[002] Fahrplan und Phasen der Unternehmensnachfolge

[002] Fahrplan und Phasen der Unternehmensnachfolge

Nachfolgeplanung bei Firmenübernahme: Unternehmen sucht Nachfolger!

Die Unternehmensnachfolge hat drei Phasen. Wenn ein Unternehmen einen Nachfolger sucht, dann ist ein eine Nachfolgeplanung hilfreich. Denn Nachfolge ist eine der komplexesten Herausforderungen im Unternehmerleben. Sie ist gekennzeichnet durch die unterschiedlichen Interessen der Beteiligten und die langjährigen Beziehungen mit diversen Verwicklungen. Das kann zu heftigen Auseinandersetzungen führen, bis hin zu Streit. Das muss nicht so sein.

Von vornherein muss klar sein, dass es nur individuelle Lösungen geben kann. Eine Firma gibt es nicht „von der Stange“. Jedes Unternehmen ist einzigartig, oder wie ich sage, ist eine „Unikatsmaschine“. In der müssen die Zahnräder geschmeidig ineinander greifen. Ja, Abläufe und Prozesse müssen stimmen.

Nicht auf das Improvisationstalent verlassen!

Und: Je weniger man vom Improvisationstalent in der Nachfolgeplanung der Einzelnen abhängig ist, umso attraktiver ist ein Unternehmen für den Verkauf oder den Kauf. Erst die stimmigen Prozesse machen das Unternehmen verkaufsfähig. Das gilt für Firmen aller Größen, sogar für Ein-Personen-Firmen. Ich habe da ein treffendes Beispiel eines Buchführungsunternehmens. Dieses Büro war derart gut strukturiert aufgestellt, dass der Käufer nahtlos übernehmen konnte. Es wurde ein sehr guter Kaufpreis erzielt. Hier kann man davon sprechen, dass Nachfolgeplanung durch gute Prozesse leicht gemacht wurde.

Wie bei jedem anderen vielschichtigen Prozess ist es wichtig systematisch vorzugehen. Und was hilft, ist eine externe Moderation des Prozesses.

Es lassen sich drei Phasen der Unternehmensnachfolge im zeitlichen Ablauf beschreiben:

  1. Vor der Übergabe mit den ersten Überlegungen und verschiedenen Interessen. Hier hat nach wie vor der Senior den Entscheidungshut auf und der Interessent, der potentenzielle Nachfolger kommt dazu.
  2. Die vertragliche Übergabe mit Zahlen, Daten und Fakten und Unterschriften: In dieser Phase wir viel miteinander ausgehandelt. Wann der Entscheidungshut übergeben wird, also der Nachfolger die Volle Verantwortung trägt, ist im Vertrag geregelt.
  3. Nun ist es entschieden: die Entscheidungen fürs Unternehmen liegen beim Nachfolger. Er oder sie tragen die neue Verantwortlichkeiten als Chef*innen.

Zwei Personen – zwei Interessen

Es liegt in der Natur der Sache einer Unternehmensnachfolge, dass es immer mindestens zwei Positionen mit sehr unterschiedlichen Interessen gibt. Zum einen ist da der Abgebende und zum anderen der Übernehmende. Und dann kommen eventuell die Familie oder Geschäftspartner oder Gesellschafter dazu. Zu verstehen, dass unterschiedliche Standpunkte verschiedene Blickwinkel und Horizonte bedeuten, ist das eine. Dass sich damit auch die Prioritäten unterscheiden, ist das andere. Und so ist eine der zentralen Herausforderungen im Prozess der Unternehmensnachfolge, die gelingen soll. Vielfältige berechtigte Anliegen sind wahrzunehmen, zu akzeptieren und dann in die gemeinsame Verhandlung einzubringen und zu klären – wenn die Nachfolgeplanung gelingen soll.

Auch sind zahlreiche gesellschaftsrechtliche Konstellationen möglich

  • Übergabe in der Familie, vielleicht schon als Tradition
  • firmeninterne Übergabe an Mitarbeitende;
  • Externer Verkauf an Geschäftsführer und/oder Gesellschafter
  • Verkauf an eine juristische Person, eine Gesellschaft

Zum Vergleich: In Deutschland bleiben 53 Prozent der Unternehmen in der Familie. 29 Prozent gehen durch Verkauf an Externe. In 18 Prozent der Fälle übernimmt ein Mitarbeiter das Unternehmen – eine firmeninterne Lösung.

Es sind individuelle Fragestellungen

Die einzelnen Phasen, Positionen und Konstellationen haben individuelle Fragestellungen, die sich je nach Standpunkt sehr unterscheiden. Am Anfang der Nachfolgeplanung hat der Abgebende den „Entscheiderhut“ auf. Schritt für Schritt kommt dann der Abnehmer, der potenzielle Käufer dazu. Im laufenden Prozess nehmen Zahlen, Daten, Fakten einen wesentlichen Raum der Gespräche und Verhandlungen ein. Bis es schließlich zum Vertrag kommen kann. Dann muss auch die Frage beantwortet werden, wann der „Entscheiderhut“ übergeben wird. Weil danach geht die volle Verantwortung auf den „Neuen“ über.

Im Folgenden schlage ich Ihnen eine bewährte Struktur vor, mit der Sie Schritt für Schritt vorgehen, um eine tragfähige Entscheidung treffen zu können.

Erster Schritt ist die Entscheidung für die eigene Klarheit

Ein smarter Unternehmer, eine smarte Unternehmerin überlegt sich frühzeitig in der Nachfolgeplanung, wie der Laden auch ohne sie oder ihn läuft. Damit meine ich nicht nur den Ausstieg aus Altersgründen. Es kann in jedem Alter Gründe geben, die einen Notfallplan für das Unternehmen und existenzielle Hilfe erfordern – zum Beispiel im Krankheitsfall. Es ist ebenfalls klug, sich frühzeitig mit dem Ausstieg aus Altersgründen zu beschäftigen. Eine Zeitspanne von circa fünf Jahren vor der Übergabe gilt als idealer Zeitraum für die Gestaltung einer geglückten Unternehmensnachfolge.

In dieser Phase der Nachfolgeplanung ist Obacht angesagt. Denn: Nicht immer  klappt Plan A und es braucht einen Plan B. Auch deshalb ist es von Nöten, sich ausreichend Zeit zu nehmen.

Je klarer Ihr Bild ist von dem, was Sie möchten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, es zu erreichen!

Natürlich sind auch die Größe des Unternehmens und das Geschäftsmodell für die Übergabe von Belang. In dieser frühen Phase geht es vor allem darum, dass man sich darüber klar wird, was man wirklich will. Das bringt Spielraum. Spielraum, die ein oder andere Stellschraube nachzujustieren. Das kann zu einer höheren Attraktivität des Unternehmens beitragen.
Bedenken Sie, werter Unternehmer: Je klarer Ihr Bild ist, von dem, was Sie möchhten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, es zu erreichen!

Zweiter Schritt: Auch die andere Seite braucht innere Klarheit

Sie haben sich sortiert und wissen nun, was Ihnen bei der Nachfolgeplanung wichtig ist. Nun müssen Sie die andere Seite ansprechen. Sie müssen ihr die Möglichkeit geben, sich für diese große Herausforderung zu sortieren. Je gründlicher Sie hier vorgehen, desto leichter wird es im Nachgang; wenn es um die eigentliche Vertragsverhandlung geht. Das selbe gilt für Ihre potenzielle Nachfolge: Stellen Sie ihr einen professionellen Sparringspartner für diesen Prozess zur Seite. Kaum jemand hat aus sich heraus eine umfassende Vorstellung von der Komplexität des Themas. Mit einem erfahrenen Coach kann Ihr Nachfolger diese Herausforderung souveräner meistern.

Bevor Sie miteinander ins intensive Gespräch gehen, muss auf jeden Fall auch der oder die potenziellen Übernehmer für sich klären, was für sie entscheidend ist. Verhandeln kann nur, wer weiß, was er will: „Was will ich? Wohin will ich? Worauf kommt es mir an?“
Bedenken Sie: Beide Parteien brauchen Klarheit in ihrer Position, damit die Verhandlungen gelingen!

Dritter Schritt: Verhandeln für die Zukunft Ihres Unternehmens

Im gemeinsamen Gespräch sollten beide Parteien gut zuhören, was der andere will. Echtes Verstehen – auch von dem, was hinter den einzelnen Aussagen, Interessen und Prioritäten liegt – verhindert Missverständnisse. Im Gegenteil:  Es sorgt für Augenhöhe. In der Zwischenzeit ist es wichtig, dass jeder sich wieder in Ruhe sortiert. Hier muss sich jeder wieder bewusst werden: Nachfolgeplanung braucht ihre Zeit. Und die müssen sich alle nehmen. Auch hier gilt: Wie viel Zeit das ist, kann bei den Einzelnen unterschiedlich sein.

Diese Fragen helfen dabei:

  • Welche Gemeinsamkeiten gibt es?
  • Wo sind Schnittstellen?
  • Welche Vorstellungen schließen sich gegenseitig aus?

Nehmen Sie sich Zeit für diesen Schritt. Diese Themen lassen sich nicht zwischen Tür und Angel besprechen. Ich habe hier die Erfahrung gemacht, dass hier professionelles Setting helfen kann. Das könnte zum Beispiel ein Tagungshotel sein. Also, ein Treffen weg vom Alltagsgeschäft auf neutralem Boden. Hier können neue Ideen entwickelt werden. Es gibt die Möglichkeit, sich noch einmal neu zu sortieren.

Die Leitung braucht mehr nur als fachliche Expertise

Es bleibt in der Nachfolgeplanung bis zum Schluss wichtig, immer wieder Termine zwischen Unternehmer und Übernehmer zu vereinbaren. Womöglich ist es auch wichtig, dass der Nachfolger eine Weiterbildung ins Kalkül zieht. Das ist zumindest meine Erfahrung: Ein Nachfolger ist in der Regel fachlich sehr gut ausgebildet. Sie sind Experten und Expertinnen in ihrem Fachgebiet. Der Übergeber aber weiß: Die Unternehmensleitung braucht mehr als nur fachliche Expertise. Viele unterschiedliche Kompetenzen und Qualifikationen müssen zusammen kommen: die Leitung eines Unternehmens mit all ihren Facetten; die Leitung der Mitarbeiter; ja – und auch die Leitung von sich selbst. Denn nun sagt dem Chef niemand mehr, was er zu tun hat. Er gibt die Richtung vor. Also von daher: eine Weiterbildung – warum nicht?!

Auf jeden Fall gilt die Regel:

Je besser Sie die Themen im Vorfeld miteinander geklärt haben, desto leichter gestalten sich die Verträge. In der Umkehrung kann es auch bedeuten: Je weniger klar der Abgebende und der Übernehmende sind, umso mehr heiße Themen spült es bei der Verhandlung der harten Fakten nach oben. Das ist anstrengend, kräftezehrend für alle Beteiligten und wird letztlich Ihrem Lebenswerk nicht gerecht.

3 Phasen beschreiben den gesamten Prozess der Unternehmensnachfolge:

  • Phase 1: Entwicklung eines Übergabekonzeptes (Matchingphase)
  • Phase 2: Umsetzung des Konzeptes (Übergabe-/Übernahme-Phase)
  • Phase 3: Begleitung der Übergabe (Übernehme-/Rückzugs-Phase)

Es gibt eine detaillierte Zusammenstellung aller Punkte der einzelnen Phasen. Diese können Sie sich kostenfrei herunterladen.

Es ist völlig normal, dass in dieser intensiven Phase der Verhandlung viele Emotionen wach werden. Bei manchen sind es in erster Erleichterung, dass sich ein guter Weg aufzeigt. Bei anderen sind es Ängste. Das ist nicht verwunderlich. Es geht ja schließlich um ihre finanzielle Existenz und auch ihre persönlichen Werte.

Beachten Sie die simple Grundregel: Sie machen kein gutes Geschäft auf Kosten anderer. Es geht um ein Win-Win-Ergebnis. Eine Lösung ist dann gut, wenn beide gewinnen und ihr Gesicht wahren können. Da viele Gefühle, Erwartungen, Werte, eigene Erfahrungen, Visionen, Bilder und Vorstellungen mit im Spiel sind, ist die Trennung zwischen Sache und Beziehung besonders anspruchsvoll. Menschen reagieren unter Stress und Druck unterschiedlich. Die einen wollen es schnell hinter sich bringen. Die anderen neigen zum Verschleppen oder sehen nicht genau hin.

Auf jeden Fall steht Menschen unter Druck und Stress nicht ihr ganzes Problemlöse-Potential zur Verfügung. Eine Vertragsverhandlung für ein so zentrales Thema, bedeutet für viele Stress. Und Stress schränkt das Denken ein. Das ist ungünstig in dieser Situation. All diese Verhandlungen und Beratungen kosten Zeit. Und die ist ganz objektiv in der Phase richtig knapp. Das bringt zusätzlichen Druck. Umso wichtiger ist es, dass Sie gut für sich und Ihre Entspannung sorgen. Sortieren Sie Ihre aufsteigenden Ängste! Manche sind ein hilfreiches Warnsignal. Andere hingegen führen Sie nicht weiter und belasten nur.

In den Phasen der Unternehmensnachfolge mit Widerständen professionell umgehen

Die Phasen der Unternehmensnachfolge machen den gewaltigen Veränderungsprozess deutlich. Und zu jedem Changeprozess gehören Widerstände – die eigenen und die der anderen.

Betrachten Sie diese Widerstände genau. Manchmal liegen sie in der Sache. Es fehlen Informationen, also Zahlen, Daten oder Fakten. Diese lassen sich leicht entkräften, indem Sie die notwendigen Informationen beschaffen.

Oder gibt es emotionale Widerstände, wie „Ich will das nicht.“ Achten Sie bei sich und den anderen darauf, was es genau ist. Was macht Bauchschmerzen? Geht es um Ausreden und Vorwände? Das sind Zeichen, dass Sie oder die Beteiligten noch nicht voll und ganz die Verantwortung für sich und die Entscheidungen übernehmen wollen. Auch hier gilt: Keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung.

Und die anspruchsvollste Form der Widerstände sind mangelndes Vertrauen in die zentralen Personen. In diesem Fall geht es darum, die Beziehung zwischen den Beteiligten zu stärken. Es ist nötig, dass Sie sich bewusst machen, was Sie brauchen, um vertrauensvoll mit Ihrem Gegenüber zu verhandeln. Klären Sie dann, ob diese Basis hergestellt werden kann.

Eines ist klar: Sie können so viel überlegen, beraten, abwägen und prüfen, wie Sie wollen: Diese Entscheidung birgt immer ein Risiko. Ja, Sie können scheitern! Das gehört zur Selbstständigkeit dazu. Manchmal sind es Ideen, die nicht funktionieren. Ein anderes Mal sind es kleine Projekte. Und manchmal sind auch ganze Unternehmen. Es kann an Ihnen liegen – und es kann außerhalb von Ihnen liegen. Beides ist blöd – und ganz klar – und definitiv kein Weltuntergang. Unternehmerische Menschen finden mit ihrem Denken neue Chancen und Wege.

Was jede Phase der Unternehmensnachfolge und Konstellation brauchen:

  • Klarheit: Was will ich?
  • Kommunikation und Abstimmung: Was ist Konsens zwischen den Beteiligten?
  • Entscheidung: Wie gehe ich weiter vor?

Nachfolgen ist wie gründen – nur krasser. Das wird in der letzten Phase der Nachfolgeplanung deutlicher denn je. Denn dann hat auf einmal der Übernehmende den „Entscheiderhut“ auf. Dann trägt er die Verantwortung. Es ist eine besondere Herausforderung, jetzt Fuß zu fassen. Angesichts der Tatsache, dass Veränderung nie mehr so langsam wie heute geht, muss er realisieren, Chef zu sein. Es ist diese Herausforderung: Ja. Wir müssen uns verändern. Ja. Aber wohin? Das weiß man an diesem Punkt noch nicht. Und das geschieht in diesen schnellen Zeiten von Internationalisierung, Globalisierung, Digitalisierung. Einen Moment noch einmal inne halten, ist dann so hilfreich, wie die richtige Beratung.

Drei zentrale Bausteine für den gelungenen Start in die Nachfolge:

  1. Ein Nachfolger*in braucht immer Beratung: intern und extern.
  2. Ein Nachfolger*in sagt ja zu Kontrolle, Überblick und Steuerung.
  3. Ein Nachfolger*in muss sich Premium-Arbeitszeit für die unternehmerischen Themen nehmen.

Mehr dazu finden Sie in der Podcastfolge: 006 Unternehmer werden: Warum ist das wichtig, Maßstäbe zu setzen, statt nur Erwartungen zu erfüllen?

Oder im Blogartikel:
Erfolg mit dem eigenen Unternehmen haben ist eine individuelle Definition. Trotzdem sind einige Punkte in jedem Fall gleich. Lesen Sie mehr dazu unter:
https://liobaheinzler.de/businessentwicklung/ein-erfolgreicher-unternehmer-ist-kein-titel-sondern-ein-resultat/

[001] UnternehmensZIRKUS – was ist das für ein Podcast?

[001] UnternehmensZIRKUS – was ist das für ein Podcast?

Ich berate schon seit vielen Jahren Chefs und Chefinnen, Führungskräfte und Team. Und ich finde, dass Zirkus und Unternehmen viel gemeinsam haben und so nehme ich Sie in dieser Podcastfolge mit, diesen UnternehmensZIRKUS genauer zu betrachten.

Zirkus hat eine leichte und schwere Seite

Zirkus bildet unser Leben ab: das Scheitern des Clowns, die Leichtigkeit der Akrobaten, der  Staub in der Manage, die Faszination des perfekten Zusammenspiels von Licht und Musik und Choreografie. Der Magie im Zirkuszelt und der harten Arbeit dahinter.

Auch für mich selbst, wie auch für meine Arbeit mit den Kunden, geht immer wieder darum, eine Balance zu finden zwischen der Anstrengung und Leichtigkeit in der Arbeit. Ich lache gerne und liebe intensive Gespräche, die der Wahrheit näher kommen. Für mich sind es zwei Seiten der selben Medaille.

Eine Zirkusveranstaltung steht für Kinder, für Lachen, Entspannung, Leichtigkeit und Spaß haben. Wenn Sie davon was in Ihre Firma einladen und zulassen, dann machen Sie einen großen Schritt in den entspannten Erfolg.

In vielen Firmen herrscht immer noch die Vorstellung: erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Es geht sehr gut miteinander, ohne dass die Produktivität leidet, ganz im Gegenteil. Und ohne, dass Sie nur noch einen UnternehmensZIRKUS vorfinden. 

„So ein Zirkus!“ 

sagen wir, wenn uns etwas nervt, weil wir es anders haben möchten. Wenn es auch Ihnen manchmal so geht, dann haben Sie drei Möglichkeiten, um aus der Situation zu kommen:

  • Im ersten Schritt geht es darum, klar zu kriegen, ob Sie genervt sind, weil Sie gerade sehr gestresst sind. Dann sorgen Sie zuerst für Ihre Entstressung. Lassen Sie Ihre Unzufriedenheit nicht an anderen aus.
  • Wenn es dass nicht ist, dann überlege, was Sie nervt und wie Sie es so verändern können, dass es Sie in Zukunft keine unnötigen Nerven kostet.
  • Da ich lieber lache, als mich zu ärgern, habe ich mir in den letzten Jahren noch einen anderen Umgang mit solchen Situationen angewöhnt. Es mag auf den ersten Blick für Sie vielleicht befremdlich sein, doch mein Leben macht es leichter. Ich lade Sie ein, es einfach auszuprobieren. Es ist eine gute Möglichkeit, dieser Situation den Stachel zu nehmen. Sie haben sicherlich allen Grund dazu, genervt zu sein und verärgert. Sie haben Recht. Nur im Leben müssen wir uns entscheiden, ob wir Recht haben wollen oder Spaß. Beides geht nicht. Wenn Sie sich wie ich für den Spaß entscheiden, ist es wichtig eine andere Perspektive zu finden, um mit Humor zu antworten. Damit meine ich nicht Witze auf Kosten anderer 😉

Kennen Sie das Gefühl, in Ihrem Unternehmen einen Flohzirkus zu bändigen?

Auch wenn Sie als Entscheider meinen, die anderen um Sie herum sind verrückt geworden, so sage ich Ihnen, dass auch mit Ihnen zu tun hat. Denn Ihr Team ist wie ein Spiegel Ihrer Stärken und Schwächen.

Es gibt Unternehmen in denen ist es schwierig konzentriert seine Arbeit zu tun. Ständige Unterbrechungen und Ablenkungen machen es den einzelnen schwer, produktiv zu sein. Das ist kein Schicksal der heutigen Zeit. Ich weiß und erlebe, dass es auch anders geht. Voraussetzung dafür ist, dass Sie es wirklich wollen. Dann findet sich ein Weg für weniger UnternehmensZIRKUS und mehr konzentrierte, produktive Arbeitszeit. 

Zirkus lebt von unterschiedlichen Talenten

Akrobatik, Clownerie, Zauberei, Tierdressur, Zirkus lebt von Menschen, die alle Meister ihres Fachs sind. Und jedem einzelnen von ihnen gehört bei einer Vorstellung für einige Zeit die Bühne alleine. 

Dass Menschen dahin kommen, dass ihre Darstellung aussieht wie ein Kunstwerk, das andere den Atem anhalten lässt, bedeutet dass sie viel geübt haben. Das ist immer so: wenn jemand mit Leichtigkeit etwas präsentiert, heißt das, das er zuvor viel und lange geübt hat.

Für die Arbeit im Unternehmen bedeutet das, dass Selbstführung, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Leidenschaft für ein Thema und damit verbundene Schweiß und Tränen die Facetten für den Erfolg des Einzelnen sind.

Dafür braucht es an den Arbeitsplätzen Ihrer Firma bestimmte Voraussetzungen. Es braucht ein Klima der wertschätzenden Klarheit und des wohlwollenden Feedbacks. Menschen entwickeln sich weiter im Spannungsfeld von Akzeptanz und Konfrontation.  Es ist also beides nötig im richtigen Maß. Was würden Ihre Mitarbeitenden sagen, von was es bei Ihnen mehr gibt?

Es ist immer eine Teamleistung

Der einzelne könnte bei aller Brillanz keine Veranstaltung im Zirkuszelt alleine stemmen. Die sichtbare Performance auf der Bühne braucht die unsichtbare Unterstützung im Hintergrund. Erst wenn das Ganze wie ein Räderwerk, das geschmeidig ineinander greift, ist es stimmig und rund.

In den Firmen erlebe ich, dass  die Führung eines Team die größte Herausforderung für Führungskräfte ist. Die Ansprüche an die zwischenmenschlichen Nuancen sind  gestiegen. Deshalb ist es gut und richtig, Führungskräfte intern und extern bestmöglich zu unterstützen. 

Kein Zirkus ohne Zirkusdirektor

Der Zirkusdirektor ist für den Rahmen der Veranstaltung verantwortlich: er begrüßt das Publikum, leitet durch die Vorstellung. Er vermittelt souveräne Sicherheit und Vertrauen. Er hält den Laden zusammen. Er ist nicht der bessere Clown oder Trapezkünstler, sondern hat seine eigene Rolle und Aufgabe klar. Er kündigt die Artisten und ihr Können an – erkennt und managt die Stärken seines Teams. Er fordert das Publikum zum Applaus für die Artisten auf. Er überwacht den Ablauf, anstatt sich in einzelne Aufgaben zu verstricken. Er sorgt dafür, dass in der minutiösen Struktur und dem akribischen Ablauf die Künstler den Rahmen haben, um ihre Fähigkeiten zu präsentieren.

Die Funktion des Zirkusdirektors ist genau die Rolle, die der Unternehmer, die Unternehmerin im Unternehmen haben: Sie vertrauen ihren  Artisten, dass sie ihr Bestes geben werden. Sie lassen ihnen Raum, neue Ideen zu entwickeln und unterstützt sie darin. Hier erlebe ich, dass es Chefs und Chefinnen gibt, die einen großen Blinden Fleck haben. Und wie das mit Blinden Flecken eben so ist: ich kann nicht sehen, was ich nicht sehen kann.

Und natürlich gibt es jede Menge Aufgaben des Zirkusdirektors, die in der Manege nicht zu sehen sind. Und auch Sie als Unternehmenslenker haben jede Menge Aufgaben, die in aller Stille getan werden müssen und oft zeit- und energieraubend sind.

Unternehmer und Unternehmerinnen leben täglich den Spagat zwischen pragmatisch und visionär. Da gilt zu entscheiden: was ist hier und jetzt der nächste sinnvolle Schritt, der weiterführt? Für diese Entscheidungen ist eine klare Vorstellung nötig, von einem Unternehmen und einem Leben, wie es Ihnen gefällt und die Zukunft des Unternehmens sichert. Diese strategischen Überlegungen kann Ihnen niemand abnehmen. Allerdings gibt es Möglichkeiten der Entlastung im UnternehmensZIRKUS.

Das klar erkennbare Zeichen in jeder Stadt: das Zirkuszelt

Eine Ihrer zentralen Aufgaben als Unterlenker sind die unverwechselbaren Zeichen, die für Ihre Firma stehen, sichtbar zu machen für Interessenten, Kunden und Lieferanten. Denn in der unübersichtlichen Welt braucht es deutlich erkennbare Signale, damit weithin erkennbar ist, wofür Sie stehen.

Zirkusunternehmen sind Familiendynastien mit Tradition

die sich immer wieder den neuen Gegebenheiten anpassen müssen, um Menschen zu unterhalten. Das kenne ich auch von meinen Kunden, dass immer wieder die Frage im Raum steht, wie das bestehende Geschäft auf Dauer Bestand hat und in die nächste Generation getragen werden kann. Und was die wirkliche Kernkompetenz in der Tradition ist, die hinter allem steht.

UnternehmensZIRKUS – der Podcast 

In meinem Podcast geht es zum einen darum, wie wir mit einer verrückten Arbeitswelt umgehen können. Und dabei hilft oft nur das Jonglieren zu lernen, um mit den Herausforderungen umzugehen und zum anderen, sich selbst und den UnternehmensZirkus nicht ständig bierernst zu nehmen. Auf dem Kopf stehen bringt neue Perspektiven, das Scheitern des Clowns ist ein Spiegel für den Erfolg und Misserfolg.

Die Themen meines Podcasts orientieren sich an der vielfältigen Herausforderung, denen sich Unternehmenslenker heute stellen müssen. Er gibt Impulse, die Perspektive zu ändern und zeigt Wege zu einem gewinnbringenden UnternehmerLEBEN auf. 

Wenn Sie sich nun als Entscheider angesprochen fühlen von dem einen oder anderen Thema in dieser Folge des UnternehmensZIRKUS in Bezug auf Ihre Firma, dann lassen Sie uns sprechen. Damit es gut weitergeht … Für Sie und Ihr Unternehmen.