Nachfolger gesucht –
Ja, es gibt einen Nachfolgermangel …

Das klassische 3 Phasen Modell der Unternehmensnachfolge

Lioba Heinzler, Nachfolgeplanung
Phase 1 - Für den Übergebenden: Planen Sie vom Tag Ihrer Verabschiedung rückwärts

Wenn Sie sich in absehbarer Zeit weitestgehend aus dem operativen Geschäft zurückziehen wollen, stehen Sie vor diesen Fragen und müssen bereits jetzt die Weichen stellen:

  • Welche Menschen kommen für die Nachfolge in Frage?
  • Sind es eher Familienmitglieder oder ist ein externer Verkauf besser?
  • Welchen Wert hat Ihre Firma?
  • Was wollen Sie mit dem Verkauf erzielen?
  • Welche rechtlichen und finanziellen Fragen sind noch zu berücksichtigen?

Die für Sie wichtigste Frage ist jedoch, wie Sie für sich, Ihre Familie und Ihr Unternehmen die optimale Lösung finden, damit Ihr Lebenswerk in Ihrem Sinne fortgeführt werden kann. Eine umsichtige Nachfolgeplanung ist eine gute Antwort hierauf. Es erleichtert Ihnen das Loslassen.

Phase 1 - Für den Übernehmenden: Die existenzielle Herausforderung zwischen Spannung und Respekt

Unabhängig davon, ob Sie als Familienmitglied bereits seit Jahren auf die Nachfolge vorbereitet wurden, sich dazu bereit erklären, weil es schade um das Familienunternehmen wäre oder als engagierter Mitarbeiter nachrücken sollen…

Sie stehen vor einer großen Herausforderung: Wie gut Sie es sich auch überlegen und wie kompetent sie auch sind: Sie wissen nie sicher, ob Ihre Entscheidungen gut ausgehen. Es gibt immer Entwicklungen, von denen Sie existenziell abhängig sind. Sie brauchen einen guten Überblick – klare Entscheidungen, die mit Kopf, Herz und Bauch getroffen werden. Eine solide Nachfolgeplanung gibt Ihnen Überblick. Machen Sie sich früh genug mit allem vertraut. Fünf Jahre sind eine gute Zeit, um souverän in die neue Aufgabe hineinzuwachsen.

Phase 2 - Die Stunde null: Die Übergabe
Nach guter Vorbereitung beider Partner folgt nun ein arbeitsintensives Jahr mit Wirtschaftsprüfern, Banken, Steuerberatern und Finanzamt. Je besser Sie vorbereitet sind, desto sicherer können Sie sein, dass Themen wie Finanzen, Steuern und Kredite im besten Sinne geregelt sind. Hier bewahrt Sie Vorausschau und Gründlichkeit vor späteren Differenzen.

Sie schreiben jetzt Ihre Firmengeschichte fort! Je klarer Sie beide in Ihren Emotionen, Werten und Bewertungen sind, desto positiver sind Ihre Erfahrungen. Klare Verabredungen zwischen ihnen erleichtern eine reibungslose Übergabe.

.. und Sie sorgen gemeinsam dafür, dass es gut weitergeht.

Phase 3 - Ganz neu und doch nicht: Die Staffel wurde weitergegeben.

Als Nachfolger treffen Sie auf eine vorhandene Unternehmenskultur. Meist entspricht diese nicht exakt dem Leitbild. Als Familienmitglied oder Mitarbeiter können sich darin „geschmeidig“ bewegen.

Als Externer beginnt für Sie Orientierungsreise durch eine Kultur, die jeder kennt außer Ihnen. Nun sind Sie als Führungskraft gefragt. Sie treffen auf eine eingeschworene Mannschaft, die alles im Sinn hat, nur keine Veränderung. Widerstände sind Ihnen sicher.

Sie sind Zukunftsunternehmer, haben Großes vor, wollen anpacken und gestalten – also Dinge verändern… Das stößt nicht überall auf Gegenliebe. Ihr neues Team und Sie müssen erst zusammenwachsen. Jede Mannschaft verändert sich bei einem großen Einschnitt wie diesem. Ihre Aufgabe ist, Vertrauen aufzubauen und die zentralen Träger von Wissen und Kundenkontakten an das Unternehmen zu binden.

Handlungsspielraum klären – Es macht einen Unterschied, ob Sie die Gesamtverantwortung tragen, in einer Doppelspitze agieren oder sich mit stillen Gesellschafter abstimmen müssen. Die Situation bei all den unterschiedlichen Interessen zu überschauen, erfordert Zeit und Energie. Und eine klare Kommunikation, damit unterschwellige Konflikte nicht an anderer Stelle weiterwirken…

Die Unternehmensnachfolge steht an und Sie finden keinen Nachfolger.

Ja, es gibt einen Nachfolgermangel, nicht nur einen Fachkräftemangel. Die nachwachsende Generation ist zahlenmäßig kleiner als die abgebende Generation der Baby-Boomer. Außerdem hat die junge Generation heute beruflich viele Optionen. Die klassischen Geschäftsmodelle stehen oft nicht ganz oben auf der Wunschliste.

Die Frage ist: Was macht Ihr Unternehmen verkaufsfähig und attraktiv für einen Nachfolger, eine Nachfolgerin? Und dabei ist es gleichgültig, welche der Varianten Sie forcieren:

  • familieninterner Generationswechsel,
  • fimeninterne  Weitergabe
  • firmenexterne Unternehmensnachfolge.

Die Faustformel lautet:
“Je standardisierter die Abläufe und Prozesse sind, um so attraktiver ist das Unternehmen für die Nachfolge.”

Oder umgekehrt: je weniger wichtig die einzelne Person ist und damit leichter ersetzbar oder das Alltagsgeschäft nicht von deren Tagesform abhängig, umso leichter lässt sich eine Firma übernehmen.

Taditionell ist das bei größeren Firmen von 50 Mitarbeitenden aufwärts immer schon üblich. Allerdings schafft hier die Digitalisierung ungeahnte Möglichkeiten, weil auch in Kleinstbetrieben damit Standardisierung möglich ist. Es geht darum, Ihr individuelles Angebot zu systematisieren. Dies wird bei Dienstleistern “Signaturesystem” genannt.

Dies lässt sich entwickeln und aufsetzen. Allerdings nicht von heute auf morgen. Das braucht Zeit, Hirnschmalz und Umsetzung.

Verkaufsfähiges Unternehmen

Das Vorgehen dabei ist:

(Übrigens: Punkt 1 ist eine Chefentscheidung. Ab Punkt 2 binden Sie Ihr Team ein, um es frühzeitig auf die Veränderung auszurichten.)

1. Entscheidung: “Ich will!” mein Unternehmen so aufsetzen, dass es von mir als Person unabhängiger ist und hochwertige Ergebnisse für den Kunden durch Standards und Systeme bringt.

2. Analyse der Ressourcen: “Was ist schon alles da?” Expertise, Personal, Kunden, Material, …

3. Expedition ins eigene Unternehmen: “Welche unserer Lösungen bringt den größtmöglichen Gewinn – für beide Seiten?” Kundenanfragen der letzten Jahre genauer untersuchen und systematisieren.

4. Forschen: “Woher weht der Wind?” Trends und Markt analysieren und Kunden befragen.

5. Positionieren: “Wofür stehen wir?” Ein Thema benennen, was dem Kunden bewußt ist und er auch googelt.

6. System bauen für das Hauptgeschäft: “Wie geht es smart: einfach und effektiv?” Von der Internetseite zum Angebot zur Auftragserteilung und der Abarbeitung.

 

Lioba Heinzler

Sie können dies für sich alleine erarbeiten. Oder Sie lassen sich bei diesem strategischen Thema unterstützen. Gerne begleite ich Sie mit Ihrem Team als erfahrene Architektin bei diesem Umbau Ihres Unternehmens.

Unternehmenszukunft braucht Zukunftsunternehmer*innen.

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