Da eine Unternehmensnachfolge im Mittelstand ein komplexer Prozess mit unterschiedlich beteiligten Menschen und vielfältigen Sachthemen ist, können schnell einzelne Aspekte aus dem Blick geraten. Hier stellen Ihnen die unterschiedlichen Perspektiven von Experten und Expertinnen die Facetten des Themas vor. Damit die Unternehmensnachfolge gelingt und es gut weitergeht. Für Sie und Ihr Unternehmen.

Diese inspirierende Gespräche und Präsentationen rund um die Unternehmensnachfolge sind Teil des Online-Expertentages am 22. November 2019. Alle Themen sind Puzzleteile, die Ihnen einen Überblick über das komplexe Gefüge der Unternehmensnachfolge geben. Und sicherlich ist die eine oder andere individuelle Beratung in der Unternehmensnachfolge Ihnen Hilfe, Ihr Unternehmen für die Zukunft fit zu machen.


Unternehmensnachfolge hat 3 Phasen und Plan A klappt selten

Lioba Heinzler initiierte den Expertentag, weil ihr bei den Nachfolgeprozessen, für die sie angefragt wird, immer wieder auffällt, dass es Missverständnisse gibt:

  • Die meisten haben beim Stichwort „Unternehmensnachfolge“ die 6 bis 12 Monate der Vertragsverhandlung vor Augen. Das reicht jedoch nicht. Nötig sind 3 bis 5 Jahre im Vorfeld, denn es braucht den richtigen Nachfolger, die passende Nachfolgerin. Und es braucht 3 bis 5 Jahre, bis der umfassende Changeprozess durch den Nachfolger, die Nachfolgerin konstruktive Auswirkungen hat.
  • Die Komplexität wird unterschätzt. Es ist nicht möglich, im Trubel des Alltagsgeschäfts nebenbei eine Nachfolge zu regeln. Dafür ist der Blick von außen auf das gesamte Konstrukt der beteiligten Menschen und Faktoren nötig. Und es reicht nie, nur einen Experten, eine Expertin mit dazu zu nehmen. Es ist das Know-how verschiedener Fachgebiete für eine Unternehmensnachfolge nötig.

Weitere Impulse rund um das Thema Unternehmensnachfolge finden Sie in meinem Podcast „UnternehmensZIRKUS – Erfolgreiche Unternehmensnachfolge“, den Sie kostenfrei abonnieren und hören können.


Tobias Engelmann

Risiko Erbschaftsteuer – Planbarkeit der Besteuerung von Betriebsvermögen

Tobias Engelmann berät seit 2004 als Rechtsanwalt und seit 2007 als Steuerberater für Privatpersonen und inhabergeführte Unternehmer und Unternehmen(sgruppen) zu Fragen der Unternehmensnachfolgeplanung. Im Zuge dessen erarbeitet er Nachfolgekonzepte, legt dabei sein Augenmerk sowohl auf gesellschaftsrechtliche als auch ertragsteuerliche Fragestellungen, insbesondere und schwerpunktmäßig jedoch auf die damit einhergehenden erbrechtlichen sowie erbschaft- bzw. schenkungsteuerlichen Aspekte und Auswirkungen.

Oft wird zwar bei der Unternehmensnachfolge erbrechtlich gedacht, nicht aber umgesetzt in Gestalt von Testamenten oder Gesellschaftsverträgen, die eine Nachfolge überhaupt ermöglichen. Ein viel schwerer zu planender aber mindestens genauso wichtiger Aspekt ist die Liquiditätsplanung für den Fall der Erbfolge. Insbesondere Unglücksfälle führen hierbei neben all der psychischen Belastung noch zu vermeidbaren existentiellen Liquiditätssorgen.

Gerne bieten wir an, dass indikative Bewertungen eines Unternehmens und die Prüfung der Einhaltung des sogenannten 90 bzw. 20 %-Tests anhand einer App durchgeführt werden. Dies sind keine formalen Unternehmensbewertungen, geben aber einen Näherungswert dafür, ob eine Verschonung des betrieblichen Vermögens möglich oder bei dem aktuellen Bilanzbild ausgeschlossen ist.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Fragen zum Thema:
  • Was kann man tun, um nicht in ein Liquiditätsrisiko reinzulaufen?
  • Gibt es keine Erlassmöglichkeit, um einer existenzbedrohenden Situation zu entgehen?
  • Gilt das auch beim Unternehmenswert unter den 26 Mio?
  • Gilt die Betrachtung des schädlichen Verwaltungsvermögens nur bei Schenkung oder auch bei Übergang durch Tod?

Lothar Petzold

Fit für die Lebenszeit nach dem Unternehmerleben – emotionale und monetäre Bilanz

Lothar Petzold ist Dipl.-Kfm. (FH) und hat die eliQa Gesellschaft für Mittelstandsförderung mbH, Berlin gegründet. Jedes Unternehmen, das betriebliche Pensionsverpflichtungen eingegangen ist muss sich darüber im Klaren sein, dass Bewertungsschwankungen nicht das Problem, sondern die Auswirkung des Problems sind. Er hat das Kompetenznetzwerk „Unternehmensbalance“ ins Leben gerufen, um für jede Fragestellung einen Experten im Hintergrund haben und so auf alle Fragen eine passende und fundierte Antwort zu haben.

Fragen der Teilnehmenden:
  • Welche Möglichkeiten bestehen denn für die Ausgestaltung dieses Vorsorgeversprechens?
  • Wie finde ich geeignete Mitarbeiter die mein Unternehmen übernehmen/kaufen?
  • Was ist zu tun, wenn der Erwerber die Pensionsverpflichtung im Unternehmen nicht übernehmen möchte?
  • Ich habe bei einigen Mandanten die beschriebenen Probleme mit der Bewertung. Welche Schritte sind notwendig?
  • Müssen seitens des Unternehmens keine Rücklagen / Geldanlagen gebildet werden? Bei Nullverzinsung?
  • Können die hohen Handelsbilanzbewertungen reduziert werden, um eine Ausschüttungssperre zu vermeiden? Ja (diese Frage erhielt ich per E-Mail und wurde im Video nicht beantwortet)

Dr. Bettina Daser

Was bringt eine Familienverfassung?

Dr. Bettina Daser, Geschäftsführerin der TRADEMUS GmbH, begleitet Familienunternehmen in den Themen Familienstrategie und Besetzung von Fremdgeschäftsführern, wenn in der Familie kein geeigneter Kandidat für die Führungsnachfolge zur Verfügung steht.

Frau Dr. Daser hat dieses Thema systematisch aufbereitet und in einem Handout für Sie zusammengestellt, das bei ihr kostenfrei per E-mail angefordert werden kann: info(at)bettina-daser.de

Frage an Frau Dr. Daser:

  • Wie kann eine Verbindlicheit für alle Beteiligten geschaffen werden und wie wird mit Verstößen gegen die Familienverfassung umgegangen? Sanktionen?

Martin Buß

Klarheit und Stabilität – Die stimmige Familienstiftung

Martin Buß ist Rechtsanwalt und leitet bei der UnternehmerKompostionen GmbH den Fachbereich des Stiftungszivilrechts. Er verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Konzeption individueller Stiftungssatzungen, die wiederum das Ergebnis intensiver Besprechungstermine mit den Unternehmern und ggf. den jeweiligen Unternehmerfamilien sind. Das Studium der Rechtswissenschaften hat er an der Universität Köln absolviert.

Wir veröffentlichen täglich auf unserer Website Fragen auf Antworten, die uns in der täglichen Beratung begegnen. Wenn Sie bei der Gelegenheit auf unserer Website sind, laden wir Sie herzlich ein, unseren Stifter-Brief zu abonnieren. In unserem Stifter-Briefen greifen wir einmal wöchentlich ein Thema rund um die Stiftung auf und beleuchten es vertieft. Ein Archiv der Stifter-Briefe des vergangenen Jahrs sowie die Möglichkeit, sich einzutragen, finden Sie unter folgendem Link: https://www.unternehmerkompositionen.com/beratungsangebote/stifter-brief/


Anna Lisa Selter

Klassische Situationen in der Unternehmensnachfolge

Anna Lisa Selter arbeitet mit ihrem Unternehmen „Die nächsten hundert Jahre“ im wahrsten Sinne des Namens an der Fortführung Ihres Unternehmens durch den Übertrag in die nächste Generation. Sie hat viel Erfahrung im eigenen Familienunternehmen und diversen Führungspositionen gesammelt, begleitet und moderiert – freundlich und direkt – seit mehreren Jahren interne und externe Nachfolgeprozesse im Mittelstand, leitet die Fachgruppe Unternehmensnachfolge im KMU Beraterverband und ist ausgebildeter Business- und Team-Coach und Moderatorin.

Nachfolge – so klappt´s: Interessieren Sie sich für das Thema „Gelungene Nachfolge in Familienunternehmen“? Abonnieren Sie gerne hier den Newsletter von Anna Maria Selter, um spannende Beiträge, Erfahrungsberichte und Beispiele von geglückten Nachfolgen zu erhalten: https://www.dienaechsten100.de/newsletter/


Ludwig Eickelpasch

Unternehmensnachfolge leicht gemacht (?)

Ludwig Eickelpasch – Unternehmensnachfolge leicht gemacht (?) oder Unternehmensnachfolge zwischen Emotion und Sachlichkeit Dipl. Kfm. Ludwig Eickelpasch ist seit mehr als 20 Jahren mit dem Thema Unternehmensentwicklung in vielen Facetten und Formen befasst. Er begleitet mittelständische Unternehmer deutschlandweit in Produktion und Handel in allen klassischen Branchen.

Ludwig Eickelpasch entwickelte einen roter Faden zum Gesamtüberblick des Prozesses der Unternehmensnachfolge Arbeitsbuch für Unternehmer : „Unternehmensnachfolge leicht gemacht“ im kostenlosen Download. 


Was macht ein Unternehmen attraktiv für den Verkauf?

Attraktiv ist ein florierendes, aktives Unternehmen, das technisch und digital auf der Höhe der Zeit ist mit einem lebendigem Team, das die anstehenden Herausforderungen anpackt und konstruktive Lösungen findet. Je mehr Faktoren nicht zutreffen, um so schwieriger ist der Verkauf oder die Nachfolge.

Weitere Impulse rund um das Thema Unternehmensnachfolge finden Sie in meinem Podcast „UnternehmensZIRKUS – Erfolgreiche Unternehmensnachfolge“, den Sie kostenfrei abonnieren und hören können.

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