Unternehmensnachfolge durch Frauen – Aktionstag 2023

Unternehmensnachfolge durch Frauen – Aktionstag 2023

Noch immer sind es weniger Frauen, die in den Familienunternehmen als Nachfolgerin einsteigen. Noch ist es eher ungewöhnlich, Unternehmensnachfolge als berufliche Alternative für Frauen in Erwägung zu ziehen. Dabei bieten sich hier viele interessante, beruflich herausfordernde Perspektiven für Frauen. Wir nehmen den bundesweiten Aktionstag zum Anlass, dieses Thema durch Interviews aus verschiedenen Blickwinkeln anzuschauen. Deutlich wird dabei auch, dass erfolgreiche Unternehmerinnen nicht geboren werden, sondern es immer ein Entwicklungprozess ist. Und dass selbständige Frauen ihren beruflichen Weg in vielfältiger Weise gehen.

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Persönliche Stärken oder die vier unterschiedlichen Menschentypen

Persönliche Stärken oder die vier unterschiedlichen Menschentypen

Jede Führungskraft kennt die tägliche Herausforderung mit der lebendigen Vielfalt und der bunten Mischung im Team umzugehen. Schließlich hat jeder eine andere Vorliebe – oder gleich mehrere. Was der eine ganz toll findet, nervt die andere. Was vor einen halbem Jahr eine gute Lösung für die meisten war, ist unter veränderten Bedingungen nun ein Ärgernis für viele. Klar ist es nicht möglich, es allen recht zu machen. Aber es ist wichtig für die Teamentwicklung, dass Sie als Führungskraft den Unmut im Blick behalten, wenn die Stimmung nicht kippen soll.

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Denkfehler – Blockaden und Hindernisse für Dein Business

Denkfehler – Blockaden und Hindernisse für Dein Business

Denkfehler sind gemein: wir können sie recht einfach bei anderen sehen, doch unsere eigenen bleiben uns lange verborgen. So ging es auch mir. Ich verrate Dir meine Denkfehler, damit Du Deinen vielleicht schneller auf die Spur kommst.

Vielleicht wähltest Du, wie ich und viele andere Frauen, die Selbständigkeit, um unabhängiger zu sein: Zeitlich, inhaltlich und auch finanziell.

Und, es könnte Dir wie mir ergangen sein: Die Idee vom entspannten und profitablen Business als Selbständige oder Unternehmerin funktioniert bei mir in der Realität lange nicht.

Vielleicht ergeht es Dir so:

  • Du bist schon länger selbständig. Doch Dein Business passt einfach nicht richtig für Dich: Du arbeitest zu viel und verdienst zu wenig;
  • Du dachtest, wenn die Kinder größer sind, dann wird es mit Deinem Business leichter;
  • es nervt Dich, dass andere, die weniger kompetent sind, mehr Kunden haben,
  • Du willst mehr freie Zeit für Deine Familie oder Dein Hobby.

Dein Ziel ist, Dein Business profitabel und professionell zu führen, ohne Tag und Nacht zu arbeiten.

Gut, dass Du hier bist und mit mir meine Stolpersteine ansiehst. Ich erzähle Dir, welchen verqueren Denkschleifen ich auf die Spur kam und wie sich dadurch mein BusinessLeben veränderte. Denn Denkfehler sind Sand im Getriebe Deines Business. Sandkörner sind sehr klein - aber ihre Auswirkungen können sehr groß und weitreichend sein.

Heute habe ich ein Business, wie ich es mir wünsche. Doch bis es so weit war, gab es ein paar Denkfehler, also falsche Annahmen, die mich ausbremsten. Davon erzähle ich Dir heute.


>>  Übrigens, wenn Du Dir lieber ein Video dazu ansiehst,

dann klicke hier <<


 

Ich half in den letzten 30 Jahren hunderten Selbständigen, Geschäftsführern, Unternehmerinnen, Führungskräften und Teams, ihre Arbeit und Zusammenarbeit leichter und erfolgreicher zu machen. Deshalb weiß ich aus meinem Arbeitsalltag, dass diese Denkfehler nicht nur mir passieren 😉

Manche Denkfehler sind fest verankert in unserer Gesellschaft. Ich brauchte einige Zeit, um zu verstehen, dass das Bullshit ist. Andere sind neuer und sehr modern und funktionieren nicht fürs normale Leben.

Da ich ja mit der Zukunftsunternehmerin eine Vision verbinde, blieb ich auch bei Enttäuschungen und Rückschlägen dran. Ich forschte weiter, woran es liegt, dass mein Plan so nicht aufging, wie ich es mir vorgestellt hatte … Manchmal zweifelte ich an mir: Ich wusste, dass ich schon eine Menge in meinem Leben geschafft hatte, nicht arbeitsscheu bin und gut ausgebildet.

Ich genieße die Arbeit mit meinen Kundinnen und Kunden und sie schätzen mich und meine Arbeit. Ich war der Überzeugung, dass es möglich sein muss, mit ehrlicher, kompetenter Arbeit finanziell unabhängig zu sein. Doch mein Business war stressig: die verschiedenen Projekte, die Reisetätigkeit.

Ja, ich verdiente gut. Aber nicht so gut, dass ich einen angemessenen Puffer für mein unternehmerisches Risiko aufbauen konnte, sollte ich mal für 8 Wochen ausfallen.

Hier kannst Du den Beitrag auch als Podcastfolge hören:

Meine Denkfehler - Suche

Ich habe in den letzten 20 Jahren die verschiedensten Ansätze ausprobiert. Die meisten funktionierten nicht, um leicht reproduzierbaren Umsatz zu machen, um mein Business entspannt und profitabel zu führen.

Nach den Versuchen in den ersten Jahren meiner Selbständigkeit mit den klassischen, analogen Möglichkeiten, hoffte ich, dass es online leichter geht. Ich versuchte vieles: ich gab viel Geld aus. Ich arbeitete an meinem Money-Mindset. Ich installierte Funnel. Suchte die Lösung auf Social Media oder in der Arbeit an meinem Blog. Ich fragte Berater*innen und arbeitete mit vielen zusammen, übernahm Ideen und machte (nach), was ich bei anderen sah.

Heute kann ich sagen: die Lösungsansätze der Beraterinnen und Berater waren Puzzlestücke, die der äußeren Fassade meines Business-Gebäudes dienten. Ihr Ansatz und Rat war nicht falsch. Doch ich hatte zu diesem Zeitpunkt nur einzelne Teile im Fundament meines Businesshauses. Das reichte nicht für ein solides UnternehmensHaus, das ich bauen wollte. Und ich konnte dies nicht erkennen, weil ich zu nah dran und eingebunden war.

Ein konkretes Beispiel:
Das Marketing für das Thema Unternehmensnachfolge in der Unternehmerfamilie funktioniert nur begrenzt auf Social Media. Denn die Abgeber und die Nachfolger*innen aus den Familien tummeln sich dort selten. Doch der Expertenrat war Xing und Facebook. Heute weiß ich, dass es sinnvoller ist, für diese Zielgruppe ein Buch zu schreiben, denn auch Amazon ist eine Suchmaschine. Oder ein gut platzierter Blogartikel. Dieser muss präzise die Fragestellung der Suchenden aufgreifen und in ein stimmiges System für ein Erstgespräch führen.

Denkfehler 1:
Ein Tool entscheidet nicht über Deinen Erfolg

Die Folge davon:
Mein Business kam nicht richtig ins Laufen und war aufwändig. Woran es hakte, erkannte ich nur mit Abstand. Dafür brauchte ich eine Einschätzung aus der Distanz heraus und Feedback von außen. Ich hatte einen Haufen Puzzlesteine und ergab kein stimmiges Bild. Das erkannte ich lange nicht und dachte: es sei das EINE Tool, dass mir noch fehlt, damit mein Business leicht funktioniert. Heute weiß ich, dass es war kein Tool, das mir fehlte.

Mir fehlte ein klares Businesskonzept mit seinen Prozessen und Systemen. Als ich anfing in Prozessen und Systemen zu denken, war alles anders: Ich hatte einen Überblick und justierte nach und hatte schnell die ersten Erfolge. Es wurde leichter, als ich anfing, für mich und meine Kunden stimmige Prozesse zu überlegen. Ich verschlankte z.B. den Marketing- und Vertriebsprozess. Ich überlegte mir sinnvolle Kundenpakete, sodass auch individuelle Angebote in wenigen Stunden dem Kunden vorliegen. --

Diese 3 Hauptprozesse, also:

  • wie komme ich an Leads oder Interessierte,
  • wie verwandle ich Interessierte in Kunden und
  • wie erhalten sie meine Leistung, also mein Produkt bzw. meine Dienstleistung,

schaute ich mir genauer an. Sie zu systematisieren, war ein Game-Changer für mich. Ich verstand, dass die Kommunikation mit potentiellen Kunden vor dem Kauf eine andere sein muss, als mit Kunden nach dem Kauf.

 

Mein Learning:

Deine Businessmaschine

Ein fehlendes oder schwaches Konzept wird nie durch die Technik wettgemacht. Jedoch kann ein stimmiges Konzept die Technik weitestgehend überflüssig machen.

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Denkfehler 2:
Das Märchen von der harten Arbeit

Ich gehöre zu den letzten Jahrgängen der Babyboomer und bin mit dieser Überzeugung und dem Primat der Leistung groß geworden. Der Zusammenhang zwischen Arbeitsstunden und Verdienst - je mehr ich arbeite, um so mehr verdiene ich - hat darin seine Wurzeln. Das stimmte vor 60 oder 70 Jahren bei den damaligen Bedingungen: Wer zupackt hat das Erfolg. Dies brachte uns nach dem Krieg den Wohlstand. Doch wir haben heute großteils gesättigte Märkte und das Kaufverhalten hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend revidiert.
 
Heute gibt es viel mehr Optionen. Das bedeutet, dass Du trotz der harten Arbeit, erfolglos sein kannst. Bei all den Möglichkeiten heute, brauchst Du ein Konzept und einen Fahrplan, wie Du vorgehen willst. Heute steht vor dem TUN das Vordenken und nach dem Tun das Nachdenken. Ich behaupte: Wenn Du zu viel arbeitest, hast Du noch nicht genügend nachgedacht.
 

Mein Learning:

Ich meide Überlastung und Überforderung und sorge dafür, dass ich meine Freude an meinen Kunden, an der Arbeit und an meinem Leben behalte. Und dadurch wird mein unternehmerischer Erfolg nicht kleiner.
 
Meine Kundinnen heute sind gestandene Frauen, die schon eine Menge geschafft und erlebt haben. Sie haben einen klugen Kopf, haben das Herz am rechten Fleck und lieben ihre Arbeit und das Leben. Allerdings hakte es irgendwie in ihrer Selbständigkeit und es lief nicht so, wie sie es gerne hätten:
  • weil ihr Denkrahmen noch in Mustern hängte, die nicht hilfreich waren
  • weil der Bauplan ihrer Businessmaschine nicht passte
  • weil ihnen die richtige Community fehlte.
Was es auch immer war: es bremste sie aus, schwächte sie und ihr Engagement und Motivation und somit die Möglichkeiten den richtigen Kunden das Leben zu erleichtern.
 
Was brauchte es stattdessen? Eine Erkenntnis und das Verstehen, wo ihre Denkschleifen oder Denkfehler sie begrenzen.
 
Sie alle haben in der Zusammenarbeit mit mir die Schrauben gefunden, die die Zahnräder leichter laufen lassen.

Es geht heute nicht um harte Arbeit, sondern um smartes, kluges Arbeiten. Es geht darum, die Kräfte der Hebelwirkung für Dein Business zu nutzen. Wo genau Du den Hebel ansetzen musst, ist eine individuelle Frage. Smartes Arbeiten heißt, das, was an Ressourcen vorhanden ist, zu nutzen. Und das ist in der Regel mehr, als Du denkst.

Das sind:

  • Deine bewussten und unbewussten Kompetenzen
  • Dein Zugang zu einer Zielgruppe oder Deine Feldkompetenz
  • Deine erarbeiteten Ergebnisse
  • Deine vorhandene Ausstattung und Material,
  • Deine Kundenreferenzen
  • Dein Netzwerk
Wenn man heute nach der Schnelligkeit und Komplexität fragt, smartes Arbeiten heißt für mich noch was anderes:  mich nicht alleine auf die Analyse meines Kopfes zu verlassen. Smartes Arbeiten heißt meine Intuition zu schulen und Impulse ernst zu nehmen. Dazu finde ich wichtig zu verstehen, dass das Manifestieren und das Gesetz der Anziehung nichts Neues sind. Es sind altbekannte Gegebenheiten, die ich bewusst einsetzen und entwickeln kann.
 
Du kommst schnell ein großes Stück weiter in Richtung entspanntes, profitables Business, wenn Du:
  • die Schnittstelle zwischen Deinem Angebot und dem Kunden, den Sweet-Spot, definierst,
  • verstehst welche Worte der Kunde nutzt, bei dem, was er sich wünscht
Deine Businessmaschine

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Denkfehler 3:
Mitarbeiterführung und Teamentwicklung 

Mein 3. Denkfehler war, dass ich lange dachte, dass zur Arbeit mit den Menschen in meinem Team dazugehört, dass es eben anstrengend ist:

  • Vereinbarungen klappten nicht,
  • irgendjemand hatte trotz Vorplanung und Absprachen doch plötzlich noch eine andere Idee, die alles über den Haufen warf,
  • zwei hatten sich in die Wolle bekommen,
  • für die vakante Stelle fanden wir niemanden
  • und ein Kunde hatte einen Sonderwunsch und wollte dringend nur mit mir reden ...
Ich hatte das Gefühl, dass ich nicht zu meiner Arbeit kam, vor lauter Koordinieren des Teams und dem Einbinden der unterschiedlichen Befindlichkeiten ... 
 
Es wurde mir klar, dass es ziemlich doof ist, wenn ich mich als Chefin über mein Team ärgern muss. Denn mein Team ist ja eigentlich zu meiner Freude da.
 
Ich begann mir und meinen Mitarbeitenden andere Fragen zu stellen. Damit bekam ich für mich neue Antworten und die Zusammenarbeit im Team wurde entspannter.
 
Wir machten uns gemeinsam auf die Suche, wie wir mit weniger Stress und Druck effektiver arbeiten können... Wir fanden wunderbare Lösungen, die uns heute die Zusammenarbeit erleichtern.
 
Und ich habe den Unterschied zwischen Mitarbeiterführung und Teamentwicklung verstanden. Heute lege ich Wert darauf, dass die Teamkultur wichtiger ist, als der einzelne Mitarbeitende. 
 
Das beste dabei ist, dass dieser Ansatz mir ganz neue Freiräume schenkt, die mir ermöglichen meiner entscheidenden Aufgaben der Unternehmensführung nachzukommen.
 
Und ich weiß inzwischen, dass ich nicht für jeden Mitarbeitenden die richtige Chefin bin. Oder umgekehrt: bei Vorstellungsgesprächen weiß ich nun, worauf ich achten muss, ob mein Führungsstil mit dem Bedürfnis des potenziellen Mitarbeitenden zusammenpasst.
 

Mein Learning:

“Teamentwicklung ist wichtiger als Mitarbeiterführung und mein Team ist zu meiner Freude da. Und wenn es anders ist, kann nur ich es ändern."

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Denkfehler 4:
“Ich kann es alleine, ich schaffe das!” oder 120%

 
Es gibt sehr gefährliche Überzeugungen, die viele selbständige Frauen haben: "Ich verlasse mich nur auf mich" oder “Als Frau muss ich 120% bringen, damit ich anerkannt werde.” Das Gefährliche dran ist, dass Du Dich mit dieser Denkweise völlig verausgabst. Das hat Folgen: körperlich und mental.
 
Doch warum denken das Frauen?
Für mich liegt es daran, dass:
  • Frauen, sich besonders viel zumuten, weil ihnen lange Zeit Vorbilder fehlten.
  • Taffe Frauen, beides wollen: Business und Kind: finanzielle Unabhängigkeit und Zeit für Familie.
  • Sie wenig Anerkennung und Wertschätzung für ihre Arbeit erhalten und andere ihren Ideen und Kompetenzen nicht vertrauen.
Die Folge ist, dass sie sich zurückziehen und nur auf sich selbst vertrauen. Oder das Hase- und Igel-Spiel spielen, in dem sie noch eine Schippe drauflegen. Das ist erstmal super, sich nicht aufhalten zu lassen und den eigenen Weg, trotz Widerstände, zu gehen.
 
Und wie immer: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Die Gefahr liegt in der Fehleinschätzung und der Überlastung und -forderung. Die Fehleinschätzung heißt, dass kein Erfolg eine Einzelleistung ist. Jeder Erfolg ist eine Teamleistung und jede Frau hat immer auch Unterstützung. Aber ist die Gefahr groß, diese bei all dem Druck nicht sehen zu können. Und auf Dauer 120% Leistung bringen zu wollen, funktioniert nicht. Es muss also einen anderen Weg geben.
 
Ich unterscheide in diesem Zusammenhang zwischen den beiden Begriffen:
 
Überlastung ist für mich, wenn ich zu viele Aufgaben und Termine habe und ich nicht weiß, wo ich anfangen soll.
 
Überforderung ist für mich, wenn ich mich in ein neues Thema einarbeite, ohne eine Muse zu haben. Und dann noch schnell Ergebnisse liefern und anwenden.
 
Mir tut es gut zu wissen, dass ich Verbündete habe und weiß, dass ich nicht alles alleine schaffen muss.

Und dann gibt es noch eine Marketing-Botschaft, die gerne genutzt wird: "Wenn ich es geschafft habe, dann schaffst Du das auch"

Ich finde diese Aussage gefährlich, wenn Technikfreaks und Marketingfachfrauen dies erzählen. Ja, wenn Du Informatik studiert hast, dann fällt Dir die Arbeit mit den vielen neuen digitalen Tools leicht. Wenn Du Marketing studiert hast, weißt Du, dass die Kommunikation mit dem Interessenten vor dem Kauf eine andere, als die bei der Arbeit mit dem Kunden ist.
 
Wenn Du aber eine Expertin für Unternehmensprozesse oder Anwältin bist, dann sind diese Fachgebiete Dir fremd. Als Architektin kennst Du Dich in vielen Techniken aus, jedoch IT-Technik für ein Business ist nicht Dein Fachgebiet. Wenn Du ein Tanzstudio leitest, kennst Du Dich gut mit Körpersprache aus, aber nicht unbedingt mit der Sprache des Marketings. Und es ist einfach nicht wahr, dass Du diese mal eben lernst, sowenig wie jemand Deine Expertise sich "mal eben" aneignet.
 
Du musst auch nicht alle Tools und die gesamte Technik beherrschen. Die Gute Nachricht, die ich Dir heute, nach vielen Irrwegen sagen kann:
  1. Für die Technik gibt es unkomplizierte Lösungen für Nichtfachfrauen.
  2. Was Du für das Marketing wissen und anwenden musst, damit es für Dich funktioniert, genauso.
 

Mein Learning:

Niemand braucht erschöpfte Frauen 😉

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Denkfehler 5:
Die “Wenn … ,dann …. Falle”

 
Dieser Denkfehler ist eng mit dem Märchen von der harten Arbeit gekoppelt:
Wenn ich viel kann und anbiete, dann bin ich erfolgreich.
oder:
Wenn ich günstig verkaufe, dann kaufen mehr Menschen.
 
Ja, das waren die Denkmuster, als Kaufhäuser, wie Karstadt und Woolworth, mit umfassendem Sortiment noch funktionierten. Damals waren dies Erfolgsgeschichten.
 
Es ist auch die Denke:
-> lieber der Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach
oder
-> wer sich nach der Decke streckt …
oder:
-> Schuster bleib bei deinen Leisten …
 
Diese Denkmuster sind auf eine Form der gesellschaftlichen Ordnung und der Sicherheit im Leben ausgerichtet. Die gibt es heute nicht mehr. Heute geht es darum, eine klare Vorstellung von der eigenen Zukunft zu haben und mutig dafür Entscheidungen zu fällen. Heute stelle ich mir immer wieder die Frage: Was muss ich weglassen, damit mein Angebot besser wird und meine Arbeit mühelos? Das ist eine meiner liebsten Fragen für meine Journalingzeit am Morgen. Denn eines ist klar: Du kannst mit zu viel Arbeit die Zukunft Deines Unternehmens gefährden.
 
Noch ein Hinweis zur Preisgestaltung.
 
Wenn Du mit Deiner Arbeit einen Unterschied in dieser Welt machen möchtest, dann brauchst Du einen angemessenen Preis. Erst damit kannst Du Kunden erreichen. Den Preis, den Du für Deine Arbeit nimmst, soll in direktem Verhältnis zu dem Wert stehen, den Du Deiner Arbeit beimisst und damit auch Dir. Wenn sich jetzt Widerspruch bei Dir regt oder das Thema Dich berührt, dann freue ich mich 😉
 
Denn das bedeutet, dass dieses Thema mit Dir zu tun hat. Und darin liegt eine Wachstumschance … Wir haben als Frauen eine kurze Geschichte, was Business und Finanzen angeht. Wusstest Du, dass wir in Deutschland erst seit 1977 die volle finanzielle Gleichberechtigung haben? Ich war damals 13 Jahre alt. Die Geldgeschichten meiner Großmütter und Mutter, die sie mir erzählten, hatten eine Auswirkung auf mich.
 

Mein Learning:

“Wenn, … dann …” kann eine Falle sein, das Leben aufzuschieben. Wenn es nicht die logische Konsequenz in einem Projektplan ist, dann taugt diese Formel für Excel, nicht fürs Leben. Die Formel fürs Leben lautet: hier und jetzt! Ich mache mit meiner Arbeit einen Unterschied im Leben meiner Kundinnen und kenne den Wert meiner Arbeit.

Ich fasse am Ende nochmals meine wichtigsten Denkfehler zusammen:

▶️ Nein, es ist nicht das EINE Tool, das noch fehlt, damit Dein Business leicht funktioniert. Dein Business ist eine Entwicklung und es ist die Summe der Zahnräder, die es geschmeidig machen. Dein Erfolg liegt nicht in erster Linie in einem digitalen Tool.

▶️ Es geht heute nicht um harte Arbeit, sondern um smartes, kluges Arbeiten. Es geht darum, die Kräfte der Hebelwirkung für Dein Business zu nutzen. Du hast schon alles, was Du brauchst, Es ist schon alles da.

▶️ Ein fehlendes oder schwaches Konzept kann nicht durch die Technik wettgemacht werden. Ein stimmiges Konzept kann die Technik weitestgehend überflüssig machen.

▶️ Teamentwicklung ist wichtiger als Mitarbeiterführung und mein Team ist zu meiner Freude da. Und wenn es anders ist, kann nur ich es ändern.

▶️ “Wenn … ,dann ….” ist eine Excel-Formel und kann im BusinessLeben eine Falle sein. Es geht darum, hier und jetzt ein wunderbares Leben mit viel lebendiger Freude zu leben. Wenn Du Überlastung und Überforderung meidest, kommst Du leichter an Dein Ziel. Und oft schneller, weil entspanntes Denken kreative Lösungen findet. Mit Deiner Arbeit machst Du einen Unterschied im Leben Deiner Kundinnen. Und es ist prima, wenn Du sie mit Deiner wertvollen Arbeit unterstützt. Businesserfolg ist immer eine Teamleistung. Ja, Du schaffst es, Deine Vision umzusetzen. ABER: Du kannst es nicht alleine. Und Du musst nicht erst noch ein Informatikstudium absolvieren, um alles solo aufzusetzen.

Hast Du Dich beim Lesen an Deine Denkfehler erinnert? Vielleicht sind es ähnliche oder ganz andere. Schreibe mir gerne in die Kommentare, welche Denkfehler Dich ausgebremst haben. 

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Teamarbeit regeln: 4 goldenen Tipps, damit es klappt

Teamarbeit regeln: 4 goldenen Tipps, damit es klappt

Je mehr die nachwachsende Generation mit ihren Werten von Zusammenarbeit in die Firmen hinein wächst, um so mehr verändern sich die Ansprüche an Teamarbeit. Je schneller unsere Geschäftswelt wird, umso entscheidender ist, dass Teamarbeit gelingt. Hier erfährst Du 4 praktische Regeln für die Teamarbeit, mit denen Zusammenarbeit und Kooperation in Deinem Team besser gelingen.

Konstruktive und destruktive Teamarbeit regeln

So unterschiedlich Teams auch sind, desto erstaunlicher ist ein wiederkehrendes Phänomen: Entweder ein Team funktioniert gut und arbeitet konstruktiv zusammen oder es zeigt eine destruktive Tendenz. Warum das eine funktioniert und das andere nicht, ist an einigen Faktoren zu bestimmen. In Teams, in denen die Teammitglieder konstruktiv miteinander umgehen, wird ziel- und lösungsorientierter gearbeitet. Hingegen wird in Teams, in denen Diskussionen in Dauerdebatten ausarten, weniger miteinander gearbeitet wird. Das hat einen negativen Einfluss auf die unternehmerischen Ergebnisse und auf die Unternehmenskultur.

Bei der konstruktiven Form der Teamarbeit wachsen den Teammitgliedern in einer Atmosphäre der Wertschätzung und Unterstützung Flügel. Im destruktiven Umfeld bleiben die einzelnen weit hinter ihren Möglichkeiten zurück, weil das Umfeld nicht stimmt und sie sich nicht entfalten können. Teamarbeit regeln ist die Aufgabe von Führungskräften. Damit meine ich nicht in erster Linie den Personalplan. Sondern den Rahmen zu definieren, in dem die einzelnen ihr Potential leben können. Erfolgreiche Teamarbeit braucht Regeln, die bewusst gestaltet werden.

 

Erfolgreiche Teamarbeit regeln - Vertrauen als Basis

Wenn es in Teams um die Neuorientierung, Restrukturierung oder um die Neueinführung eines Produkts geht, sind Fragen an der Tagesordnung. Die Ausrichtung der Fragen gibt einen Eindruck des Klimas wieder. Es zeigt so auch, wie gut, das Team miteinander kooperiert. Geht es ums Miteinander, ist der Ton wertschätzender. Hier stehen Lösungen im Fokus. Die Themen haben mehr Bedeutung. Fragen wie "Wie können wir das Produkt verbessern?" oder "Wie schaffen wir die Arbeit, auch wenn die Technik wegen einer Grippewelle nur begrenzt zur Verfügung steht?" spiegeln, dass Herausforderungen als Gemeinschaftsaufgabe gesehen werden. Ein Ergebnis, an dem viele mitgewirkt haben, macht Spaß und hebt die Stimmung aller Beteiligten.

Fehlt es im Team hingegen an Vertrauen, ist der Umgang eher rau. Der Tonfall ist bisweilen beleidigend und das Team entwickelt sich nicht in die gewünschte Richtung. Es ist mehr Kommunikation, oder besser eine andere Kommunikation erforderlich. Chef und Team sind dann gleichermaßen gefragt. Alle müssen für ein konstruktives Miteinander sorgen. Vier Bereiche sind zu beachten, damit die Teamarbeit klappt.

Konstruktive Teamarbeit regeln - 4 Tipps, die helfen

1. Worüber sprecht ihr?

In funktionierenden Teams gilt die Prämisse der Transparenz. Nicht "stille Post" ist angesagt, sondern gezielte Kommunikation. Dabei geht es weder um's Hörensagen, noch um nebensächliche Randinformationen. Gehaltvolle Fakten, die alle am Prozess benötigen, müssen auch an alle direkt weitergeleitet werden. Es braucht verbindliche Regeln in der Teamarbeit des Arbeitsalltags. Und sehr entscheidend ist, welche Geschichten sich die Mitarbeitenden erzählen, also der Flurfunk. Sind es Stories übereinander? Oder wohlwollende Erzählungen, die das Teamklima fördern?

Gelingende Teamarbeit

(Im Gespräch bleiben)

2. Wie kommuniziert ihr?

Doch Inhalt ist nicht alles. Als Chef und "normales" Teammitglied wie für den Mitarbeitenden: Der Ton macht die Musik! Mit jedem Wort, mit jeder Geste oder Handlung entscheidest Du, ob Du Teil der Lösung sein willst. Oder ein zusätzliches Problem für Dein Team. Jeder Beteiligte muss Verantwortung übernehmen. Jeder hat für sich zu erkennen, ob sein Beitrag das Team in seiner Arbeit weiterbringt oder es womöglich blockiert. Belehrungen oder Abwertungen sind völlig fehl am Platz.

Wenn die Kommunikation leidet, leidet der Selbstwert des Menschen. Menschen, die sich verstanden fühlen, sind entspannt. Fühlen sie sich unverstanden, geraten sie in Stress und kommen unter Druck.

3. Der Umgang mit Einfluss, Macht und Konflikten

Wer setzt sich durch? Eine wichtige Frage in Teamprozessen. Es gibt die offizielle, die formelle Macht - beim Abteilungsleiter zum Beispiel. Und es gibt die inoffizielle, die informelle Macht - die Ebene, auf der das "normale" Teammitglied spielt. Alle Prozessbeteiligten müssen für sich ihre Rolle klären:

  • Wie nehme ich Einfluss?
  • Auf welche Weise gestalte ich Koalitionen?
  • Wie reagiere ich im Konfliktfall?

Welche Reaktion erwarten Mitarbeiter, wenn etwas schief läuft? Wichtig ist hier, dass Mitarbeiter wissen, was sie erwartet. Willkürliche Reaktionen führen zu Verunsicherung und diese kostet Ressourcen. Die verlässliche Reaktion des Chefs, der Chefin sind wichtig für das Teamgefühl. Für eine unbelastete Zusammenarbeit auf Dauer braucht es bei diesem Thema Regeln für die Teamarbeit.

4. Der Umgang mit Feedback und Kritik

Bei allen - auch kontroversen - Diskussionen sollte es um die Sache gehen. Viele Personen fühlen sich bei jeder Form der kritischen Rückmeldung persönlich beleidigt. Das sollten Sie unbedingt bedenken. Diejenigen, die "kritiksensibel" sind, sollten daran arbeiten, nicht alles persönlich zu nehmen. Eine Rückmeldung ist eben nicht nur negativ zu bewerten. Bei der Teamarbeit ist Beurteilen und Konsequenzen ziehen Angelegenheit der Führungskräfte. Feedback ist wichtig und notwendig. Ohne Feedback verkümmern wir. Feedback spornt zum Wachstum an. Das war schon in der Kindheit so und ist im Job nicht anders. Ohne Resonanz verpufft die Energie in einem schwarzen Loch. Damit Du dich selbst besser einschätzen kannst, mußt Du wissen, wo Du stehst. Es hilft Dir auch herauszufinden, wie der andere zu Dir steht. Feedback ist eine wertvolle Rückmeldung, wie andere uns sehen, unser Verhalten und unsere Arbeit sehen.

Verbindliche Regeln in der Teamarbeit, wann und wie Feedback im Team und Mitarbeitergespräch ausgetauscht wird, dient der emotionalen Sicherheit von Mitarbeitenden.

Eine Fallstudie:

Was der Teamarbeit Energie raubt und was ihr Flügel wachsen lässt…

 

1. Ausgangslage

Die neue Abteilungsleiterin sprach nach sechs Wochen in der neuen Firma den Chef an. Sie benannte die Themen, die ihr bei der Arbeit des Teams auffielen. Es gab Abläufe und Ergebnisse, die nicht ihren Vorstellungen an Qualität von Arbeit entsprechen.
Ich werde gebeten, die Abteilungsleiterin beim Anpassen der Teamarbeit zu begleiten.

 

2. Klarheit für den Auftrag der Zusammenarbeit

Bei meinem ersten Termin sitzen die Teammitglieder skeptisch und zurückhaltend in der Runde. Der Chef benennt den Auftrag, dass:

  • das Team mit meiner Hilfe im nächsten halben Jahr
  • die Teamarbeit mit den Zuständigkeiten, Strukturen und Abläufen überprüfen und anpassen soll.

Dass sich „etwas“ verändern muss, ist im Team allen klar. Über die Art und Weise, das „wie“, birgt nach Ansicht der Abteilungsleiterin viel Potenzial.

 

3. Teamarbeit regeln - Die Grenzen des Machbaren

Ich kenne das Team noch nicht. Deshalb lasse ich sie zwei Sichtweisen zusammentragen:

  1. Welche Stärken und Ressourcen sehen sie in ihrer Teamarbeit?
  2. Welche Hindernisse sind ihnen für eine „bessere“ Arbeit bewusst und was ist ihre Kritik an der aktuellen Teamarbeit?

Deutlich ist für mich in den Ergebnissen der Mitarbeitenden: hier hat sich schon lange niemand mehr um die Menschen im Team „gekümmert“.

Sie strengten sich in den letzten Jahren sehr an und Unmögliches möglich gemacht. Sie holten die Kohlen aus dem Feuer, gingen lange Zeit immer wieder über ihre Grenzen. Doch gab es keine Anerkennung, keine Worte der Wertschätzung.

Die ehemalige Leitung war engagiert. Das Problem war jedoch, dass sie sich zu sehr mit ihrem Team identifizierte.

Sie verlor den Blick, als Leitung Rückmeldung an ihre Mitarbeitenden zu geben. Sie vergaß, dass sie zuständig war, die Arbeitsweise und die -ergebnisse zu bewerten, zu loben, Wert zu schätzen. Aber auch für die Grenzen des Machbaren in ihrem Team dem Chef gegenüber einzustehen.

In dieser ersten Runde von zwei Stunden frage ich nach, um ihre Not zu verstehen. Ich nehme ihre geschilderten Belastungen ernst. Ihre Skepsis weicht nach und nach.

Sie entwickeln ein konstruktives Gesprächsklima. Die ersten Ideen für weniger Belastung im Arbeitsalltag formen sich. Dieses Team mit seiner neuen Leitung erarbeitet andere Arbeitsbedingungen mit Gewinn für alle Beteiligten.

 

4. Teamarbeit regeln - Stoßzeiten, Ehrgeiz und Spaß

Es gibt in jedem Arbeitsfeld Zeiten mit mehr Arbeit und höherem Aufwand. Und manch ein Team entwickelt gerade in Stoßzeiten einen sportlichen Ehrgeiz, der Flügel verleiht und Spaß macht.

Wenn sich jedoch Gedanken breit machen wie:
Es ist einfach nicht zu schaffen! Ich kann nicht mehr!

– dann muss eine Änderung her. Das Problem ist bekanntlich nicht die viele Arbeit, sondern das Gefühl ausgeliefert und ohnmächtig zu sein.

Es ist der entscheidende Unterschied, was ich über mein anstehendes Tagewerk denke und fühle: Habe ich die Arbeit im Griff oder hat mich die Arbeit im Griff.

Das Gefühl des Ausgeliefertseins tut uns nicht gut. Es macht uns müde und schlapp, lässt uns resignieren. Doch das Gefühl: Ich werde wahrgenommen! Ich kann etwas bewirken! Verleiht uns Flügel und lässt die Arbeit leicht von der Hand gehen.

Und das ist auch bei den Mitarbeitenden Deines Teams so. Welche Erfahrung mit Teamarbeit hast Du gemacht? Ich freue mich über Deine Kommentare unter diesem Beitrag.

(Bildquelle: Antje Zeis-Loi, Medienzentrum der Stadt Wuppertal)

Überarbeitung am 16.04.2023 und 30.10.2019; Erstveröffentlichung am 15. Aug 2017;

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Arbeitsqualität – in 3 einfachen Steps Deine Firma weiterentwickeln

Arbeitsqualität – in 3 einfachen Steps Deine Firma weiterentwickeln

Manche Chefs und Chefinnen denken, dass es doch klar sei, was die Arbeitsqualität ausmacht: nämlich genau so, wie sie es sich vorstellen. Allerdings sprechen sie oft zu wenig darüber, weil sie davon ausgehen, dass die Mitarbeitenden genau dieselbe Vorstellung haben. Und manche Chefs denken, dass Arbeitsqualität einzig und allein bedeutet, Dinge schnell und routiniert abzuarbeiten.

 

Achtung – hier droht auf Dauer Gefahr: Wenn die Arbeit so eng getaktet ist, dass keine Zeit bleibt zum Vordenken, Planen und Nachdenken, dann gibt es keine Weiterentwicklung der möglichen Lösungen und Arbeitsweisen. Vielleicht hätte es noch eine andere, bessere Möglichkeit für eine höhere Qualität der Arbeit gegeben?

Lieber Chef, liebe Chefin bedenke: Vor- und Nachdenken hilft!

… und zwar vor dem Beginn einer Arbeit, nach Beendigung, manchmal allein und auch miteinander. Also, wenn Du möchtest, dass Du weiterhin zu den Besten Deines Fachs gehörst, dann bedenke, dass zu jeder zu erledigenden Aufgabe drei altbekannte Schritte gehören:

  1. Vorbereiten
  2. Ausführen
  3. Nachdenken oder Manöverkritik

Im Arbeitsalltag wird leider meistens nur die Ausführungsphase beachtet, denn diese gilt als “produktiv”. Doch kluge Führungskräfte wissen: Die vermeintlich unproduktiven Zeiten der Vor- und Nachbereitung machen Produktivität und die Arbeitsqualität erst möglich, aber nur, wenn man alle drei Phasen gezielt einsetzt. Darum empfehle ich:

3 routinierte Steps für die systematische Entwicklung der Arbeitsqualität

Step 1: Die Schnell-Analyse

Wie sieht die Verteilung bei Dir aus? Gewichte prozentual, wie viel Aufmerksamkeit und Zeit Du für Vorbereitung – Ausführung – Manöverkritik bisher Deinen Mitarbeitenden einräumst:

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Meiner Erfahrung nach gibt es eine kleine Prozentzahl bei der Vorbereitung und eine noch kleinere beim Stichwort Auswertung und Manöverkritik. Wenn Du unkompliziert in diesem Bereich etwas ändern willst, dann ist mein Tipp:

Stepp 2: Das Auffälligkeiten-Heft

Am aussagekräftigsten ist die Manöverkritik, die automatisch die Vorbereitung und Ausführung beeinflusst. Darum ist eine gute Sofort-Maßnahme das Auffälligkeiten-Heft:

  • Verteilen Sie ein kleines Heft in einheitlicher, auffälliger Farbe an jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter.
  • Sie laden Ihre Mitarbeitenden ein, alles zu notieren, was ihnen auffällt in Planung und Durchführung, am besten mit Datum oder Kundennamen. Eine Anmerkung am Rande: Jeder wird gerne nach seiner Einschätzung und seinen Ideen gefragt. Und die Leute „an der Front“ wissen am besten Bescheid, was wichtig ist, sich störend auswirkt und meist wie es besser gehen könnte. Außerdem sollen Deine Mitarbeitenden Verbesserungsideen notieren, wenn diese ihnen einfallen. – Das muss aber nicht sein. Auf jeden Fall muss den Mitarbeitenden klar werden, dass sie alle Auffälligkeiten zur Sprache bringen sollen, auch wenn sie keine Lösung parat haben. So bindest Du nah am jeweiligen Arbeitsplatz die Mitarbeitenden als Expert*innen mit ein, die Arbeitsqualität Schritt für Schritt zu verbessern.
  • Wichtig ist bei den Notizen: Bitte keine Stichworte, denn nach 14 Tagen wissen die wenigsten, was sich hinter diesem Wort verbirgt, aber aussagekräftige Halbsätze reichen!

 Step 3: Die Auswertung

  • Einer aus dem Team sammelt die Ergebnisse und das musst nicht Du als Führungskraft sein. Ihr überlegt (gemeinsam), in welchem Intervall eine Auswertung sinnvoll ist.
  • Du wählst aus, was im Team und was im Vier-Augen-Gespräch ausgewertet wird. Ein wichtiger Hinweis: Wenn Du oder die anderen Teammitglieder Ideen und Notizen abwerten, wird keiner mehr etwas Wesentliches notieren. Also erstmal sammeln und dann nach Priorität bearbeiten.
  • Beraume regelmäßige Besprechungen an, bei denen es um die Verbesserung der zentralen Themen geht: Was? Wer? Bis wann? – oder offene Ideenbrainstormings. Die Ergebnisse kurz und knackig, auch gerne in Tabellenformat und unkompliziert, gerne auch handschriftlich festhalten.

Wenn Du mit Deinem Team in diese Schritte Zeit investierst und ihr konstruktiv miteinander arbeitet, ist dies wertvolle Zeit, die Eure Arbeitsqualität verbessert und für die Weiterentwicklung Deiner Firma sorgt. Auf diese Art läuft der kontinuierliche Verbesserungsprozess in Deinem Team buchstäblich wie nebenbei. Und Du hast Deine Leute mit im Boot, wenn es um die Weiterentwicklung ihrer Arbeit geht.

Die kontinuierliche Entwicklung der Arbeitsqualität schenkt neue Freiheiten

Wenn Du weitere Möglichkeiten suchst, wie Du Deine Firma weiterentwickeln und die Qualität der Arbeit steigern kannst, dann lege ich Dir meinen umfangreichen  Blogartikel zur Selbstführung in 3 Schritten ans Herz.

Mit der systematischen Verbesserung in Euren Abläufen und Prozessen kommst Du mit Deinem Team dem produktiven 5 Stunden Business-Tag näher. Wenn dieser Dich interessiert, dann höre rein in die Podcastfolge oder schau Dir meinen kostenfreien Online-Workshop mit Umsetzungs-Handout an.

Überarbeitung des Artikels am 18. April 2022, Originalartikel vom 13. Oktober 2015

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Die 4 Tage Woche oder der 5 Stunden Business-Tag: Mein Tipp, die Produktivität zu erhöhen

Die 4 Tage Woche oder der 5 Stunden Business-Tag: Mein Tipp, die Produktivität zu erhöhen

“New Work” auch für die Nachfolge-Unternehmerin. Und das Geheimnis von Produktivität für den erfahrenen Unternehmer: Warum Du mit zu viel Arbeit die Zukunft Deines Unternehmens gefährdest. Oder: Wenn Du zu viel arbeitest, hast Du nicht genug nachgedacht und ausprobiert, bis es passt 😉

Einen Nachfolger, eine Nachfolgerin zu finden, ist heute nicht mehr so einfach, wie noch vor 10 Jahren. Die Gründe sind vielfältig, auch weil die nachwachsende Generation einfach zahlenmäßig eine kleinere Gruppe ist und weil sie mehr berufliche Möglichkeiten haben. 

Auf jeden Fall haben sich die Kriterien verändert, was eine Firma für die Nachfolge attraktiv macht. 

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Arbeitspausen halten Dich auf Dauer produktiv

Arbeitspausen halten Dich auf Dauer produktiv

Überlastung und Überforderung entwickeln sich schnell im Online-Business. Doch diese machen schlechte Laune und rauben Dir Energie. Mein Ratschlag: Entwickle Deinen individuellen Rhythmus, der Dir guttut: zwischen Arbeit und Leben, zwischen Anspannung und Entspannung. Arbeitspausen halten Dich auf Dauer produktiv.

Und betrachte Deine Ausgangssituation realistisch: für ein Online-Business brauchst Du viele unterschiedliche Kompetenzen. Welche bringst Du mit? Was musst Du noch lernen oder von Expert*innen einkaufen? Und welche Ressourcen hast Du wirklich für Dein Business übrig? Neben Kindern und Familienmanagement ein Business aufzubauen, ist nicht nur eine Frage nach Deiner Zeit, sondern auch eine nach Deiner Energie oder dem Mental Load ...

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Unternehmerin werden – Always busy oder Business?

Unternehmerin werden – Always busy oder Business?

Als Selbständige oder Freelancer kommst Du an den Punkt, dass Dein selbstgeschaffenes Hamsterrad Dich stresst. Es ist Zeit, dass Du Dein Unternehmen neu ausrichten musst oder willst. Nach außen – aber auch nach innen. Mit alten Mustern sind Wachstum und Entwicklung begrenzt. Doch was sind die entscheidenden Schritte aus dem anstrengenden Alltag heraus? Der zentrale Punkt ist Deine Entscheidung: Ich will Unternehmerin werden.

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Dein Fünf Stunden Business-Tag

Dein Fünf Stunden Business-Tag

Wie baue ich meinen Arbeitstag auf, dass ich in fünf Stunden das Wichtigste erledigt ist und ich mich um andere Dinge kümmern kann?

Dieses Thema taucht immer häufiger in meinen Beratungen auf und lange war es ein typisches Frauenthema, dass eben Nachfolgerinnen sagten: 

Ich habe Interesse an Mamas und Papas Firma, aber so wie diese eben 60, 70 Stunden arbeiten möchte ich das nicht. Ist jetzt auch nicht so, dass mein Partner sagt, er übernimmt den Teil mit den Kindern und dem Haushalt. Irgendwie muss eine andere Lösung her.

Schon seit Jahren überlege ich mit diesen jungen Frauen, wie es in ihrem Fall gehen kann. Und inzwischen gibt es junge Männer, die sagen:

Nö. Ich habe auch noch andere Ideen. Ja, für die Kinder will ich mehr Zeit haben als mein Vater.

Und ich habe im Moment einen Nachfolger in meiner Begleitung, der einfach gerne wieder viel Musik machen möchte, neben der Familie mit den drei kleinen Kindern. Ja, und das geht. Da sind wir auf einem ganz guten Weg.

Zum einen gibt es die jungen Eltern, die den Anforderungen mit Kindern, vielleicht im Moment sogar mit Homeschooling und Traum, Kindergarten, Gefühl und den Anforderungen im Betrieb gerecht werden müssen. Und gehörst Du zu dieser Gruppe der Nachfolger, als Nachfolgerin, dann hast Du einfach Spaß an Deiner Arbeit und willst die Welt aus den Angeln heben. 

Und dann ist mir noch etwas anderes aufgefallen. 

Auch für die Selbständigen, Unternehmer und Unternehmerinnen, die weder als Abgeber noch als Übernehmende im Moment an Nachfolge denken, ist es klug ihr Business auf einen 5 Stunden Business-Tag auszurichten. Weil das, was Dir heute mehr Freiheit gibt, macht Dein Unternehmen attraktiv für den Verkauf. Das ist seit einiger Zeit auch meine Motivation und ich bin schon ganz gut auf dem Weg zu meinem 5 Stunden Business-Tag. 

Dein fünf Stunden Business-Tag ist ein individueller Prozess nach einem System

Und es ist ein Prozess im Außen, die Aufgaben zu regeln und Termine zu vereinbaren oder eben auch nicht. Und es ist ein Prozess innen, zwischen den Ohren, die Dinge mit sich selber zu regeln. Es gibt bei jedem eine Menge, wo man denkt: Das kann ich doch nicht machen. So kann man nicht erfolgreich sein. Was denken die anderen darüber? Und wenn Du gerade diese Stimmen nicht kennst, vermute ich, dass Du andere hast. 

Wenn Du das Gefühl hast, ich bin verwickelt, ich komm da nicht raus und habe auch keine Ahnung, wie es gehen soll. Oder Du das Gefühl von Druck, das ist mir alles zu eng. Das passt für mich nicht. Dann bist Du hier richtig. Und dann lass uns mal genauer gucken, was das ist. So ist deine Situation und dabei hättest Du das eigentlich ganz gerne anders.

Du würdest gern in Ruhe deine Arbeit machen und hättest auch gerne entspannten Freiraum, um neue Ideen zu entwickeln. 

Nicht nur stumpfes Abarbeiten, stressig hin und her "titschen", sondern in Ruhe arbeiten und gelassen neue Ideen entwickeln. Dir ist wichtig, mit Deinen Leuten gut zusammenzuarbeiten, Spaß zu haben. Und das ist manchmal nicht so ganz einfach, vor allem, wenn man ein Team übernimmt. Das ist eine große Herausforderung bei den Nachfolgern und Nachfolgerinnen.  

Da stellt sich die Frage, wie unkomplizierte Zusammenarbeit funktioniert? Wie geht das, dass deine Leute mit Dir an einem Strang ziehen? Wie geht das, dass ihr Spaß habt und produktiv Arbeitsergebnisse hinkriegt? 

Und Du wünschst Dir, dass die Work- Life Balance wie es manchmal heißt, dass Privates und Berufliches immer in einer guten Symbiose stehen. Eigentlich kann es ja ganz einfach sein, weil ...

Dein fünf Stunden Business-Tag - alles, was Du brauchst, ist vorhanden: es ist in Dir!

Allerdings passen die Puzzleteile noch nicht ganz zusammen und es braucht ein paar Anregungen von außen, damit Du das innen noch mal neu sortierst. Also Du lernst hier bei mir ein paar Dinge kennen, aber das Entscheidende bist Du und das ist schon da. 

Was Du lernen wirst, ist die Welt noch mal anders zu sehen. Also ein Perspektivwechsel, auf das, was schon da ist.. Das wirkt jedoch oft ganz einfach, ist aber ein bisschen tricky, weil wir unsere prinzipiellen Gewohnheiten verändern, auf Dinge zu schauen und sie anders zu bewerten als bisher.

Die Frage ist ja immer, wo fange ich an, mich zu sortieren bei einem solchen Projekt?

Als erstes steht die Entscheidung: Ich will! mit fünf Stunden Arbeitszeit am Tag klarkommen, erfolgreich sein und nicht weniger verdienen. 

Danach geht es darum, dass Du Deine Premium Arbeitszeit findest und dass Du diese nutzt. Was heißt nun Premium Arbeitszeit? Also die Frage ist:

  • Wann bist Du am produktivsten?
  • Wann steht Dir alles Potenzial in Deinem Kopf zur Verfügung?
  • Wann hast Du die meiste Energie, Neues zu denken, auf den Punkt zu bringen und auch Entscheidungen zu fällen?

Bei mir ist meine Premium Arbeitszeit morgens direkt als erstes und die hüte ich sehr.  Also, ich hab mir meine Arbeitszeit so gestrickt, wie sie mir entgegenkommt und entspricht. Wenn ich intensiv gearbeitet und viele Entscheidungen gefällt habe, dann wird mein "Entscheidungsmuskel" auch müde. Das heißt, wenn ich am Nachmittag um 17:00 irgendwas entscheiden soll, dann merke ich, dass es viel zäher und anstrengender ist als um acht Uhr morgens. 

Die Frage ist also, wann bist Du am produktivsten? Und das hat zum einen mit Deinem Biorhythmus zu tun. Also bist Du eine Lerche, die morgens leicht aus dem Bett springt oder bist Du eine Eule? Und eigentlich läufst du erst ab 16:00 oder 18:00 zur Höchstform auf ...

Wenn jetzt bei Dir sofort kommt: Ja, eigentlich bin ich eine Eule, aber da habe ich die Kinder ...

Dann muss man überlegen, wie das geht. Ich habe Frauen mit Kindern begleitet, die überlegt haben: zwei Tage in der Woche will ich von 16:00 bis 20:00 Uhr intensiv arbeiten. Das ist nun Papazeit für die Kinder. 

Und ich habe auch Kunden, die sagen: Meine beste und produktivste Zeit ist von 20:00 bis 22:00 Uhr. Warum nicht? Das ist eine der Freiheiten der Selbständigen. 

In 80 % meiner Tage beginne ich mit meiner Premium-Arbeitszeit. Das heißt, ich habe morgens keine Termine mit anderen, sondern ich arbeite an meinen Themen, an Konzepten, an dem, was mein Business weiterbringt. Das war nicht immer so. Es ist ein Prozess der letzten Jahre, mir diese Freiheit rauszunehmen. Ich habe den Vorteil, dass ich eine Lerche bin und den üblichen gesellschaftlichen Vorstellungen über Arbeit entspreche. Es ist für die Eulen natürlich anspruchsvoller, sich morgens Zeit fürs Fitnessstudio oder zum Spazieren gehen zu nehmen. Da macht sich schon mal schnell breit:

Dein fünf Stunden Business-Tag: Was denken die anderen? 

Und diese gesellschaftlichen Vorstellungen kristallisieren sich noch mal besonders raus, wenn Du zu einer Unternehmerfamilie gehörst. Wenn Mama und Papa es immer anders gemacht haben, brauchst Du eine gutes Standing und ein Vertrauen in Dich, wie es für Dich am besten ist und wie Du dann Deinen Arbeitstag gestaltest. Also schau, wann bist Du am produktivsten? Deine Premium Arbeitszeit verteidigst Du mit Zähnen und Klauen. Und das heißt, alles was Dich in der Zeit unterbricht oder stört muss weg. 

Bei mir gibt es kein PopUp, Icon oder Benachrichtigungston am Rechner, was mir sagt, dass eine neue E-Mail eingegangen ist. Diese Dinge sind alle bei mir ausgeschaltet. Ebenso steht mein Telefon auf lautlos. 

Wenn du jetzt denkst: "Oh Gott, die hat gut reden. Von meiner Arbeit, hat sie keine Ahnung!" - dann stimmt das. 

Und meine Frage ist, ob Du als Notarzt oder bei der Feuerwehr arbeitest. Dann hast Du Rufbereitschaft und musst jederzeit rausfahren.

Anders ist es, wenn Du einen Schreibtischjob hast, bei dem es darum geht, Dich auf Themen zu konzentrieren und mit- oder durchzudenken. Vielleicht als Ingenieurin oder als Meister ein umfangreiches Angebot zu entwickeln, oder als Personalerin die eingegangenen Bewerbungen zu sichten, dann kannst Du nicht ständig switchen, wenn Du schnelle gute Ergebnisse haben willst. Wer zwischen: "ich bin jederzeit erreichbar für jeden und ich muss hochkonzentrierte Arbeit machen" hin und her springt, zahlt einen hohen Preis.

Das heißt, wenn Du beides bedienen musst: erreichbar sein für Kunden und konzeptionell tief einsteigen, - dann ist es für Deine Arbeitszufriedenheit und Dein Stresslevel wichtig, dass Du es zeitlich trennst.

Deine Arbeitszeit ist Lebenszeit und ist somit das Kostbarste, was Du hast. 

Es ist kostbarer als Geld. Wenn Du selbstständig bist, weißt Du, wie man Umsatz, also Geld macht. Das Wichtigste, was Du hast, ist Deine Lebenszeit. Und da geht es darum, dass Du die so leben kannst, wie Du willst. 

Ich erlebe immer wieder, dass Selbständige und Unternehmerinnen, um an ihrer Strategie und am Inhalt ihres Unternehmens zu arbeiten, sich die Zeit nehmen, die übrig ist.

Entweder abends, - eigentlich schon fix und fertig. Da kann ich einfach nicht mehr nachdenken. Oder am Sonntag Nachmittag oder im Urlaub einen halben Tag. 

Oder sie denken Tag und Nacht, ständig über ihre Firma nach, egal ob sie die Kinder ins Bett bringen oder auf dem Tennisplatz stehen.

Das ist keine Lösung. Dies ist nicht angemessen für ein Unternehmen, das von der Energie und Kompetenz der Unternehmerin lebt. Hilfreich ist, wenn Du Dir klare Zeiten für die unterschiedlichen Tätigkeiten reservierst. Vielen hilft auch die Unterscheidung zwischen den Arbeitsstunden als Fachkraft, Managerin und Unternehmerin: 

Die Fachkraftstunden lassen sich am leichtesten ersetzen. Die Dinge zu organisieren, zu managen ist eine eigene, spezielle Fähigkeit. Die musst Du vielleicht gar nicht unbedingt selbst tun. 

Das Allerwichtigste sind Unternehmerstunden und da geht es darum, vorauszudenken: Wohin entwickelt sich der Markt? Was sagt der Kunde, was bei ihm brennt? Kann ich dafür eine Lösung bieten? Das ist das Thema, bei dem Du in erster Linie gefragt bist. Das ist nicht einfach und selten auf den ersten Blick klar. Du muss darüber nachdenken, mit anderen sprechen, Dir Informationen einholen, Gedanken hin und her wälzen, um die für Dich und Euch besten Ideen zu entwickeln. 

Wenn Du nun hier tiefer einsteigen willst, dann lege ich Dir mein ausführlichen Online-Workshop mit Arbeits-Handout zum Download ans Herz.

Goethe wird ja zugeschrieben: Erfolg hat drei Buchstaben - Tun. Das mag zur Zeit von Goethe gestimmt haben und hat auch heute noch zu einem Drittel seine Berechtigung. Aber nur zu einem Drittel. Zweimal denken, einmal tun. 

Einmal vordenken und - das vergessen die allermeisten - das Nachdenken. Review sagen inzwischen die agilen Arbeitsmethoden oder ganz klassisch Reflexion oder Bilanz ziehen. Was ist gelungen, was ist nicht gelungen? Das geht in die nächste Vorausplanung wieder rein. Und das heißt, die Weiterentwicklung Deines Business geschieht zirkulär. Dabei träumen wir davon, dass es progressiv geht.

Geht aber nicht. Warum? Weil wir nur Schritt für Schritt unsere Sicht auf die Dinge, unseren Denkrahmen oder Mindset verändern können. Und erst, wenn Deine Erkenntnisse selbstverständliche, tägliche Gewohnheiten sind, geht es leichter.

Dein fünf Stunden Business-Tag ist nur mit einer guten Unternehmensstrategie möglich

Neben deiner Premium Arbeitszeit und der Entwicklung Deines Denkrahmens ist es entscheidend, eine sinnvolle Unternehmensstrategie zu haben oder zu entwickeln.

Diese Strategie hat auch etwas mit Deinem Denkrahmen zu tun. Wie das?

Du kannst nur erreichen, was Du Dir vorstellen kannst oder umgekehrt: was Du Dir nicht vorstellen kannst, kannst Du auch nicht erreichen. Es geht darum, Ideen zu entwickeln. Wie könntest Du Deine ganz individuelle Business Maschine entwickeln? Denke voraus und handle strategisch. 

Es gibt drei Hauptprozesse in einem Unternehmen:  

  1. Wie liefere ich mein Produkt, meine Dienstleistung aus? Also, wenn jemand gekauft hat, wie kriegt er das, was er will?  
  2. Wie gewinne ich jemand, der sich für mein Produkt interessiert, als Kunden?
  3. Wie komme ich an Interessenten, die dann eventuell kaufen und denen ich dann etwas liefern kann?

Damit diese drei wichtigsten Prozesse mit wenig Reibung funktionieren, ist entscheidend, wie Du mit Deinen Kunden und Mitarbeitern kommunizierst. Und bei diesem Thema hat sich Wesentliches verändert in den letzten Jahren.

Kundenkommunikation - also Marketing - ist spezifischer geworden. Kunden sind durch das Internet besser informiert als noch vor 20 Jahren. Das heißt, auch Du musstest einiges anpassen. Und auch die Kommunikation mit Mitarbeitern hat sich wesentlich verändert. Ja, New Work und Vertrauensarbeitszeit sind Stichworte dazu. Die Orts- und Zeitgrenzen sind flexibler geworden. Die nachwachsende Generationen hat andere Vorstellungen von Arbeit und der Fachkräftemangel macht es nicht einfacher.

Und bei all diesen Anforderungen ist es wichtig, dass Du Dein "Warum" klar hast: Deine Botschaft, Deine Message, Dein Herzblut-Statement nenne ich das. Denn du als Unternehmerin wirst als Person immer wichtiger. Das hängt einfach auch mit der Vielfalt dieser Welt zusammen. Und das heißt - Profil zu zeigen - Dich als Person und Deine Art der Kommunikation, denn Produkte sind austauschbar. 

Ich habe dazu das Bild des Hauses aufgegriffen und differenziert dargestellt, was den Keller ausmacht und das unsichtbare Fundament bedeutet. Am besten schaust Du den Online-Workshop in Ruhe an, dann sind die Zusammenhänge leichter zu verstehen und Du kannst mit dem Handout direkt für Dein Business arbeiten.

Jedes erfolgreiche Unternehmen ist eine individuelle Maßanfertigung, eine Unikat Business Maschine. Und da geht es drum, dass die Zahnräder gut ineinandergreifen. Das macht sie attraktiv für Dich und für andere und damit auch irgendwann verkaufsfähig. 

Natürlich ist der Bauplan für die eigene Business Maschine sehr individuell. Er hängt von der Branche, vom Geschäftsmodell, von den Ressourcen, von der Vision der Unternehmerin, von der Mission, also dem Herzblut, dem Warum ab. 

Und Deine Business-Maschine braucht zum einen Deine individuelle Sicht auf die Dinge, Deine Sicherheit und Vertrauen, Dein Selbst-Bild. Und sie braucht für ihre Entwicklung und Transformation immer wieder von außen Feedback und Rückmeldung: Bin ich noch in der Spur? Woran hakt es und wo mache ich mir das Leben schwer?

Es geht zum einen darum, eine Business Maschine zu entwickeln. Das sind die Gründung und die ersten Jahre des Aufbaus. Und weiter geht es dann natürlich, diese Business Maschine zu pflegen. Da gehört dann auch ein Führungskreis und Mitarbeiterteam dazu. Hier ist nun die Herausforderung gemeinsam zu schauen, wo müssen wir nachjustieren, damit es rund läuft?

Was mein Ratschlag an dem Punkt immer ist:

Dein fünf Stunden Business-Tag braucht Klausurtage

Du hast die Premium-Arbeitszeit im normalen Alltag, um zum einen intensiv Deine Arbeit IM Unternehmen zu erledigen und um in regelmäßigen Abständen AM Unternehmen zu arbeiten. Und dann nimmst Du Dir Zeit einmal im Halbjahr, wo Du einfach mal einen ganzen Tag aus der Firma rausgehst. Du sitzt nicht wie üblichen im Büro, sondern um mit Abstand, quasi einem Adlerblick über das Ganze zu fliegen und schaust, wie es läuft.

Wie ist es denn, wenn wir im Alltag in dem klein-klein sind, dann übersehen wir oft, wie das große Ganze zusammengehört. Im Alltag geht uns oft der Überblick über die gesamte Business-Maschine verloren.

Deshalb rate ich Dir als Unternehmerin zum einen, Dich immer wieder rauszuziehen aus dem Alltagstrubel. Und dies auch mit Deinem Team, Deinem Führungskreis ein oder zweimal im Jahr für ein oder zwei Tage. Natürlich kann es auch quartalsmäßig richtig sein. Alle, die agil arbeiten, machen dies in kürzeren Abständen: noch mal schauen, was läuft, was läuft nicht und was müssen wir anpacken und anpassen? 

Oft sagen mir Verantwortliche, dass sie keine Zeit dafür haben. - Das glaube ich nicht. 

Wenn Du Dir die Zeit nicht für eine sinnvolle Weiterentwicklung und Planung nimmst, dann verplemperst viel mehr Zeit im Alltag. Und je klarer Du Deine Strategie und den Überblick hast und Dich auf das wichtigste konzentrierst, umso mehr Zeit sparst Du ja in der Ausführung. Und manchmal ist es hilfreich, Dir einen professionellen Sparringspartner oder externe Moderation zu gönnen, damit Deine und Eure Klausurtage durchschlagenden Erfolg haben.

Mein Rat: Egal wo Du mit Deinem Business stehst: nimm Dir für Deinen Erfolg regelmäßig Zeit für Klausurtage.

Nach der Strategie für Deine Business-Maschine gibt es einen weiteren wesentlichen Baustein, damit das mit den fünf Stunden Business-Tag klappt:

Dein fünf Stunden Business-Tag braucht eine Community, die das Unternehmertum sehen wie Du

Noch ist das Übliche: wer viel arbeitet, hat Erfolg. Wer bis zum Umfallen arbeitet, arbeitet am besten.

Immer noch ist das Mindset oder die Vorstellung, dass harte Arbeit Erfolg bringt. Das ist das Konzept des letzten Jahrhunderts. Denn Du kannst Dich heute mit harter Arbeit tot arbeiten.

Du brauchst also für Deinen Weg zu Deinem 5 Stunden Business-Tag andere, die so ähnlich denken wie Du. 

Und die in derselben Arena stehen, wie Du. Es bringt Dir nix, wenn jemand, der kein Unternehmen führt, dazu etwas sagt. Ja, das ist ja ganz häufig der Fall, dass Selbständige mit einem Menschen verheiratet sind, der in Festanstellung ist und für diesen sieht ein Arbeitsalltag und die Verantwortung anders aus. 

In der Selbstständigkeit trägst Du Verantwortung für alles. Und da gilt es, klug zu schauen, dass eben so wenig wie möglich Überraschungen gibt. Am Feierabend oder am Wochenende oder im Urlaub.  

Vielleicht hast Du manchmal das Gefühl, ich stehe hier allein auf weiter Flu: wenn ich es nicht tun würde, dann würde nichts laufen. Ein Business braucht immer andere Menschen, damit es erfolgreich ist. Ohne Deine Kunden, ohne die Lieferanten, ohne Deine Mitarbeiter liefe nichts. Du hast ein Netzwerk, was Dich trägt und hält. Es ist wichtig, sich das immer wieder mal bewusst zu machen. Das ist der eine Teil. 

Uund der andere Teil ist: Wer ist wirklich Deine Community? Wer sind Deine Sparringspartner auf Augenhöhe? Vielleicht triffest Du Dich regelmäßig mit Deinen Kommilitonen mit denen Du studiert hast, die heute als Ingenieuren tätig sind. Oder mit den anderen Physiotherapeutin aus dem Berufsverband, die überwiedgend in Festanstellung sind. Ja, für den fachlichen Austausch ist das gut. Aber die haben keine Ahnung von Selbstständigkeit und Unternehmertum. Wenn sie Dir Ratschläge für Deine Selbstständigkeit geben, das passt einfach nicht.

Netzwerktreffen wie Business Breakfast, Business Lunch oder After Work Treffen sind, um "Näschen zu zeigen" wichtig.

Das sind aber keine Sparringspartnerinnen für Dich, um Dich wirklich intensiv auseinander zu tauschen. Bei diesen Netzwerktreffen signalisiert jeder: Ich bin gut unterwegs. Ich bin erfolgreich, Mir geht's gut. Da spreche ich nicht von meinen Sorgen und Nöten. Dafür brauchst Du ein anderes Setting. 

Und da ist die Frage: Hast Du einen Zirkel, einen Kreis, ...

Wem gibst Du die Erlaubnis, dass sie Dir ein Feedback geben, ein Feedback auf Augenhöhe? Beim Netzwerktreffen gebe ich nicht einfach so ein Feedback. Ich mache vielleicht mal ein Kompliment: "Tolle neue Werkshalle haben Sie." Oder "Klasse, dass Sie das mit Ihren Mitarbeitern gestemmt haben". Aber kritische Töne sind da nicht angemessen.

Wer darf Dir ein kritisches Feedback geben, das Du vertrauensvoll annehmen kannst? Ja, wir sind soziale Wesen und wir brauchen Rückmeldung und Feedback. Daran wachsen wir. Und bei Selbständigen und Unternehmern ist immer die Frage: Wer kann eine unabhängige, professionelle Rückmeldung geben?

Dafür braucht es bestimmte Settings. Sie haben Namen wie Mastermindgruppe, Erfolgsteam, Business Buddy, Business-Coaching, also eine direkte Sparringspartnerin, einen Coach, eine Coachinggruppe.

Was es auch immer ist: geht es dabei in erster Linie um die eigene Reflektion: Wie mach ich's? Wie könnte ich es machen? Gibt es noch andere Möglichkeiten? Was denkst Du dazu? Es geht um die eigene Art und Haltung, deren Überprüfung und Dein  Handwerkszeug weiter zu entwickeln, um klug Entscheidungen zu fällen.

Zum Thema Community findest Du im Handout des Online-Workshop auch eine Menge Anregungen. 

 

Dein fünf Stunden Business-Tag - Das Wichtigste auf einen Blick

Entscheidend für den Prozess zu Deinem fünf Stunden Business-Tag ist der Dreiklang

1️⃣ Mindset mit täglichem Training im Sinne von Wann ist meine Premium Arbeitszeit? Ich sage Training, weil das ist nichts, was automatisch funktioniert. Es braucht eine Weile, bis es selbstverständlich ist.  Stelle Dir Fagen wie: Wie könnte es ganz anders sein? Was willst du? Wie willst Du es so konkret wie möglich? Und dann geht es darum, dass Du diese Reise Deiner Business-Entwicklung hin zum fünf Stunden Business-Tag genießt. Heute. Jeden Tag. 

2️⃣ Strategie für Deine Business-Maschine: Nimm Dir bewußt Zeit dafür und versuche mit fremden Augen das gewohnte Business zu sehen: Was ist schon alles vorhanden, auf dem wir aufbauen können? Wie könnte es einfach gehen? Denke schriftlich, damit Deine kostbaren Gedanken nicht verloren gehen.

3️⃣ Umgebe Dich mit Menschen, die ähnliche Vorstellungen haben wie Du. Die Dich inspirieren bei Deinen Überlegungen.

Wenn Du Unterstützung und Abkürzungen suchst, um zügig Deinen fünf Stunden Business-Tag zu realisieren, dann lass uns miteinander sprechen. Je nach Unternehmensgröße brauchst Du unterschiedliche Unterstützung. 

Ja, das ist ein strategisches Thema. Und die große Herausforderung bei strategischen Themen ist immer, dass es nicht jetzt sofort sein muss, sondern das kann ich ja auch noch morgen machen ... oder übermorgen ...

Nicht, dass mir das fremd wäre. Darum ist es am klügsten und einfachsten, wenn ich feste Termine habe und ich mich mit anderen durch eine verabrede. Ich nenne das dann ganz gerne auch den Weight-Watcher-Effekt 😉 Auch beim Abnehmen sind die Regeln klar, doch die Termine helfen bei der Verbindlichkeit, um schneller ans Ziel zu kommen.

Jetzt ist es an Dir.

Lass uns miteinander sprechen.

Wo stehst Du mit Deinem Business?

Unser Unternehmens-Check "Always busy oder Business" gibt Dir umgehend Antwort.

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Konfliktmanagement im Veränderungsprozess einmal anders

Konfliktmanagement im Veränderungsprozess einmal anders

Ein kluger Pinguin und die acht Schritte zur erfolgreichen Veränderung

Zum Leben gehört Veränderung und damit auch zum beruflichen Alltag. Diese sind immer mit Erwartungen und Befürchtungen verbunden. Während die Erwartungen und Vorfreude Energie freisetzen, rauben die Unsicherheit und Unruhe viel Energie und verwirren die Beteiligten. Fragen wie: "Wo und wie beginnen wir am besten?", aber auch: "Muss das so sein?" oder "Geht es nicht auch anders?" stellen sich Einzelne und auch ganze Besprechungsrunden. Dafür braucht es ein gutes Konfliktmanagement, damit der Change-Prozess gelingt.

Eine muntere Geschichte und ein anschauliches Management-Tool für Veränderungen geben darauf eine Antwort.

Eine Fabel zum Konfliktmanagement bei Veränderungsprozessen

Vor fast 20 Jahren hat John Kotter eine Fabel geschrieben, in der ein weitsichtiger Pinguin seine Kolonie vor dem Untergang bewahrt. Diese Geschichte ermutigt die für Veränderung Verantwortlichen, sich auf leichte Art mit dem professionellen Changemanagement zu beschäftigen. Und hilft anschaulich und unterhaltsam, die einzelnen Schritte des Veränderungsprozesses zu verstehen. Die Handlung ist einleuchtend und gut nachvollziehbar, und die professionellen Veränderungsschritte sind systematisch dargestellt.

Es ist eine einfache Erzählung für ein komplexes Thema. Und so wie sich die Figuren und die Handlung entwickelt, sagen viele: kenne ich! Oder: Genauso ist es sinnvoll! Die auftretenden Charaktere finden sich in jedem Team, die Bilder sind einprägsam und jeder findet sich wieder. Die Geschichte entwickelt sich langsam, und webt angemessene Methoden für den Veränderungsprozess und das Konfliktmanagement ganz selbstverständlich ein. Sie bringt Altbekanntes in eine hilfreiche Reihenfolge und lässt die grundlegende Systematik erkennen. Das Bild des Eisbergs steht für das Stabile und Grundsätzliche im Leben, was sich auflöst, dahinschmilzt. Die Frage nach dem, was Stabilität verleiht und dem, was veränderlich ist, liegt auf der Hand.

Der Spiegel der Veränderung

Wie in jeder klassischen Fabel hält uns die Tierwelt einen Spiegel vor. Die Distanz durch die Verfremdung macht es für uns leichter, den notwendigen Schritten zur Veränderung zu folgen. Ganz systematisch folgt die Geschichte den von John Kotter festgelegten Steps, um am Ende Veränderung eingeübt zu haben und am Ende für das Wagnis des Lebens im Polarmeer mit seinen Herausforderungen gewappnet zu sein.

Ein Tool zum vorausschauenden Konfliktmanagement

Ich finde bei dieser Geschichte immer wieder faszinieren, wie leicht es den Verantwortlichen durch die Fabel fällt, sich mit ihrer Verantwortung für die Zukunft des Unternehmens zu identifizieren. Die systematischen Schritte der Veränderung auf die eigene Situation zu übertragen, fällt damit leichter. Die Folge ist, dass Widerstände im Vorfeld identifiziert und dafür kluge Interventionen überlegt werden können. Dies hilft ungemein, das Konfliktmanagement im Vorfeld mitzudenken.

Ich arbeite mit dem Tool Changesetter®, das unter anderen die Theorie von John Kotter nutzt, bei Klausurtagungen mit Unternehmer*innen und ihrem Führungskreis zu den anstehenden Veränderungsprozessen oder zur Reflexion laufender Prozesse. Wenn Veränderungen gestaltet werden müssen, ist es klug, diese systematisch anzugehen und Interventionen für ein sinnvolles Konfliktmanagement zu kennen.

Ich habe bei Klausurtagungen von Leitungsteams gute Erfahrungen damit gemacht, dass die Teilnehmenden zur Vorbereitung das leicht lesbare Buch lesen. Dadurch sind die Schritte der Veränderung auf dem Changesetter-Floorboard von Anfang an nicht theoretisch, sondern konkret und praxisnah. Durch diese anschauliche Einführung ins Thema sind alle gut gerüstet, um in die konkrete Planung eines anstehenden oder die Auswertung eines laufenden Prozesses mit den verantwortlichen Führungskräften, dem Steuerungskreis oder dem betroffenen Team einzusteigen.

Siehe auch: John Kotter, Das Pinguin-Prinzip – wie Veränderung zum Erfolg führt, 2006

Überarbeitet am 18. April 2022, veröffentlicht am 08. Feb. 2015

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