Jahresrückblick: Von badischen Aborigines, demokratischer Haltung und warum mein Jahr erst im Februar beginnt

Jahresrückblick: Von badischen Aborigines, demokratischer Haltung und warum mein Jahr erst im Februar beginnt

Mein Marketingjahr endet mit dem Januar. Aktuell bearbeiten wir die letzten Aufgaben, die wir uns vorgenommen hatten, denn Anfang Februar planen wir 2026.

In diesem Blogartikel möchte ich nicht einfach nur Monat für Monat abhaken. Ich möchte dich mitnehmen hinter die Kulissen. Dieses Jahr war für mich privat wie beruflich eine Zäsur. Es ging um 400 Kilometer Veränderung, um klare politische Kante und um die Entscheidung, den Kalender einfach mal zu ignorieren.

Neben meinen persönlichen Themen hat sich so ganz nebenbei die Welt sich weitergedreht. Mit Leo XIV. wurde ein neuer Papst gewählt, ich vor Jahren sogar schon einmal persönlich kennengelernt habe, als Robert Francis Prevost noch Generaloberer des Augustinerordens war.

Und im Oktober erschien das Buch Generationenkompetenz vom Gabal-Verlag, in dem ich mit meinem Artikel „Changemanagement bei Unternehmensnachfolge“ vertreten war.

Lehn dich zurück. Nimm dir einen Kaffee (oder einen Sekt, wir feiern schließlich das Überleben und das Leben). Lass uns zurückblicken, um Anlauf für die Zukunft zu nehmen.

Wie es dazu kam, dass unser Jahr zeitlich ver-rückt ist?

➡️ Bei der Jahreswende 2024/25 in dieser seltsamen, fast magischen Zeit zwischen den Jahren, als nach dem ganzen Trubel die Ruhe einkehrt, stellt ich mir eine leise, aber unerbittliche Frage: Willst du so weitermachen?

Wie hat KI bei diesem Artikel geholfen?

➡️Ich habe NotebookLM mit den wöchentlichen Impulslettern des Jahres 2025 und meiner Brand Voice gefüttert. Prompt: Erstelle einen persönlichen Jahresrückblick in Form eines Blogartikels, der für die Zielgruppe der Zukunftsunternehmerin relevant ist.

1. Die Revolution im Kalender: Warum mein Jahr erst im Februar beginnt

Vielleicht hast du dich gewundert, dass du von mir keine klassischen Weihnachtskarten bekommen hast. Und auch meine Neujahrsgrüße kamen nicht am 1. Januar. Das hat einen einfachen Grund: Ich habe keine Lust mehr auf diesen Stress.

Jahrelang habe ich versucht, im hektischen Jahresendgeschäft die Jahresplanung durchzupauken. Damit war 2025 Schluss. Mein Businessjahr startete am 1. Februar. Auftakt bildete ein Teamworkshop Ende Januar zur Reflexion von 2024 und Planung der nächsten 12 Monate. Wir orientieren uns am Frühling, am persischen Neujahr (Norooz), das am 21. März gefeiert wird. Das ist die Zeit, in der die Natur wirklich neu beginnt. Warum sollten wir uns also im tiefsten Winter zu neuen Vorsätzen zwingen, wenn wir eigentlich Winterschlaf halten sollten?

Das ist gelebte Selbstfürsorge. Es ist ein Akt der Rebellion gegen den Standard-Kalender. Mein Ziel für mich und für dich war und ist: Pünktlich Feierabend. Das bedeutet auch, die eigenen Rhythmen zu respektieren. Wenn alle anderen im Januar hektisch Diäten starten und Strategien entwerfen, planten wir in Ruhe und starteten dann im Februar mit voller Kraft durch.

2. Der Coach vs. der Heizungsbauer: Eine Lektion in Klarheit

Ein weiteres Highlight war das CoachCamp in Köln Anfang des Jahres. Dort habe ich eine Lanze für die Spezialisierung gebrochen. Hast du schon mal nach einem „Handwerker“ gesucht? Nein. Du suchst einen Heizungsbauer, einen Elektriker oder eine Dachdeckerin. Handwerker sind Experten für ihr Thema.

In unserer Branche nennen sich aber viel zu viele einfach nur „Coach“. Das ist ein Sammelbegriff, kein Qualitätsmerkmal. In diesem Jahr habe ich noch stärker darauf geachtet, mein Profil zu schärfen: Ich bin nicht einfach Coach. Ich bin Supervisorin für Geschäftsführung. Ich bin Expertin für Nachfolge und systematisches Wachstum.

Das ist auch mein Appell an dich für das kommende Jahr: Sei kein Bauchladen. Sei die Spezialistin. Geld zu verdienen ist kein schmutziges Hobby. Wenn du ein „No Brainer-Produkt“ hast – also ein Angebot, das so klar ist wie „Heizung kaputt -> Heizungsbauer kommt“ –, dann wird Verkaufen plötzlich leicht. Wir müssen aufhören, Marketing mit Vertrieb zu verwechseln und endlich systematisch Umsatz machen. Nur wer gut verdient, kann nachhaltig wirken.

 

3. Haltung zeigen: Warum das Private politisch ist

Im Februar, rund um die Wahlen, wurde es persönlich. Ich habe mich entschieden, öffentlich über die Sorgen meines Mannes zu sprechen, der als Zuwanderer seit fast 40 Jahren in Deutschland lebt. Sein Satz „Ich komme mir vor, wie zur Schau gestellt, von fremden Augen beschuldigt“ hat mich tief getroffen.

Ich schrieb dazu einen Post auf LinkedIn, der mit über 29.000 Impressionen und 106 Kommentaren zu meinem mit weitem Abstand meistgelesenen Beitrag wurde. 

Als Akademie „Die Zukunftsunternehmerin“ stehen wir für Werte wie Freiheit, Solidarität und Selbstverantwortung. Das bedeutet auch, den Mund aufzumachen, wenn diese Werte bedroht sind. Demokratie ist die Basis für unser freies Unternehmertum.

Ich habe gelernt: Seniorität bedeutet nicht, neutral zu schweigen. Es bedeutet, für das Richtige einzustehen, auch wenn es unbequem ist. Wir Frauen müssen nicht nur am Konferenztisch sitzen, wir müssen auch gesellschaftlich Haltung zeigen. Die Resonanz auf meinen Aufruf, demokratisch zu wählen und einfache Antworten zu hinterfragen, war überwältigend. Es hat mir gezeigt, dass meine Community – also ihr – aus Frauen besteht, die nicht nur Umsatz, sondern auch Impact wollen. Danke dafür.

 

4. Wenn das Leben Umzugskartons schickt: Tschüss Wülfrath, Hallo Malsch

Erinnerst du dich an meine Nachricht im April: „Sorry, es tut mir leid“? Das war der Moment, in dem ich ein Geheimnis lüftete, das mich und meinen Mann fast ein ganzes Jahr beschäftigt hatte. Wir haben unseren Lebensmittelpunkt um knapp 400 Kilometer in den Süden verlagert.

Was als rationale Entscheidung begann – näher bei der Tochter und der Familie sein, Unterstützung für meine betagten Eltern organisieren –, wurde zu einem echten Abenteuer. Wir haben unser Haus in Wülfrath verkauft und ein neues im Raum Karlsruhe gesucht. Dass es am Ende mein Geburtsort Malsch werden würde, war nicht geplant, aber das Leben hat bekanntlich Humor.

Warum erzähle ich dir das in einem Business-Blog? Weil dieser Umzug das ultimative Praxis-Seminar für Unternehmensnachfolge war. Wir mussten uns von Ballast trennen. Wir mussten entscheiden: Was kommt mit? Was bleibt zurück? Mein Mann musste den Mut aufbringen, die Sprache der „badischen Aborigines“ zu lernen – ein Wagnis für sich.

Genau diesen Prozess scheuen viele Unternehmerinnen, wenn es um ihr Business geht. Ein Unternehmen verkaufsfähig oder übergabereif zu machen, ist wie ein Umzug: Du musst aufräumen. Du musst Prozesse schaffen, die auch in einer neuen Umgebung (oder unter neuer Führung) funktionieren. Wenn du der einzige Kopf bist, der weiß, wie der Laden läuft, besitzt du kein veräußerbares Unternehmen, sondern nur einen stressigen Arbeitsplatz.

Das Kistenpacken hat mir wieder gezeigt: Veränderung braucht Raum. Und diesen Raum schaffen wir nur, wenn wir uns von alten Zöpfen trennen. Das gilt für den Keller zu Hause genauso wie für ineffiziente Abläufe im Büro. Viele selbstständige Frauen bedenken viel zu selten, ihr Unternehmen von Anfang an so aufzubauen, dass es irgendwann ohne sie wertvoll ist. Nimm das als Impuls für das neue Jahr: Fang an zu packen – im übertragenen Sinne. Mach dich überflüssig. Das ist der größte Dienst, den du deinem Unternehmen (und deiner Freiheit) erweisen kannst.

5. Geld verdienen ist kein schmutziges Hobby

Kommen wir zu einem Thema, das wehtut, aber sein muss: Warum auch erfolgreiche Unternehmerinnen oft zu wenig verdienen. Ich sehe es in meinen Coachings immer wieder: Frauen mit einem Expertise-Business arbeiten unglaublich viel. Sie sind brillant in dem, was sie tun. Aber der Umsatz? Der schwankt. Oder er steht in keinem Verhältnis zum Aufwand.

Das Problem ist oft ein Missverständnis: Wir verwechseln Marketing mit Vertrieb. Wir posten hübsche Bilder, wir schreiben nette Texte, wir sind „sichtbar“. Aber wir verkaufen nicht. Wir trauen uns nicht, den Sack zuzumachen.

Dieses Jahr habe ich mit meinen Kundinnen intensiv daran gearbeitet, systematisch und planbar Umsatz zu machen. Es geht darum, ein „No Brainer-Produkt“ zu haben – ein Angebot, das so klar und logisch ist, dass der Kunde gar nicht anders kann, als Ja zu sagen. Und es geht um einen Vertriebsprozess, der steht.

Geld zu verdienen hat nichts mit Gier zu tun. Es hat mit Freiheit und Leistung zu tun – zwei meiner zentralen Werte. Nur wenn du gut verdienst, kannst du die Welt deiner Kunden nachhaltig verändern. Nur dann hast du die Ressourcen, um etwas zu bewegen. Armut ist nicht sexy, und Selbstaufopferung ist kein Geschäftsmodell. Lass uns im nächsten Jahr den Fokus darauf legen: Weniger „Busy-Sein“, mehr Ergebnisse. Effizienz statt Aktionismus.

6. Pünktlicher Feierabend hilft: den „Worst Case“ überleben

Vielleicht ist dir aufgefallen, dass ich immer wieder auf einem Punkt herumreite: Pünktlich Feierabend,. Das klingt banal? Ist es nicht. In einer Welt, in der „Hustle Culture“ gefeiert wird, ist pünktlicher Feierabend ein revolutionärer Akt.

Viele meiner Kundinnen spüren sich nicht mehr. Sie gehen immer wieder über ihre eigenen Grenzen. Sie arbeiten im Business statt am Business. Sie denken zuerst an alle anderen – die Kunden, das Team, die Familie – und dann, irgendwann ganz am Ende, an sich selbst.

Meine Frage an dich: Wer bist du wirklich, wenn alle Titel weg sind? Wenn du nur noch über deine Arbeit definiert bist, wird es gefährlich. Lust am Leben ist kein optionales Extra, das wir uns gönnen, wenn die Rente durch ist. Es ist der Treibstoff für dein Tun.

Ich möchte, dass du dich selbstermächtigt fühlst. Ich möchte, dass du lernst, gelassen Chefin zu sein. Das bedeutet nicht, die Füße hochzulegen und nichts zu tun. Es bedeutet, so effizient und lösungsorientiert zu arbeiten, dass noch Zeit für das Leben bleibt. Es bedeutet, ein Team so zu führen, dass es dir den Rücken freihält, statt dir auf der Nase herumzutanzen.

Dieses Jahr war für mich ein Beweis: Es geht, auch wenn ich „5 Monate Worst Case“ hatte, wenn alles rund um den Umzug länger dauerte als geplant. Wir können erfolgreich sein, ohne auszubrennen. Wir können taff unser Ziel verfolgen, ohne verbissen zu sein. Wir können humorvoll und verschmitzt auf die Herausforderungen blicken, statt daran zu zerbrechen.

7. Mutig den eigenen Platz behaupten: Frauen gehören ans Kopfende (und in die Nachfolge)

Ein Datum, das in diesem Jahr rot im Kalender markiert war, ist der 19. November: Tag der Unternehmerin. Dieses Datum steht stellvertretend für meine vielleicht wichtigste Mission: Frau, setz Dich ans Kopfende!.

Warum reite ich so darauf herum? Weil die Realität da draußen immer noch ernüchternd ist. In Unternehmerfamilien wird beim Generationswechsel traditionell immer noch zuerst an die Söhne gedacht. Die Tochter? Die macht vielleicht Marketing oder HR, aber die Chefetage? Selten. Gleichzeitig haben viele kompetente Frauen, für die Selbstständigkeit eine echte Option wäre, das Thema Unternehmenskauf gar nicht auf dem Schirm. Wir gründen lieber klein, fangen bei Null an und strampeln uns ab, statt ein bestehendes Lebenswerk zu übernehmen und weiterzuentwickeln.

Dabei bringen wir Frauen genau das mit, was moderne Unternehmen brauchen: Wir sind bindend, wertschätzend, kommunikativ stark und gestalten Dynamik anders. Wir führen anders. In diesem Jahr habe ich wieder so viele Frauen begleitet, die absolute Wissens-Junkies sind. Akademikerinnen, top ausgebildet, mitten im Leben. Aber sie machen sich klein.

Mein Appell an dich für das kommende Jahr: Hör auf, dich in der zweiten Reihe zu verstecken. Wenn es um Nachfolge geht – ob in der Familie oder extern – trau dir zu, den Hut aufzusetzen. Unternehmensnachfolge durch Frauen ist nicht nur ein netter Gedanke, es ist eine volkswirtschaftliche Notwendigkeit. Wir brauchen deine Kompetenz an der Spitze.

Ich habe in diesem Jahr wieder viele Frauen begleitet, die in dieses Spannungsfeld eintreten. Sei es als Nachfolgerin, die den Vater ablöst, oder als Käuferin, die ein externes Unternehmen übernimmt. Wir Frauen bringen genau das mit, was diese Situationen brauchen: Wir sind bindend, kommunikativ stark und können komplexe Systeme verstehen. Mein Wunsch für 2026: Trau dich an die großen Räder. Warte nicht, bis man dich fragt. Unternehmensnachfolge ist weiblich.

Mein Fazit und Ausblick

Wenn ich auf die letzten zwölf Monate schaue, sehe ich viel Arbeit, ja. Aber auch, dass Wünsche und Träume wahr wurden. Dieses Jahr war wild. Es war geprägt von Kisten, Abschieden, Neuanfängen in Baden und klaren Worten zur politischen Lage. Es war anstrengend, aber es war echt. Ich sehe Unternehmerinnen, die anfangen, ihre verborgenen Potenziale zu heben. Ich sehe Nachfolgerinnen, die mutig voranschreiten.

Die Tage zwischen den Jahren sind dazu da, Kraft zu tanken. Verliebe dich in den Prozess. Nicht nur in das Ziel, sondern in den Weg dorthin. Genieße deine Businessreise. Die Veränderung, der Wandel, das Neue – das ist es, was uns lebendig hält.

Ich lade dich ein: Nutze diese Zeit. Nicht für noch mehr To-dos. Sondern für die ehrliche Frage: Was darf im nächsten Jahr gehen? Und was darf wachsen?

Bist du bereit, im nächsten Jahr wirklich gelassen Chefin zu sein? Dann lass uns das gemeinsam angehen.

Auf ein Jahr voller Selbstermächtigung, Umsatz, Leichtigkeit und pünktlichem Feierabend! 🥂

Deine Lioba Heinzler

Selbst der strengste Winter hat Angst vor dem Frühling*

Selbst der strengste Winter hat Angst vor dem Frühling*

„Niemals war mehr Anfang als jetzt“ (Walt Whitman 1819-1892)

Ja, genau jetzt. Ausgerechnet jetzt.

Wenn die Nachrichten mal wieder schwer im Magen liegen, die Welt sich anfühlt wie ein schlechter Fortsetzungsroman ohne erkennbare Handlung – ausgerechnet dann flüstert Walt Whitman uns etwas ins Ohr. Kein frommer Wunsch, keine leere Durchhalteparole. Sondern eine ziemlich freche Behauptung: Jetzt ist Anfang. Mehr als je zuvor.

Und er hat recht.

Der Frühling kümmert sich herzlich wenig um geopolitische Verwerfungen. Die Kirschblüte verhandelt keine Waffenstillstände, die Schwalbe kennt keinen Zollstreit, und der erste warme Abend auf der Terrasse lässt sich durch keinen Leitartikel abschaffen. Die Natur besteht stur auf ihrem Programm – und das ist keine Naivität, das ist Haltung.

Gerade in Zeiten, in denen vieles auseinanderzufallen droht, braucht es Menschen, die neu anfangen. Die ein Unternehmen gründen, obwohl die Zinsen pieken. Die ein Kind bekommen, obwohl die Zukunft ungewiss ist. Die einen Baum pflanzen – in dem Wissen, dass sie vielleicht nicht in seinem Schatten sitzen werden. Anfänge sind keine Aussagen über die Lage der Welt. Sie sind Aussagen über die Haltung derer, die in ihr leben.

Whitman schrieb seine Zeilen nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg – inmitten von Trümmern, Erschöpfung und gesellschaftlichem Riss. Kein Schönwetter-Poet also. Sondern jemand, der wusste: Anfänge entstehen nicht trotz der Dunkelheit, sondern oft genau in ihr.

Der Frühlingsanfang am 20. März ist insofern kein Zufall, sondern ein Versprechen: Die Erde dreht sich weiter, das Licht kehrt zurück, und wer will, kann heute etwas beginnen.

Ein Gespräch. Ein Projekt. Eine Versöhnung. Einen Garten.

Niemals war mehr Anfang als jetzt. Man muss ihn nur wollen. 🌱

Der Zugang zur Karte mit Spruch in verschiedenen Formaten für Deinen Desktop, Handy oder zum Ausdrucken können sich die Leser*innen unseres Impulsletters herunterladen. Wenn Du noch nicht dazu gehörst, kannst Du dies natürlich sofort nachholen:


Unser neuer Neujahrsgruß zum Frühlingsanfang 2025

Viele Jahre hatten wir diesen zu Beginn des Kalenderjahres verschickt. Doch mir war es in den vergangenen Jahren einfach zu viel, in der turbulenten Zeit des Jahresendgeschäfts, des Weihnachtstrubels.

Wir starten unser Businessjahr seit 2025 am 1. Februar. Welch eine Entspannung. Und lassen die alte Idee neu aufleben, mit einem persönlichen Gruß zum Frühlingsanfang und zu Norooz, dem persischen Neujahr. Ich weiß aus verlässlicher Quelle, dass nach wie vor 14 Tage lang im Iran und in den persischen Familien weltweit intensiv das neue Jahr begrüßt wird.

Persisch Neujahr

Festlich geschmückter Tisch zu Nooruz in der Familie meines Mannes

Ich bin als Prophetin in die Welt geboren worden und diese Überzeugung erfüllt mich mit Demut, Zittern und Beben. Ada Lovelace, London 1815-1852

Den Spruch haben wir 2025 gewählt, weil es so viele kostbare Prophetinnen in dieser Welt gibt, deren Botschaft unter dem Scheffel verkümmert. Stell Deine großartige Idee, die diese Welt zu einem besseren Ort macht, mitten rein, damit Du sie nicht aus den Augen verlierst und auch die anderen sehen können, wofür Du stehst und brennst.

Wenn Du dabei Unterstützung brauchst, dann melde Dich einfach.

Übrigens war Ada Lovelace ihrer Zeit um Längen voraus: etwa 100 Jahre vor der Erfindung des ersten Computers schrieb die Mathematikerin bereits das weltweit erste Computerprogramm. In den 1970er Jahren wurde die Programmiersprache ADA nach der Visionärin benannt.


*sagt ein finnisches Sprichwort.

Meine kritischen Weihnachtsgedanken

Meine kritischen Weihnachtsgedanken

Ich wünsche Dir ein frohes Weihnachtsfest.

Genieße die Tage, gerne auch mit den Menschen, die wichtig für Dich sind.

Denke daran: Du musst an diesen Tagen gar nichts 😉

Ich habe in meinem Impulsletter im Dezember 2023 ein paar Überlegungen zur Verkitschung des Weihnachtsfestes geschrieben. Darauf reagierten viele mit sehr persönlichen Worten. Deshalb auch hier für alle, die sie bisher nicht kennen:

 

Weihnachtsgedanken

Oder: der romantische Weihnachtskitsch geht mir ziemlich auf die Nerven

Ich habe mal ein paar meiner Gedanken dazu festgehalten:

🎄Weihnachts-Poplieder sind wunderbar schmissig und zaubern auch bei mir jedes Jahr gute Laune beim ersten Mal hören. Beim 40zigste Mal im Laden, im Restaurant oder Radio bin ich genervt. Und ja, unsere traditionellen Adventslieder sind besinnlicher und getragener und eignen sich weniger für ausgelassene Stimmung und Hüftschwung.

🎄 Es gibt einen Unterschied zwischen Advent und Weihnachten, der sich leider immer mehr auflöst. Advent ist lateinisch und bedeutet Ankunft. Sonntag für Sonntag wird es eine Kerze mehr. Es ist eine Zeit der Vorbereitung auf das große Fest am 25. Dezember. Und am Vorabend des Weihnachtsfestes, dem Heiligen Abend, dem 24. Dezember dürfen wir schon ein wenig hineinfeiern.

🎄 Wenn immer häufiger schon zu Beginn der Adventszeit der Christbaum in der Wohnung aufgestellt wird, dann verliert der Zauber von Weihnacht seinen Glanz. Übrigens, die Weihnachtszeit geht bis zum 6. Januar, dem Fest der Heiligen drei Könige.

🎄 Ich finde es schade, dass die Idee des Advents immer mehr verloren geht. Wir haben einige Jahre von Mitte Dezember bis Anfang Januar im Süden der USA bei unserer in Memphis studierenden Tochter verbracht. Dort kennt man diese Unterscheidung zwischen Advent und Weihnachten auch in gläubigen Familien nicht mehr. „All is christmas time“.

🎄 Das wichtigste christliche Fest ist nicht Weihnachten, sondern Ostern, gefolgt von Pfingsten. Später hat man überlegt, dass dieser wichtige Jesus auch ein Geburtsfest braucht und es dann mit dem damals geläufigen Ritual der Wintersonnenwende gekoppelt.

🎄 Das Bild der Heiligen Familie trifft unseren tiefen Wunsch nach Geborgenheit und Harmonie. Dies ist aber nicht die Aussage von Weihnachten. Weihnachten ist ein Glücksmoment zwischen dem Unheil in der Welt.

🎄 Glaubste nicht, dann schau nochmals in die Bibel: eine Hochschwangere, die sich auf den tagelangen Marsch über die Berge aufmachen muss, weil ein Herrscher wissen will, wie viele Leute in seinem Reich leben. Na, prima.

🎄 Dort angekommen, findet sich keine Unterkunft. Sie, Maria, und ihr Mann Josef werden in den Herbergen abgewiesen.

🎄 Und wer denkt, so eine Geburt im Stall sei idyllisch, hat noch kein Kind geboren. Nein, sie sind bei den Ärmsten der Gesellschaft, den Hirten, untergekommen. Wie gut, dass die anwesenden Schafe und Ziegen – Ochs und Esel kamen erst zirka 1000 Jahre später dazu – es ein wenig wärmer und muffeliger im zugigen Stall machten. Ironie off.

🎄 Schön, dass die Weisen aus dem Morgenland ein paar Tage später vorbeikamen und ein paar wertvolle Geschenke mitbrachten. Dummerweise hatten sie davor dem machtbesessen, blutrünstigen Herrscher Herodes von der Geburt erzählt. Und dieser ordnete die Ermordung aller Jungs in der Stadt Bethlehem bis zum Alter von 2 Jahren an. Wie auch heute, wo machtgeile Herrscher für Leid und Tod sorgen.

🎄 Josef war ja ein besonderer Mann. Mich fasziniert immer wieder, dass er den Engeln in seinen Träumen vertraute und deren Befehle umsetzte. Auch als dieser ihm sagte, dass er mit Maria und dem Kind nach Ägypten fliehen soll, weil dem Kind Gefahr drohe.

🎄 Vermutlich findet niemand eine Flucht mit Säugling romantisch. Meine Vermutung ist, dass das der Grund ist, warum wir diese Teile der Weihnachtsgeschichte weglassen.

🎄 Advent und Weihnachten bieten eine Menge Anregungen für unser Leben. Und Leben besteht aus Licht und Schatten, Glück und Verzweiflung, Nähe und Verlassenheit. Die Differenzierung lässt die vielfältigen Facetten des Lebens leuchten. Die Verkürzung, die ich heute bei diesem Fest erlebe, raubt uns die Tiefe und macht das Fest auf unterschiedliche Weise schal.

🎄 Ich erlebe seit Jahren ein anstrengendes Gerenne und erwartungsvolle Hektik in den ersten Wochen im Dezember. Und irgendwie macht sich dann schnell, spätestens am 26. Dezember Ernüchterung breit, so als wäre eine große Hoffnung nicht erfüllt worden. Wenn wir so schnell danach wieder zu Business as usual zurückgehen und sich nichts durch diese turbulenten Wochen nichts verändert, alles beim Alten bleibt, wenn, dann ist es schade um jede enttäuschte Erwartung und der ganze Aufwand taugt zu nichts.

🎄 Bei der Romantisierung von Weihnachten fällt mir wie bei vielen esoterischen Ansätzen auf, dass es darum geht, das permanente Glück zu finden und die Glückseligkeit zu pflegen. Mir fehlt dabei, die Spannungen im Leben bewusst zu akzeptieren und dann zu üben, damit leichter umzugehen.

🎄 Übrigens, ich feiere seit Jahren stressfrei Weihnachten. Wer sagt, dass ich Erwartungen erfüllen muss …

Für alle, die sich fragen, warum ich das so sicher weiß: ich bin katholisch und Katholik*innen lieben ja Traditionen und Brauchtum mit allen Sinnen.

Vor 40 Jahren habe ich Religionspädagogik studiert und war 15 Jahre lang hauptberuflich Seelsorgerin in der katholischen Kirche.

Das ist schon länger her … und bin nun schon über 20 Jahre selbständig als Supervisorin und UnternehmensCoach. Ja, ich bin schon älter 😉

Von Herzen grüßen Dich
Lioba Heinzler und ihr gesamtes Team

Natürlich kannst Du Dich auch jederzeit wieder unkompliziert abmelden.

Workation 2022: Zwei Wochen an der Algarve

Wir haben etwas Neues ausprobiert. Ein kleiner Erfahrungsbericht.

2022 2 Wochen Workation-Erfahrung an der Algarve

Wir sind vor zwölf Tagen mit zwei Laptops an die Algarve gereist und haben uns in ein herrliches Appartement eingemietet. Bedingungen waren ein stabiles Internet und zwei Zimmer wegen der Videocalls. Wir haben die halbe Zeit gearbeitet und die andere Hälfte Urlaub gemacht. Also Arbeitsurlaub oder Workation. 🌞

Das Internet war stabiler als bei unserem Superpaket zu Hause. Die Arbeitsumgebung ohne 2. Bildschirm brauchte ein bisschen Umstellung, war aber gut machbar. Allerdings fehlt mir nach wie vor mein Schreibtischstuhl.

Durch die Zeitverschiebung hatten wir am Nachmittag noch Zeit, die Sonne zu genießen und die Temperaturen zwischen 13 und 20 Grad haben uns gutgetan.

Wir machten viele kulinarische Entdeckungen, ließen uns sonnenverwöhnte Früchte und leckeres Weihnachtsgebäck schmecken, stöberten über faszinierende Märkte mit unbekanntem Angebot …

Manchmal fiel es mir schwer, mich zwischen den noch anstehenden Restarbeiten vor den Festtagen und der verlockenden Sonne zu entscheiden. Da ist für mich bei grauem Winterwetter in Deutschland weniger schwierig. 😉

Was mir eindeutig fehlen wird, ist mein Pool im Garten vor der Haustür. Jeden Tag habe ich mutig bei 14 Grad hineingetraut und heute auch 12 Minuten zu schwimmen geschafft. Ich sage „mein Pool“, da weder Majid, noch die wenigen anderen Gäste in der Anlage, Lust zum Schwimmen hatten.

Morgen liegt noch ein Ausflugstag vor uns. Am Samstag fliegen wir zurück, ab Sonntag feiern wir Weihnachten in Süddeutschland und haben eine Woche Urlaub bei unserer Familie.

Das Leben ist schön 💃🎁🙏

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Dein Businessumbau braucht Deine Vision und eine kluge Strategie. Ich unterstütze Dich gerne. 

Workation an der Algarve und in meinem Elternhaus – spannende Erfahrungen in Zeiten von New Work

Workation an der Algarve und in meinem Elternhaus – spannende Erfahrungen in Zeiten von New Work

Juli 2024: Wir haben eine neue Form von Workation ausprobiert …

Wenn Du mich schon länger kennst, weißt Du, dass wir bereits zweimal Workation in Portugal machten. Weiter unten kannst Du es nachlesen.

Doch dieses Mal, im Juli 2024, war es ein komplett anderes Setting. Meine Eltern sind Mitte 80zig und vor allem meine Mutter braucht immer mehr Unterstützung.

Nachdem mein Vater bei unserem letzten Besuch die Bemerkung fallen ließ, dass er sich mehr Besuch wünscht, haben wir das Experiment gewagt, Privates und Arbeit im Haus meiner Eltern zu mischen. Wir waren 12 Tage in Malsch bei Karlsruhe.

Unsere Tochter und ihr Partner kamen übers Wochenende aus Stuttgart dazu. Sie haben mit Oma Maultaschen frisch zubereitet. Was hatten sie für einen Spaß miteinander! 🎉🌞💕🌸

Meine Mutter war in ihrem (alten) Element, fand das passende Werkzeug in den Küchenschubladen, das sie selbst seit Jahren nicht mehr nutzt. Und die Maultaschen waren ausgesprochen lecker.😋

An den Arbeitstagen konnte ich verlässlich um 9h den ersten Termin wahrnehmen und habe bis 16.30h gearbeitet. Mein Mann Majid war der „Veschberbuu“ und organisierte etwas für ein Vesper-Mittagessen, sehr zur Freude meines Vaters. Am Nachmittag kochte mein Mann meist für alle.

Am Abend erzählte mein Vater wieder viele Stunden aus seinem Leben und der Familiengeschichte. Meine Mutter kann dies inzwischen nicht mehr gut. Majid nimmt diese Erzählungen schon seit Jahren mit dem Handy auf. Die Sammlung ist inzwischen beeindruckend.

Unser Resümee:

1️⃣Es war eine gute Zeit und auch wir haben das Landleben genossen. Den beiden tut es gut, wenn mehr Leben im Haus ist. Es ist sicher, dass wir unsere Workation wiederholen werden.

2️⃣Meine Idee vor 6 Jahren, dass ich mein Business umbaue, um weniger Dienstreisen zu machen zu müssen, ist aufgegangen. Das für mich passende Konzept des ortsunabhängigen Arbeitens ist auch in diesem Zusammenhang von großem Vorteil.

Zum Foto: Meine Mutter liebt die Blumen in ihrem Garten. Und Blumenpflege geht auch mit Rollator.

2022 2 Wochen Workation-Erfahrung an der Algarve

Herbst 2023: 6 Wochen Workation an der Algarve

Eine ehrliche Abrechnung mit unserem Traum

Vor fünf Jahren hatten wir die Idee, dass ortsunabhängiges Arbeiten toll für uns wäre. Im Dezember 2022 haben wir zum ersten Mal für 14 Tage eine Workation an der Algarve ausprobiert und es gefiel uns.

Von langer Hand planten wir dann im vergangenen Jahr sechs Wochen am Stück. Ich habe frühzeitig allen Kunden Bescheid gegeben, dass ich Termine vor Ort nur bis Anfang November annehmen werde. Wir waren begeistert.

So waren wir, mein Mann und ich, vom 10. November bis zum 24. Dezember in einer Ferienwohnung an der Algarve. Wir verbanden Arbeit und Urlaub: jede Woche 4 Tage Arbeit und 3 Tage Urlaub.

Unser Resümee dieser Erfahrung ist uneindeutig. Wir sind im Moment nicht sicher, ob wir es in diesem Jahr wiederholen werden.

Was für uns auf der Positivseite steht:

Natürlich die Workation-Sonne und das Workation-Wetter

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Barcamp BergischLand – eine Woche danach

Barcamp BergischLand – eine Woche danach

Vom Chaos der Ideenvielfalt zum Kosmos des eigenen Business

Gerade hatte ich ein Gespräch mit einer Teilnehmerin des Barcamps, die meinte, dass sie noch immer vom Barcamp sehr geflasht wäre. Die vielen Ideen, die sie aus den beiden Tagen mitgenommen habe, würden sie gerade sehr beschäftigen. Ihre Herausforderung bestünde im Moment darin, diese Vielfalt an inspirierenden Ideen zum einen festzuhalten und sich dann zu entscheiden, mit welcher Idee sie am besten  in der Umsetzung startet. Denn neue Ansätze und Erweiterungen müssen sich letztlich arrangieren mit dem (wohlgeordneten) Kosmos des bestehenden Business. (mehr …)

Der Businessumbau und der Vorteil einer Schwangerschaft

Der Businessumbau und der Vorteil einer Schwangerschaft

Vor 29 Jahren war ich im 3. Monat schwanger und sprach mit einem Kollegen über dessen Dissertation. An dieser feilte er schon einige Jahre und meinte er, dass in einem halben Jahr fertig sein wolle. Am Ende des Gesprächs stand der Gedanke im Raum, wer wohl sein Projekt zuerst erfolgreich beendet haben wird. Sie können sich schon denken: ich habe gewonnen. Auch wenn mein Kopf bei den einsetzenden Wehen vier Tage vor dem errechneten Termin meinte, bei meinen noch offenen Todo‘s der Geburtsvorbereitung würde die Geburt jetzt noch nicht passen … Was das mit Businessumbau zu tun hat? Lesen Sie…

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