Du spielst längst in einer anderen Liga

Du spielst längst in einer anderen Liga

Über das fleißige Lieschen in uns – und warum Größe keine Frage des Tuns ist

Kennst Du diese drei Sätze?

  • „Ich muss erst noch.“ Noch ein Zertifikat. Noch ein Angebot. Noch ein bisschen besser werden – dann darf ich.
  • „Ach, das ist doch selbstverständlich.“ Was Dir leichtfällt, hältst Du für normal. Also für nichts Besonderes.
  • „Wenn ich sehe, was die anderen machen.“ Und schon fühlst Du Dich klein.

Wenn Du auch nur bei einem genickt hast, lies weiter. Diese drei Sätze sind kein Zufall. Sie sind drei Türen aus demselben Raum – und hinter jeder steht dieselbe Angst: die eigene Größe zu spüren.

Drei Arten, sich kleinzuhalten

Schau hin, wohin jeder Satz Deine Größe schiebt. „Ich muss erst noch“ schiebt sie in die Zukunft – kaum ist eine Bedingung erfüllt, steht die nächste. Deine Größe ist dann immer später, nie jetzt. „Das ist doch selbstverständlich“ nimmt sie Dir selbst weg: Dass Du mühelos schaffst, wofür andere Monate brauchen, zählt für Dich nicht, weil es sich leicht anfühlt. Und was man sich selbst nicht anrechnet, kann man nicht spüren. „Wenn ich sehe, was die anderen machen“ gibt den Maßstab aus der Hand – Du vergleichst Dein Innen mit ihrem geschönten Außen und verlierst jedes Mal.

Dreimal dasselbe Muster: Du bist nicht da, bei Dir, mit Deinem eigenen Maß. Du bist später, bei den anderen, im Zweifel.

Das fleißige Lieschen

Dahinter steckt ein altes Programm, und es heißt Tun – Haben – Sein. Erst tue ich genug: noch ein Kurs, noch ein Angebot, noch eine durchgearbeitete Nacht. Dann habe ich genug: Umsatz, Kundinnen, Beweise. Und dann, irgendwann, bin ich endlich jemand. Eine richtige Unternehmerin.

Das ist das fleißige Lieschen. Es rennt, es liefert, es ist unermüdlich. Und es kommt nie an – weil es das Sein ganz ans Ende gestellt hat, als Belohnung für ein Tun, das niemals fertig ist.

Ich sehe das bei so vielen Frauen, die fachlich längst an der Spitze stehen. Sie haben die Ergebnisse. Sie haben die begeisterten Kundinnen – oft ordnerweise. Eine Unternehmerin, mit der ich arbeite, hat über 60 Rückmeldungen gesammelt, in denen Menschen schreiben, sie sei die Beste, die sie je erlebt haben. Und trotzdem nimmt sie ihren Preis nicht. Nicht, weil die Beweise fehlen. Sondern weil man ein Gefühl nicht mit einem Dokument widerlegt.

Die CEO

Dreh die Reihenfolge um, und alles kippt: Sein – Tun – Haben.

Zuerst das Sein. Du entscheidest, wer Du bist – nicht nach dem nächsten Zertifikat, sondern jetzt. „Ich bin die Spezialistin, deren Konzept Biografien verändert.“ Aus diesem Sein fließt ein anderes Tun: andere Entscheidungen, andere Preise, andere Sätze. Und das Haben folgt – fast nebenbei.

Das ist der Unterschied zwischen dem fleißigen Lieschen und der CEO. Das Lieschen fragt: Was muss ich noch tun, um genug zu sein? Die CEO fragt: Was tue ich, weil ich bereits bin, wer ich bin? Aus „ich helfe ein bisschen“ rechtfertigt sich kein Preis. Aus „ich bin, wer meine Ergebnisse zeigen“ schon.

Wirken, bewirken – und das Dritte

Als ich früher Führungskräfte begleitet habe, war mir ein Satz wichtig: Verstehe, wie Du wirkst und was Du bewirkst. Für Unternehmerinnen gilt er auch – aber ihm fehlt ein Drittes. Eine angestellte Führungskraft bepreist sich nicht selbst; ihr Rang ist gesetzt. Du nicht. Du musst nicht nur wissen, wie Du wirkst und was Du bewirkst – Du musst Dir erlauben, Dir dafür etwas zu nehmen. Preis. Präsenz. Anspruch. Diese dritte Achse ist Deine Größe. Und genau sie lässt das fleißige Lieschen aus.

Größe ist Genauigkeit

Und jetzt das Machtwort: Deine Größe zu spüren, ist keine Überheblichkeit. Es ist Genauigkeit.

Eine gute Fachfrau würde messbare, überzeugende Ergebnisse nie als „fast nichts“ kleinreden – das wäre eine fehlerhafte Auswertung. Sich selbst zu unterschätzen ist genau derselbe Fehler, nur nach innen gerichtet. Du musst nicht mehr tun, um groß zu sein. Du bist es schon. Du musst nur aufhören, es Dir immer wieder neu verdienen zu wollen – und anfangen, es zu bewohnen.

Fang heute an. Nicht mit noch einer Aufgabe. Mit einem Satz: Ich bin es. Jetzt.


Was Dich das fleißige Lieschen in Euro kostet

Ich habe ein Papier geschrieben: „Die Rechnung, die Dir niemand beigebracht hat“. Drei Denkfallen, die gut ausgebildete Frauen klein halten, eine unbequeme Rechnung und zehn Minuten, die zeigen, wo Du wirklich stehst.

Ich verschicke es nicht über ein Formular. Ich schicke es Dir persönlich. Schreib mir eine kurze Mail an lh(at)liobaheinzler.de mit dem Stichwort „Rechnung“, und Du bekommst es von mir.

Wer hier schreibt

Lioba Heinzler — Architektin für unternehmerische Entwicklung. Seit über 20 Jahren begleite ich Unternehmerinnen dabei, ein Unternehmen zu bauen, das ihnen gehört, statt sie zu besitzen.

→ Mehr über mich: liobaheinzler.de/ueber-mich/

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