die in derselben Arena stehen, wie Du. Es bringt Dir nix, wenn jemand, der kein Unternehmen führt, dazu etwas sagt. Ja, das ist ja ganz häufig der Fall, dass Selbständige mit einem Menschen verheiratet sind, der in Festanstellung ist und für diesen sieht ein Arbeitsalltag und die Verantwortung anders aus. 

In der Selbstständigkeit trägst Du Verantwortung für alles. Und da gilt es, klug zu schauen, dass eben so wenig wie möglich Überraschungen gibt. Am Feierabend oder am Wochenende oder im Urlaub.  

Vielleicht hast Du manchmal das Gefühl, ich stehe hier allein auf weiter Flu: wenn ich es nicht tun würde, dann würde nichts laufen. Ein Business braucht immer andere Menschen, damit es erfolgreich ist. Ohne Deine Kunden, ohne die Lieferanten, ohne Deine Mitarbeiter liefe nichts. Du hast ein Netzwerk, was Dich trägt und hält. Es ist wichtig, sich das immer wieder mal bewusst zu machen. Das ist der eine Teil. 

Uund der andere Teil ist: Wer ist wirklich Deine Community? Wer sind Deine Sparringspartner auf Augenhöhe? Vielleicht triffest Du Dich regelmäßig mit Deinen Kommilitonen mit denen Du studiert hast, die heute als Ingenieuren tätig sind. Oder mit den anderen Physiotherapeutin aus dem Berufsverband, die überwiedgend in Festanstellung sind. Ja, für den fachlichen Austausch ist das gut. Aber die haben keine Ahnung von Selbstständigkeit und Unternehmertum. Wenn sie Dir Ratschläge für Deine Selbstständigkeit geben, das passt einfach nicht.

Netzwerktreffen wie Business Breakfast, Business Lunch oder After Work Treffen sind, um "Näschen zu zeigen" wichtig.

Das sind aber keine Sparringspartnerinnen für Dich, um Dich wirklich intensiv auseinander zu tauschen. Bei diesen Netzwerktreffen signalisiert jeder: Ich bin gut unterwegs. Ich bin erfolgreich, Mir geht's gut. Da spreche ich nicht von meinen Sorgen und Nöten. Dafür brauchst Du ein anderes Setting. 

Und da ist die Frage: Hast Du einen Zirkel, einen Kreis, ...

Wem gibst Du die Erlaubnis, dass sie Dir ein Feedback geben, ein Feedback auf Augenhöhe? Beim Netzwerktreffen gebe ich nicht einfach so ein Feedback. Ich mache vielleicht mal ein Kompliment: "Tolle neue Werkshalle haben Sie." Oder "Klasse, dass Sie das mit Ihren Mitarbeitern gestemmt haben". Aber kritische Töne sind da nicht angemessen.

Wer darf Dir ein kritisches Feedback geben, das Du vertrauensvoll annehmen kannst? Ja, wir sind soziale Wesen und wir brauchen Rückmeldung und Feedback. Daran wachsen wir. Und bei Selbständigen und Unternehmern ist immer die Frage: Wer kann eine unabhängige, professionelle Rückmeldung geben?

Dafür braucht es bestimmte Settings. Sie haben Namen wie Mastermindgruppe, Erfolgsteam, Business Buddy, Business-Coaching, also eine direkte Sparringspartnerin, einen Coach, eine Coachinggruppe.

Was es auch immer ist: geht es dabei in erster Linie um die eigene Reflektion: Wie mach ich's? Wie könnte ich es machen? Gibt es noch andere Möglichkeiten? Was denkst Du dazu? Es geht um die eigene Art und Haltung, deren Überprüfung und Dein  Handwerkszeug weiter zu entwickeln, um klug Entscheidungen zu fällen.

Zum Thema Community findest Du im Handout des Online-Workshop auch eine Menge Anregungen. 

 

Dein fünf Stunden Business-Tag - Das Wichtigste auf einen Blick

Entscheidend für den Prozess zu Deinem fünf Stunden Business-Tag ist der Dreiklang

1️⃣ Mindset mit täglichem Training im Sinne von Wann ist meine Premium Arbeitszeit? Ich sage Training, weil das ist nichts, was automatisch funktioniert. Es braucht eine Weile, bis es selbstverständlich ist.  Stelle Dir Fagen wie: Wie könnte es ganz anders sein? Was willst du? Wie willst Du es so konkret wie möglich? Und dann geht es darum, dass Du diese Reise Deiner Business-Entwicklung hin zum fünf Stunden Business-Tag genießt. Heute. Jeden Tag. 

2️⃣ Strategie für Deine Business-Maschine: Nimm Dir bewußt Zeit dafür und versuche mit fremden Augen das gewohnte Business zu sehen: Was ist schon alles vorhanden, auf dem wir aufbauen können? Wie könnte es einfach gehen? Denke schriftlich, damit Deine kostbaren Gedanken nicht verloren gehen.

3️⃣ Umgebe Dich mit Menschen, die ähnliche Vorstellungen haben wie Du. Die Dich inspirieren bei Deinen Überlegungen.

Wenn Du Unterstützung und Abkürzungen suchst, um zügig Deinen fünf Stunden Business-Tag zu realisieren, dann lass uns miteinander sprechen. Je nach Unternehmensgröße brauchst Du unterschiedliche Unterstützung. 

Ja, das ist ein strategisches Thema. Und die große Herausforderung bei strategischen Themen ist immer, dass es nicht jetzt sofort sein muss, sondern das kann ich ja auch noch morgen machen ... oder übermorgen ...

Nicht, dass mir das fremd wäre. Darum ist es am klügsten und einfachsten, wenn ich feste Termine habe und ich mich mit anderen durch eine verabrede. Ich nenne das dann ganz gerne auch den Weight-Watcher-Effekt 😉 Auch beim Abnehmen sind die Regeln klar, doch die Termine helfen bei der Verbindlichkeit, um schneller ans Ziel zu kommen.

Jetzt ist es an Dir.

Lass uns miteinander sprechen.

Wo stehst Du mit Deinem Business?

Unser Unternehmens-Check "Always busy oder Business" gibt Dir umgehend Antwort.

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Veränderungsmanagement –  nicht nur für Nachfolger*innen

Veränderungsmanagement – nicht nur für Nachfolger*innen

Die Change Management Phasen im Überblick

Dass diese Arbeitswelt verrückt geworden ist, da sage ich Ihnen nichts Neues. Auch dass sich Firmen heute in vielen Branchen schnell verändern müssen, ohne genau zu wissen, wohin, ist eine Tatsache. Deshalb ist es sehr zentral, dass Sie als Nachfolger oder Nachfolgerin wissen, wie Sie das Veränderungsmanagement in Ihrer Firma sinnvoll leiten. Ich stelle Ihnen vor, wie Sie Schritte für Schritt am besten vorgehen, um den Veränderungsprozess souverän zu kommunizieren. Ich zeige Ihnen mit welchen Formen des Widerstands Sie rechnen müssen. Und wie Sie darauf Kräfte schonend reagieren.

Als Unternehmer, als Unternehmerin haben Sie zwei zentrale Aufgaben:

  • zum einen das normale Alltagsgeschäft am Laufen zu halten -
  • UND sich den anstehenden Veränderungen zu stellen und diese umzusetzen, damit Ihr Betrieb zukunftsfähig bleibt.

Dass diese Veränderungen immer komplexer werden, und immer mehr und immer schneller, da sage ich Ihnen nichts Neues.
Und wenn Sie als Verantwortlicher kein richtigen Packan für die Steuerung des Wandels in Ihrem Betrieb haben, dann habe ich für Sie einen verlässlichen Fahrplan, damit Ihr Changemanagement gelingt …

 

Die wichtigsten Stellschrauben für Sie als Nachfolger im Veränderungsmanagement sind:

Die drei verschiedenen Formen des Widerstands, die Ihnen garantiert bei Ihren Leuten begegnen werden und wie Sie darauf am besten reagieren, damit es keine anstrengenden Turbulenzen im Team gibt:

  1. Kognitiver Widerstand
  2. Emotionaler Widerstand
  3. Widerstand auf der Beziehungsebene

Die 8 logischen Schritte der Veränderung, mit denen Sie souverän den Prozess steuern (nach John Kotter):

  1. Gefühl der Dringlichkeit wecken
  2. Führungskoalition aufbauen
  3. Vision entwickeln
  4. Kommunikation der Vision
  5. Handlungsfreiräume schaffen
  6. Kurzfristige Erfolge erzeugen
  7. Erfolge konsolidieren
  8. Neue Kultur verankern

Das heißt, dass Sie ab sofort die Veränderungen proaktiv, nachhaltig und stressarm gestalten ohne unnötige Aufregungen im Team.
Die schnellen und komplexen Veränderungen machen vor keiner Branche halt. Es hilft also nur, damit professionell umzugehen.

Mein eigener Berufsweg ist dauerhaftes Veränderungsmanagement

Wenn Sie die erste Folge meines Podcasts gehört haben, dann wissen Sie dass mein Berufsweg bisher bunt. Und denndoch hat er einen klaren roten Faden: ich will immer wieder neue Herausforderungen und Freude an meiner Arbeit haben. Dass das in den fast 40 Jahren Berufswelt möglich war – ich habe noch mit 16 Jahren meine erste Ausbildung begonnen – heißt, dass ich oft etwas verändern musst: z. B. etwas neues lernen, oder den Rahmen und die Organisation oder mein Businessmodell verändern.
Auch Im Moment baue ich wieder mein Business um, denn die neuen Zeiten brauchen andere Antworten. Das erzähle ich Ihnen, denn Leben heißt einfach Veränderung. Und dabei gibt es zwei Möglichkeiten: entweder ich gestalte aktiv und zukunftsorientiert oder das Leben zwingt mich und mir bleibt nur die Reaktion.

Die Zukunftsfähigkeit der Firma hängt am Change Management

Egal, ob Sie Ihren Betrieb gerade übernommen oder schon länger in der Verantwortung stehen: Sie sind immer wieder mittendrin im Veränderungsprozess. Dabei machen sich unzählig viele Erwartungen, Hoffnungen und Ängste der Mitarbeiter, Kunden, Familie und Lieferanten an Ihnen fest. Und Sie selbst haben jede Menge Vorgaben, die Sie einhalten müssen und haben selbst auch eigene Vorstellungen, wie es in Zukunft gehen kann

Das heißt: es gibt kein Veränderungsmanagement ohne Konflikte und Widerstände. Wenn Sie das als erstes akzeptieren, ist es für Sie leichter damit umzugehen. Und die Art der Widerstände ist von der Situation und dem Menschentyp abhängig

Von den Widerständen im Veränderungsprozess

Der erste der drei grundlegenden Widerstände ist der einfachste: Der Mensch in diesem Widerstand hat einen kognitiven Widerstand. Er braucht Zahlen, Daten, Fakten. Er hat einfach etwas noch nicht verstanden. Mit einer Skizze oder einigen knackigen Argumenten können Sie diesen Widerstand auflösen und der Mitarbeiter kann Ihnen leicht folgen. Würden Sie diesem Mitarbeiter anbieten, wir gehen nochmal einen zusammen trinken, dann würde das bei seinem Widerstand nicht helfen. Er wäre eher irritiert und bestätigt im Sinne: „Ich verstehe das nicht!“

Bei der zweiten Form, dem emotionalen Widerstand, wird es schon anspruchsvoller. Gegen das Gefühl: „Ich will das nicht!“ helfen keine rationalen Argumente. In diesem Fall ist es wichtig, dass Ihre Angebote das Gefühl berücksichtigen und ernst nehmen. Für diesen Mitarbeiter sind vielleicht Veränderungen überhaupt ein Problem, weil er oder sie befürchtet, Ihre Sicherheit zu verlieren. Oder im Leben des Mitarbeiters stehen viele private Veränderungen an und bei der Arbeit soll doch alles bleiben, wie es ist, weil es der Ort der Sicherheit ist… Hier geht Ihre Intervention klugerweise in die Richtung emotionale Sicherheit und Verbindung herzustellen, Wertschätzung und Anerkennung auszudrücken.

Die dritte Form ist die schwierigste Art des Widerstands. „Ich vertraue Dir nicht“ stellt die Vertrauensebene zur Führungsperson in Frage. Der Mitarbeiter geht davon aus, dass Sie als Führungsperson diese Veränderung nicht anleiten können. Die vertrauensvolle Beziehung ist gestört und ohne eine vertrauensvolle Beziehung können Sie nichts bewirken. Die Frage ist also, was das Vertrauen und die Beziehung stärkt. Da können Angebote wie gemeinsame Aktionen hilfreich sein, aber auch ein Gespräch darüber, was zur Enttäuschung führte.

 

Die Gretenfrage: Leiten Sie als Nachfolger oder lassen Sie leiten und sind Spielball?

Bei allen Widerständen und Konflikten bleibt es Ihre Notwendigkeit, alle so gut es geht mitzunehmen, so dass alle in einem Boot sitzen und die gemeinsame Veränderung zu stemmen. Ihre Aufgabe als Chef ist, das Changeprojekt Schritt für Schritt voranzutreiben und die Menschen im Team mit zunehmen. Denn immer ist die Frage, ob Sie den Veränderungsprozess führen. Oder, ob Sie durch den Prozess geschubst werden und nur reagieren können? Sind Sie Gestalter, Gestalterin oder Spielball?

Übrigens, es gelingt selten alle Mitarbeitenden bei einem Veränderungsprozess mitzunehmen. Wichtig ist, dass Sie nicht zuviel Energie in die Kollegen investieren, die sich nicht bewegen wollen. Wenn Sie überprüft haben, was der Grund der Weigerung ist und als Verantwortlicher im Kontakt mit diesem Menschen verschiedenes angeboten haben, dann ist es an dem Mitarbeitenden sich in Bewegung zu setzen. Es ist für Sie zu anstrengend, wenn Sie versuchen den Hund zum Jagen zu tragen. Lassen Sie die Ausharrer einfach stehen, wo sie stehen und richten Sie Ihre Energie an denen aus, die die Veränderungen mit Ihnen ohne Widerstände angehen. Die Zeit wird zeigen, ob diese mitgehen oder nicht.

Sinnvolle Schritte des Veränderungsmanagement

Nach den möglichen Widerständen Ihres Teams auf die Veränderung, stelle ich Ihnen die einzelnen Etappen im Veränderungsprozess vor. Damit gelingt Ihre Transformation in Ihrem Unternehmen fokussiert mit Ihrem Team gelingt: Step by Step

1. Gefühl der Dringlichkeit wecken

Der Beginn ist immer gleich: Da passieren Dinge, die ungewöhnlich sind. Erst denken Sie, es ist eine Ausnahme. Sie können die Zeichen nicht deuten, und erkennen nicht, worum es geht und wohin es gehen wird.
Ein konkretes Beispiel: Es begann vor ein paar Jahren, dass das Finden von neuen Auszubildenden oder Mitarbeitenden nicht mehr klappte, wie in den vielen, vielen Jahren davor. Und im ersten Jahr waren Sie irritiert und Sie wissen inzwischen, dass der Fachkräftemangel und Generation Y andere Gesetze haben … Doch zu Beginn dieser Veränderung haben Sie das Muster noch nicht erkannt. Sie standen wie im Nebel. Erstmal ist Irritation und Chaos. Das ist normal.

Doch die Zeichen verdichten sich und lassen ein Muster erkennen. Nach 2 oder 3 Jahren mit der aufwändigen Suche nach neuen Abzubildenden haben Sie verstanden: Wir müssen in der Firma etwas anders machen, sonst haben wir auf Dauer ein massives Problem. Die Zeit ist reif, altes zu verändern, bisherige standardisierte Abläufe aufzubrechen. Mit der Zeit weckte diese Erkenntnis in Ihnen ein Gefühl der Dringlichkeit. Es geht um was. Das Thema ist wichtig. Die Veränderung ist existenziell.

2. Führungskoalition aufbauen

Und glauben Sie nicht, dass Sie etwas, was für Ihre ganze Firma entscheidend ist, dass Sie dies alleine schaffen.
Sie brauchen Verbündete, die mit Ihnen die Dringlichkeit erkennen. Die mit Ihnen deutlich spüren, dass Sie gemeinsam handeln müssen, um das Unheil abzuwenden. Das kann außerhalb Ihrer Firma Ihr Berufsverband oder die Kammer sein oder intern der Ausbildungsleiter. Und im Fall des Fachkräftemangels brauchen Sie die Unterstützung aller Team- und Abteilungsleiter, denn das Thema ist eine Herausforderung an die gesamte Unternehmenskultur, wenn Sie neue Mitarbeiter nicht nur finden wollen, sondern auf Dauer auch binden.

3. Vision entwickeln

Gemeinsam entwickeln Sie mit den anderen Verantwortlichen eine Vorstellung, wie es am Ende optimal sein soll. Dieses gemeinsame Bild macht Sie als Führungskoalition stark. Sie verzetteln sich, wenn Sie keinen gemeinsamen Fixstern haben, der Ihnen in den Turbulenzen der Veränderung die Richtung zeigt. Je klarer Sie haben, wie am Ende des Prozesses das Thema in Ihrem Unternehmen sich darstellen soll, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie es auch erreichen. Diese vage Vorstellung: „Ja, ich hätte ganz gerne so ein bisschen mehr …“ ist ein netter Gedanke, der aber keine Kraft hat, wirklich etwas zu bewegen. Also: Was will ich? Was wollen wir gemeinsam?

4. Kommunikation der Vision

Ihr gemeinsames, großes Bild, das Sie verbindet und Orientierung gibt, kommunizieren und teilen Sie mit dem gesamten Team und vielleicht auch mit Kooperationspartnern, Lieferanten und Kunden. Es ist entscheidend, dass alle wissen, wohin die Reise geht. Alle brauchen eine klare und konkrete Vorstellung davon, wie es am Ende sein wird. Das Endbild zu kommunizieren ist wichtig, damit die Beteiligten verstehen, dass es auf diesem unbekannten Terrain schon mal den einen oder anderen Umweg geben wird.

5. Handlungsfreiräume schaffen

Nun beginnen Sie mit den ersten Versuchen der Umsetzung. Wie immer, wenn Sie etwas Neues ausprobieren, wird es nicht auf Anhieb gelingen. Experimentieren Sie. Erlauben Sie sich und den anderen das Spiel und das Scheitern. Nur diese garantieren Erfolge.
Das ist oft der schwierigste Teil, weil das Experimentieren, das Ausprobieren und über den Haufen werfen und nochmals neu beginnen, wir uns als Erwachsene nicht trauen. Wir schreiben das eher den Kindern zu und gehen davon aus, dass wenn wir ein Buch dazu lesen oder einen Fachman, eine Fachfrau dazu holen, wird es auf Anhieb klappen.
Wenn das Ergebnis wirklich zu Ihnen passen soll und keine Schablonenlösung ist, dann kommen Sie um das Ausprobieren, bis es passt, nicht drum herum. Ihre gelungenen Experimente führen Sie verbindlich ein. Vielleicht erst in einem Bereich, sammeln Erfahrungen damit und vervollständigen diese. Sie lassen Sie wachsen und reifen. Sie sorgen dafür, dass die Bedingungen für das weitere Wachstum stimmen.

6. Kurzfristige Erfolge erzeugen

Vergessen Sie nicht, sich an den Blüten Ihres Erfolges zu freuen. Feiern Sie die Erfolge.
Wir sind oft zu anspruchsvoll und sehen sehr genau was noch fehlt. Jedoch gerade die Anerkennung und Dankbarkeit für das, was schon vorhanden ist, lässt dies weiter gedeihen. Hier gilt, wie in vielen anderen Dingen auch: alles, was ich beachte, verstärkt sich. Schauen Sie vor allem auf das, was noch fehlt, dann wird der weitere Weg anstrengend. Schauen Sie auf das, was Sie schon da ist, wird der weitere Weg durch das leichtere Gefühl einfacher. Halten Sie inne und schauen Sie auf die Etappe zurück. Spüren und genießen Sie, was sie geleistet haben ohne wenn und aber. Alleine und mit anderen.

7. Erfolge konsolidieren

Neue Errungenschaften sind oft flüchtig, weil das Alte und Gewohnte im Arbeitsalltag mächtig ist. Deshalb festigen Sie, was gelungen ist. Sichern Sie Ihre Erfolge. Vertiefen Sie die neuen Gewohnheiten solange, bis Sie wie mit 10 Jahre Autofahrpraxis nicht mehr über die einzelnen Tätigkeiten nachdenken. Wenn Sie nicht mehr mit sich selbst diskutieren, ob Sie nun in der alten oder neuen Weise tun, dann ist die Integration gelungen.
Viele Veränderungsprozesse enden bei der Implementierung. Das reicht jedoch nicht. Sie kennen das, wenn Sie selbst etwas verändern wollten, wie das Thema Sport, oder gesundes Essen, oder mit dem Rauchen aufhören… Auch wenn Sie sich gut informiert haben und wissen, wie sie es jetzt angehen, auch wenn Sie beschließen es ab sofort anders zu machen, solange Sie mit sich immer wieder diskutieren, ob Sie die Laufschuhe am morgen oder am Abend oder besser doch morgen anziehen, solange ist das Thema nicht wirklich in Ihr Leben integriert. Wenn die neue Weise selbstverständlich und unauffällig geschieht, wie das Dahinplätschern eines Bachs, dann haben Sie die neue Variante in Ihren Arbeitsalltag integriert.

8. Neue Kultur verankern

Erst wenn etwas selbstverständlich in Ihren Alltag integriert ist, haben Sie eine neue Kultur verankert. Sie denken nicht mehr bewusst darüber nach, sondern machen es ganz selbstverständlich auf die neue Weise. Es gehört zu Ihnen. Jetzt ist die Transformation abgeschlossen. Nun können Sie neue Themen und Projekte angehen.

Welchen Veränderungsprozess kann es bei Ihnen geben?

Diese Schritte sind sinnvoll bei großen Changeprozessen in Ihrem Betrieb wie

  • die Nachfolge oder der Generationswechsel
  • bei Fusionen von Unternehmen
  • auch bei der Einführung einer ganz neuen Technologie wie eine neue Unternehmenssoftware und Veränderungen der Arbeitsabläufen
  • die Einführung einer neuen Führungs- und Unternehmenskultur, weil die alte Form zu anstrengend ist
  • die Fluktuation, der Wechsel der Mitarbeiter oder der Krankenstand zu hoch sind.

Es gibt verschiedene Anlässe und Gründe, die Auslöser dafür sind, Ihren Betrieb umzubauen, damit Sie zukunftsfähig bleiben. Eines ist jedoch ganz zentral: werden Sie sich selbst zuvor so klar wie möglich, was und wie Sie etwas verändern wollen, bevor Sie Ihre Leute ansprechen. Wenn Sie das WAS oder das WIE für sich selbst noch nicht geklärt haben, verwirren Sie Ihre Belegschaft, fördern den Flurfunk und fördern eine destruktive Unruhe. Deshalb ist es so wichtig, dass Sie sich außerhalb Ihrer Organisation sortieren und Ihr Veränderungsmanagement professionell steuern. Solange Sie alleine über Ihr Thema nachdenken, kommen Sie auch immer auf dieselben Gedanken und bestätigen, was sie schon lange darüber denken. Machen Sie sich Ihr Leben als Unternehmer leichter, indem Sie sich eine Mastermind-Gruppe suchen oder einen Mentor oder Mentorin.

Zu diesem Thema finden Sie in meiner Mediathek das Handout „Changemanagement leicht gemacht“. Das können Sie sich kostenfrei herunterladen. Sie können diesen Inhalt auch als Video in meiner Mediathek sehen. Im Video, wie auch im Handout, sehen Sie ein Ausschnittbild meines großen Bodenbrettes, mit dem ich die anstehende Veränderung mit meinen Kunden plastisch darstelle. Anhand der logischen Schritte ist jedem in wenigen Minuten der Ablauf einleuchtend klar und gut nachvollziehbar und die anstehende Veränderung kann ganz praktisch geplant werden.

Blogartikel von 19. Oktober 2019, überarbeitet am 10. Dezember 2021

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Ich war in Miami Beach und machte dort zum ersten Mal ein paar Tage Urlaub. Und was soll ich sagen: Sonne, Strand, Wärme und Palmen taten mir gut! Doch ich sah noch etwas Anderes, was Sie sicherlich zumindest auf Bildern oder in Filmen auch schon gesehen haben: die Lifeguard Towers, die Stelzenhütten der Rettungsschwimmer, am Strand. Die Hütten sind den Tag über besetzt mit „Bademeister*innen“, die die Badenden in den Fluten und die Kite Surfer in den Wellen im Blick haben, aber auch für die Sonnenanbeter und Strandläufer ansprechbar sind. Und eine solche Hütte brauchen alle Selbständigen und Unternehmer. Ein Unternehmen führen bedeutet, den Überblick zu behalten, um das Unternehmen souverän und erfolgreich zu steuern. (mehr …)